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Ex-Lotus-Teamchef Peter Warr verstorben

Am vergangenen Montag erlag Ex-Lotus-Teamchef Peter Warr einem Herzinfarkt - der Brite war einer der Architekten der heutigen Formel 1

(Motorsport-Total.com) - Der Name Lotus ist in der Formel 1 seit Beginn dieses Jahres zurück. Doch ein wichtiger Mann hinter dem alten Team Lotus starb am vergangenen Montag in Frankreich nach einem Herzinfarkt: Peter Warr. Während Lotus-Gründer Colin Chapman immer im Mittelpunkt stand, war es Warr, der das Formel-1-Team am Laufen hielt.

Peter Warr 1989

Peter Warr in seinem letzten Jahr als Lotus-Teamchef 1989 Zoom

Der in Kermanschah, im heutigen Iran gelegen, geborene Brite war selbst begeisterter Rennfahrer und erreichte auch international einige kleinere Erfolgte. Sein Name aber wurde weitaus berühmter als Teil des Teammanagements von Lotus. Er war als Manager des Formel-1-Teams sowohl für Jochen Rindts WM-Titel 1970 als auch Emerson Fittipaldis WM-Erfolg 1972 mitverantwortlich.#w1#

Doch Warr war nicht sein Leben lang ein Lotus-Inbegriff. Der Ex-Soldat ging Ende 1976 zu Walter Wolf, der aus den Resten des gemeinsamen Rennstalls mit Frank Williams ein neues Team formte. Wolf gewann gleich das erste Rennen in Argentinien mit Jody Scheckter am Steuer. Auch in Monaco und Kanada fuhr der Südafrikaner Siege ein.

Doch die Flamme von Wolf wurde allmählich kleiner. 1979 spannt man mit dem Fittipaldi-Team zusammen, Warr blieb Teamchef der neuen Verbindung. 1981 rief Chapman seinen alten Weggefährten zurück und Warr lehnte nicht ab. Nach dem Tod Chapmans im Dezember 1982 wurde er Teamchef des Lotus-Teams.

Das letzte Aufbäumen von Lotus fand unter Warrs Regie statt. Er verpflichtete Ayrton Senna für 1985, der Lotus sechs Rennsiege schenkte. Und als Senna in Richtung McLaren wanderte, sicherte er sich die Dienste des amtierenden Weltmeisters Nelson Piquet. Bis 1989 blieb Warr bei Lotus, ehe er permanenter Rennleiter der FIA wurde. Später wurde er Geschäftsführer des einflussreichen British Racing Drivers' Clubs (BRDC). Nach seinem Rückzug lebte er in der Nähe von Bordeaux.

"Ich habe nicht nur einen guten Freund verloren, der Teammanager bei Lotus war, als Colin Chapman dem Unternehmen vorstand, sondern Peter Warr, der durch einen Herzinfarkt starb, wird von Tausenden Menschen, die ihn kannten, vermisst werden", ließ Formel-1-Chef Bernie Ecclestone ausrichten.

Als Warr bei Lotus die Fäden in der Hand hielt, war Ecclestone bei Brabham ebenfalls für ein Team verantwortlich. Den Aufstieg der Formel 1 in den 70er und 80er Jahren gestalteten beide aktiv mit. "Als Peter in der Formel 1 war, half er mir, sie zu dem zu machen, was sie heute ist. Danke Peter", so Ecclestone.

Auch der heutige Lotus-Rennstall in der Formel 1 kondolierte. "Alle bei Lotus Racing wollen der Familie von Peter Warr ihr tiefstes Mitgefühl übermitteln", heißt es in einer Mitteilung. "Peter war eine Legende. Dieses Wort wird häufig zu oft verwendet, aber in diesem Fall ist das völlig angebracht."

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