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Force-India-Teamchef nach Kollision: "Bin nicht neutral"

Otmar Szafnauer wirkt genervt, wenn er über die Force-India-Kollision in Singapur spricht, und ergreift Partei für einen seiner beiden Fahrer

(Motorsport-Total.com) - Zwischen Sergio Perez und Esteban Ocon hat es in den vergangenen beiden Jahren mehrmals Berührungen auf der Rennstrecke gegeben, von denen einige dem Team wertvolle Punkte gekostet haben. Nun lässt Force-India-Teamchef Otmar Szafnauer durchblicken, dass ihm langsam der Kragen platzt - und er ergreift in Bezug auf den Zwischenfall zuletzt in Singapur Partei.

Esteban Ocon, Sergio Perez

Sergio Perez und Esteban Ocon sind sich auf der Rennstrecke nicht immer grün Zoom

Von 'Sky Sports F1' während des ersten Freien Trainings in Sotschi gefragt, ob es ihm schwerfalle, immer neutral zu bleiben, antwortet er: "Ich bin nicht neutral. Ich finde, dass 'Checo' den Unfall verhindern hätte können. Allerdings war es auch nicht zu 100 Prozent seine Schuld. Esteban hat sein Auto dorthin manövriert, wo es eng wurde."

Eine klare Ansage, vor allem wenn man bedenkt, dass Ocon während des Interviews am Kommandostand neben ihm saß. Szafnauer wirkt schnippisch, wenn es um das Thema geht, und macht klar, dass es momentan kein freies Fahren mehr gibt. Stattdessen gelten die "Rules of Engagement", die schon 2017 phasenweise wirksam waren.

"Im Grunde ist es ganz einfach", seufzt er. "Wir haben die Fahrer nur daran erinnert, dass sie sich nicht gegenseitig ins Auto fahren sollen. Eigentlich sollten sie das wissen. Aber in Singapur haben wir gesehen, dass sie das offensichtlich vergessen hatten. Also haben wir sie daran erinnert."

Diese "Rules of Engagement" in einer "normalen" Rennsituation einzuhalten, ist eine Sache. Aber am Start, wenn es im Feld manchmal chaotisch zugehen kann, sei es "ungemein schwierig, das vorherzusehen, was die anderen tun. Das macht es zur prekärsten Situation für unsere Fahrer. Und genau das ist am Start in Singapur passiert."

"Die erste Runde, besonders der Start, ist am schwierigsten. Wir haben Verhaltensregeln für die erste Runde. Es ist aber sehr, sehr schwierig, die in der Praxis zu implementieren", sagt Szafnauer und betont: "Aber wir müssen sie daran erinnern, dass sie einander genug Platz lassen müssen. Selbst wenn es eine Position oder zwei kostet."

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