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Ex-Toro-Rosso-Designer von Ricciardos Form nicht überrascht

Während Daniel Ricciardos Leistungen in dieser Saison sogar die Red-Bull-Chefetage überraschen, sieht sich Ex-Toro-Rosso-Chefdesigner Luca Furbatto bestätigt

(Motorsport-Total.com) - Bevor Daniel Ricciardo zu Beginn der laufenden Formel-1-Saison das zweite Red-Bull-Cockpit neben Sebastian Vettel übernahm, hatte der Australier aus 50 Grand-Prix-Starts 30 WM-Punkte auf dem Konto. Podestplätze waren bis zum Wechsel ins Red-Bull-Team ebenso Fehlanzeige wie Siege, was aber nicht an Ricciardos Talent, sondern vielmehr am Material lag.

Daniel Ricciardo

Ende Juli in Budapest gelang Ricciardo bereits der dritte Saisonsieg Zoom

Die ersten elf Rennen seiner Formel-1-Karriere bestritt Ricciardo für HRT. Anschließend fuhr er zwei Jahre lang bei Toro Rosso. Dass er mit dieser Basis bei Red Bull derart einschlagen würde wie er es getan hat, überrascht sogar die Chefetage rund um Christian Horner, Adrian Newey und Co.

Nach zwölf von 19 Rennen der laufenden Saison hat Ricciardo bereits drei Siege, insgesamt sechs Podestplätze und 156 WM-Punkte auf dem Konto. In der Gesamtwertung ist er als Dritter erster Verfolger des überlegenen Mercedes-Duos. Der eigene Red-Bull-Teamkollege Vettel, seines Zeichens immerhin viermaliger und amtierender Weltmeister, hat gegenüber Ricciardo klar das Nachsehen: Kein Saisonsieg, ganze zwei Podestplätze, 98 WM-Punkte und Gesamtrang sechs.

Ricciardo ließ Qualifäten bei Toro Rosso aufblitzen

Während sich sowohl Horner als auch Newey von Ricciardos starkem Einstand im Weltmeisterteam überrascht zeigen, sieht sich der ehemalige Toro-Rosso-Chefdesigner Luca Furbatto bestätigt. Der Italiener wurde im Rahmen seiner Tätigkeit in Faenza, die er inzwischen nicht mehr ausübt, schnell auf Ricciardos Qualitäten aufmerksam.

Luca Furbatto

Luca Furbatto war bis Februar 2014 Chefdesigner bei Toro Rosso Zoom

"Seine Rückmeldungen ans Team hauten mich von Beginn an um", erinnert sich Furbatto gegenüber 'Autosprint' an Ricciardos erste Testfahrten für Toro Rosso im Frühjahr 2012. "Bei 300 km/h hatte er die Zeit und den Intellekt, über das Auto nachzudenken. Es war einfach unglaublich, wie präzise er selbst Stunden später das Fahrverhalten wiedergeben konnte", zeigt sich Furbatto, der bis Februar 2014 beim B-Team von Red Bull angestellt war, schwer beeindruckt.

Noch etwas beeindruckt Furbatto an Ricciardo. "Ich habe in der Vergangenheit schon andere Fahrer erlebt, die so viele Informationen wiedergaben konnten, doch selten waren diese Fahrer dann auch schnell." Was den heutigen Red-Bull-Piloten betrifft, so wurden Furbattos letzte Zweifel "im Qualifying zum Grand Prix von Bahrain 2012 ausgeräumt. Dort schaffte er es, alle sprachlos zu machen", spricht der Italiener auf Ricciardos starken sechsten Startplatz beim vierten Auftritt für Toro Rosso an.

So gern sich der ehemalige Toro-Rosso-Chefdesigner an das Feedback von Ricciardo erinnert, so wenig schmeichelhaft erinnert er sich an die Aussagen von Jean-Eric Vergne, der bis heute für Toro Rosso an den Start geht, sein Cockpit aber für die 2015 zu Gunsten von Max Verstappen räumen muss. "Da die Aussagen des anderen Fahrers eingeschränkt waren, waren jene von Daniel immer die Referenz", so Furbatto.

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