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  • 09.10.2015 · 12:43

  • von Dominik Sharaf

Felipe Massa: Mercedes-Werksteam hat besseres Material

Dass der Experimentalantrieb den Silberpfeilen vorbehalten bleibt ist dem Williams-Piloten ein Dorn im Auge: "Es gäbe sicher einen Unterschied"

(Motorsport-Total.com) - An der Mercedes-Politik, die neueste Ausbaustufe des hauseigenen V6-Hybrids exklusiv für das Werksteam zu nutzen, regte sich bislang keine Kritik seitens der Kundenteams. Bis zum Russland-Grand-Prix in Sotschi, der am kommenden Wochenende steigt: Im Gespräch mit 'Formula1.com' unterstellt Felipe Massa, dass die Silberpfeile sich einen Vorteil gesichert hätten: "Wir haben sicher einen sehr guten Antrieb, aber vielleicht nicht den besten. Mercedes hat den besten", erklärt der Williams-Pilot.

Felipe Massa

Felipe Massa wünscht sich noch mehr PS von Williams-Partner Mercedes Zoom

Massa relativiert seine Kritik, wenn er hinzufügt: "Trotzdem ist es verglichen mit den anderen ein guter." Davon, dass der mit Blick auf die Saison 2016 entwickelte und mit einigen zusätzlichen Pferdestärken ausgestattete Experimentalantrieb nur der Erkundung neuer Teile dient, ist er nicht überzeugt. Massa denkt, dass für ihn und Teamkollege Valtteri Bottas ein Leistungsgewinn drin wäre: "Es gäbe sicher einen Unterschied. Sonst würde Mercedes nicht diese Ausbaustufe nutzen", so der Brasilianer.

Mit seinem FW37, der Williams aktuell Rang drei in der Konstrukteuers-WM beschert ist er sonst zufrieden: "In Sachen Chassis versuchen wir uns zu verbessern, weil wir in aerodynamischen Belangen selbst für Veränderungen sorgen müssen. Es gibt bessere Autos, aber wir dürfen uns nicht beschweren. Wir sind konkurrenzfähig", erklärt Massa und zieht fünf Rennen vor dem Saisonende eine erste Bilanz: "Wir stehen nicht dort, wo wir erwartet hatten, aber wir sind weit entfernt von einem Desaster."

Wie im Fahrerlager von Sotschi bekannt wurde, wird Mercedes den momentan nur im Auto Lewis Hamiltons eingesetzten Experimentalantrieb vor 2016 nicht an seine Kunden liefern. Es ist sowohl von Überprüfungen der Zuverlässigkeit als auch von Engpässen bei der Produktion die Rede. Es ist jedoch fraglich, ob die Kunden das Material tatsächlich hätten nutzen wollen: Um das Triebwerk einzusetzen, müssten Williams, Force India und Lotus eine Strafversetzung in der Startaufstellung in Kauf nehmen.

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