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Ferrari SF15-T: Die Schwächen des Vorgängers ausgemerzt

Effizientere Kühlung, geschmeidigerer Antrieb: Ferrari hat beim SF15-T für die Formel-1-Saison 2015 vor allem an den Schwächen des Vorgängerautos gearbeitet

(Motorsport-Total.com) - In diesem Jahr muss alles besser werden: Nach der an den eigenen Maßstäben gemessenen Katastrophensaison 2014, in der Ferrari zum ersten Mal seit 21 Jahren in der Formel 1 kein Rennen gewann, sollten Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen in diesem Jahr das Ruder herumreißen und die Scuderia wieder in die Erfolgsspur zurückbringen. Ihr Arbeitsgerät auf diesem Weg ist der SF15-T, den das Team am Freitag präsentierte.

Ferrari SF15-T

Ferrari SF15-T soll deutlich besser sein als sein Vorgänger Zoom

Wie bei den anderen, bisher vorgestellten Autos des Formel-1-Jahrgangs 2015, fällt auch am neuen Ferrari zuerst die flache Fahrzeugnase auf, welche die "Staubsauger-Nase" des Vorjahres ablöst und die ähnlich wie die des McLaren-Honda MP4-30 ohne "Stummel" auskommt. Über diese optisch deutlich ansprechendere Lösung freut sich auch Technikchef James Allison.

"Nach vielen Jahren des Ausprobierens haben wir endlich ein Reglement geschaffen, das einerseits die Sicherheitsanforderungen erfüllt, andererseits aber ohne die wenige ansprechenden Auswüchse der vergangenen Jahre auskommt", sagt er.

Kompakteres Heck, effizientere Kühler

Die neue Nase sticht zwar ins Auge, die Schwerpunkte bei der Entwicklung des SF15-T waren allerdings andere. "Wir haben uns vor allem darauf konzentriert, die Schwächen des 2014er-Autos beim neuen Auto auszumerzen", erklärt Allison. Das Ergebnis dieser Bemühungen zeigt sich am Hinterteil des Fahrzeugs, das wesentlich kompakter als das des Vorgängermodells ist.


Ferrari-Launch 2015: James Allison

Der Technische Direktor James Allison spricht über das Konzept des SF15-T und erklärt, warum die neue Antriebsregel ein großer Vorteil ist Weitere Formel-1-Videos

"Das Heck unterscheidet sich deutlich vom 2014er-Auto. Es ist uns gelungen, die Abdeckungen deutlich enger an den Unterbau zu schmiegen. Dazu war viel Arbeit im Windkanal und in der Design-Abteilung notwendig", so Allison. Die kompaktere Bauweise war durch eine grundlegende Überarbeitung des Kühlsystems möglich, welches in der vergangenen Saison zu den Schwachstellen des Ferrari zählte.

"Die Kühler sind wesentlich effizienter. Wir holen aus jedem Quadratzentimeter Kühleroberfläche mehr Kühlleitung heraus und konnten das Auto daher viel kompakter gestalten", so Allison. Weitere Veränderungen am Fahrzeugheck betreffen den Heckflügel, der nun in den Kurven stabileren Abtrieb liefern soll. Außerdem soll der Effekt bei der Aktivierung des DRS größer sein. Überarbeitete Bremsbelüftungen sollen zusätzlichen Abrieb generieren.

Verbesserungen am Hybridantrieb

An der Vorderachse setzt Ferrari weiterhin auf eine Radaufhängung mit Zugstreben. "Eine Aufhängung mit Zug- oder Druckstreben an der Vorderachse hat jeweils ihrer eigenen Vor- und Nachteile. Bei Zugstreben ist es etwas schwieriger, sie leicht und fest zu konstruieren, dafür bringen sie bei der Aerodynamik Vorteile", erklärt Allison. "Diesen Bereich war im vergangenen Jahr kein Problem, daher haben wir uns darum beim SF15-T nicht intensiver gekümmert."

Eine Großbaustelle war hingegen der Hybrid-Antrieb, wo Ferrari gleich an mehreren Baustellen gearbeitet hat. "Zu Beginn der vergangenen Saison war das Ansprechverhalten nicht zufriedenstellend. Das hat sich aber im Laufe der Saison verbessert, und beim SF15-T haben wir in diesem Bereich einen weiteren Schritt nach vorne gemacht", sagt Allison.


Fotostrecke: Ferrari SF15-T vs. Ferrari F14 T

Auch die Abstimmung des verschiedenen Komponenten des Hybrid-Antriebs wurde optimiert. "Eine Schwäche das letztjährigen Autos bestand darin, dass wir am Turbolader im Rennen zu wenig elektrische Energie umgewandelt habe, um diese in Vortrieb umzusetzen. Aus diesem Grund war Ferrari im vergangenen Jahr im Qualifying stärker als im Rennen", erklärt Allison. "Wir haben versucht die Architektur des Antriebs so zu verändern, dass ein besserer Kompromiss zwischen Qualifying und Rennen gelingt."

"Weiterhin haben wir viel Arbeit in den Verbrennungsmotor investiert. In einer Formel, in der jedes Team die gleiche Menge Benzin verbrauchen darf, muss bei jedem Zündvorgang maximale Leistung erzielt werden", so der Technikchef weiter. Diese Arbeiten darf Ferrari auch während der Saison fortsetzen, nachdem, auch auf Drängen der Italiener die Regeln entsprechend geändert wurden und die Motoren nun nicht mehr wie im Vorjahr im Februar "eingefroren" werden.

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