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FIA reagiert auf Katar: Formel 1 mit neuer Lufthutze bei Hitzerennen

Der Weltrat der FIA hat die Einführung einer neuen Lufthutze bei heißen Bedingungen beschlossen - Auch am Startprozedere für 2024 wurde gearbeitet

(Motorsport-Total.com) - Die FIA hat auf die Vorkommnisse beim Hitze-Grand-Prix in Katar reagiert und die Einführung einer Kühlhutze ins Technische Reglement aufgenommen, die kühlende Luft in Richtung des Fahrers ventilieren soll.

Titel-Bild zur News: Lewis Hamilton, Liam Lawson, Valtteri Bottas

Katar wurde für die Formel-1-Piloten zur großen Herausforderung Zoom

Das Rennen in Doha hatte im Oktober für Aufsehen gesorgt, weil viele Fahrer unter der Hitze zu leiden hatten und gesundheitliche Probleme bekamen. Einige Fahrer kollabierten nach dem Rennen oder mussten gestützt werden, Williams-Pilot Logan Sargeant hatte den Grand Prix aufgrund einer Dehydrierung sogar freiwillig aufgegeben.

Um solche Vorkommnisse in Zukunft zu vermeiden, wurde beim heutigen Treffen des Motorsport-Weltrates WMSC die Einführung einer Lufthutze beschlossen, um die Fahrer zu kühlen. Eine ähnliche Lösung ist bereits in der IndyCar-Serie zu finden, wo es bei besonders heißen Rennen einen Lufteinlass oben am Aeroscreen gibt.

Laut FIA soll dies aber nur "ein erster Schritt" sein. Man arbeitet weiterhin an Maßnahmen gegen eine extreme Hitze wie in Katar.

Neben dieser Kühllösung hat der FIA-Weltrat am Mittwoch auch noch andere Änderungen für die kommende Saison und darüber hinaus beschlossen. So wird ab sofort die Anzahl und Masse bestimmter Metallkomponenten im Unterboden, die als Sicherheitsrisiko identifiziert wurden, falls sie sich vom Auto lösen, reduziert.

Romain Grosjean (Andretti) beim IndyCar-Rennen in Nashville

Die IndyCars verwenden auf dem Aeroscreen einen Lufteinlass Zoom

Auch für den Zeitraum vor dem Start hat man Änderungen vorgenommen: Ab sofort schaltet die Boxenampel erst 40 Minuten vor dem Start auf Grün, zuvor durften die Fahrzeuge 50 Minuten im Vorfeld in die Startaufstellung fahren. Allerdings kehrt man damit nur wieder zur ursprünglichen Zeit zurück, bevor man mit einigen Elementen der Fahrerpräsentation getestet hatte.

Autos, die aus der Boxengasse starten, müssen jetzt früher von den Mechanikern verlassen werden. Bislang gab es diesbezüglich keine Vorschriften, wie lange Personal und Ausrüstung vor dem Start am Auto sein dürfen.

Aus Sicherheitsgründen wurde nun aber vorgeschrieben, dass 90 Sekunden nach dem Start der Einführungsrunde das gesamte Personal und die gesamte Ausrüstung aus der Fast-Lane verschwunden sein müssen.


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Zudem wurden "geringfügige Aktualisierungen" am Sportlichen, Technischen und Finanziellen Reglement der Power-Unit 2026 genehmigt, die aber nicht näher spezifiziert wurden.

Gesprochen wurde beim Weltrat auch noch einmal über den Rennkalender 2024, der mit 24 Rennen der längste der gesamten Formel-1-Geschichte ist. Zwar gibt es diesbezüglich keine Änderung, allerdings wurde festgehalten, dass "die Gesundheit und das Wohlergehen des gesamten reisenden Personals ein wichtiger Aspekt für die Zukunft ist".

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