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Fisichella: "Ich bin gegen KERS"

Giancarlo Fisichella hält KERS für zu unsicher und sieht die Einführung des Systems in einem kritischen Licht - Aufwand insgesamt zu groß?

(Motorsport-Total.com) - Giancarlo Fisichella kommt bei Force India in diesem Jahr in den Genuss, mit einem Mercedes-Motor und einem McLaren-Getriebe Rennen bestreiten zu können. Als Beigabe statten die Silbernen die indisch-britische Mannschaft auch noch mit ihrem KER-System aus, doch Fisichella ist kein großer Fan der technischen Neuerung. Der Italiener prangert die mangelnde Sicherheit von KERS an und kritisiert vor allem den hohen Kapitalaufwand bei der Entwicklung dieses optionalen Zusatzsystems.

Giancarlo Fisichella, Jerez, Circuit de Jerez

Giancarlo Fisichella kann dem neuen KER-System nichts Reizvolles abgewinnen

Am Rande der Testfahrten in Jerez - bei denen Force India erstmals in diesem Jahr mit von der Partie ist - bezog Fisichella gegenüber 'Autosport.com' Stellung zum Streitthema KERS: "Wir werden KERS bis Barcelona nicht einsetzen, also kann ich mich aktuell darauf konzentrieren, den Wagen so schnell wie möglich zu fahren", meinte der Römer, der einfach nicht mit KERS warm werden will.#w1#

"Ich bin noch nie damit unterwegs gewesen und bin dennoch ein strikter Gegner davon, denn die Teams verwenden viel Zeit und vor allem viel Geld dazu, um dieses System zu entwickeln - und dann ist es noch nicht einmal sicher", gab Fisichella zu Protokoll. "Die meisten Teams werden es wohl ab den Europarennen im Auto haben und nicht schon bei den Auftaktrennen."

Was den 36-Jährigen am meisten stört, sind die Bilder von gestrandeten Fahrern, die sich mit einem großen Satz aus der KERS-Gefahrenzone retten - nur nicht gleichzeitig Auto und Boden berühren, ist das Motto. "Das ist eine sehr unfaire Geschichte", polterte Fisichella und merkte an: "Es ist doch vollkommen seltsam zu sehen, dass ein Fahrer wie ein Affe aus dem Cockpit springen muss."

"Der Sicherheitsaspekt ist sicherlich nicht perfekt. Wir haben im vergangenen Jahr schon einige Probleme bei BMW gesehen", kam der Force-India-Fahrer abschließend auf den Test-Zwischenfall beim BMW Sauber F1 Team zu sprechen und fasste zusammen: "Ich bin gegen KERS, weil es nicht sicher ist und weil man da nur viel Geld verschwendet."

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