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Esteban Ocon: Was an seiner Zwangspause positiv ist

Esteban Ocon trainiert so hart wie eh und je, obwohl er kein Grand-Prix-Cockpit hat, und saugt die Chance, Lewis Hamilton bei der Arbeit zuzuschauen, voll auf

(Motorsport-Total.com) - Esteban Ocon scheint sich einigermaßen damit arrangiert zu haben, die Formel-1-Saison 2019 als Zuschauer in Angriff nehmen zu müssen. Beziehungsweise als Mercedes-Testfahrer. Nach dem kleinen Drama um sein Schicksal, das sich vergangenen Sommer abgespielt hat, versucht er jetzt, das Beste aus seiner Situation zu machen - um 2020 noch stärker zurückzukehren.

Esteban Ocon

Esteban Ocon möchte das Beste aus seiner Formel-1-Zwangspause machen Zoom

"Von den Weltmeistern zu lernen, ist eine großartige Sache für mich", sagt er im Interview mit 'Sky Sports F1'. "Ich arbeite viel mit dem Team. Seit Dezember habe ich mindestens 15 Tage im Simulator verbracht und schon getestet, bevor das Auto auf der Strecke gefahren ist. Ich weiß genau, was die Fahrer spüren."

Ocon wird in der am 17. März in Melbourne (Australien) beginnenden Saison freitags in der Regel im Simulator sitzen und mit den auf der Strecke gesammelten Daten das Set-up für Samstag und Sonntag feintunen. Rechtzeitig zum Qualifying (und den Briefings danach) soll er dann schon persönlich an der Rennstrecke sein.

Was er für sich an der Rolle als dritter Fahrer besonders schätzt, ist die Möglichkeit, einen fünfmaligen Weltmeister wie Lewis Hamilton aus nächster Nähe beobachten zu können: "Lewis dabei zuzuschauen, wie er arbeitet, ist sehr interessant. Da kann man schon sehen, warum er fünfmaliger Weltmeister ist."

Wären die Dinge 2018 etwas anders gelaufen, hätte Ocon jetzt in einem Renault-Cockpit sitzen können. Auch bei McLaren war die Chance intakt. Und selbst Mercedes hätte mutmaßlich noch mit der Verlängerung des Bottas-Vertrags zugewartet, wenn man gewusst hätte, dass Ocon ohne Cockpit dastehen könnte.

Kein Wunder also, dass der 22-Jährige ankündigt, er werde 2020 "noch hungriger" als bisher ins Renngeschehen zurückkehren: "Ein Jahr keine Rennen zu fahren, das wird ein richtig langes Jahr! Vor allem wenn du an der Boxenmauer stehst und die Motoren hörst. Das macht hungrig. War ich auch vorher. Aber jetzt realisiere ich erst so richtig, was für ein Glück es ist, wenn du in einem der Autos sitzen darfst."

Und ganz ausgeschlossen ist nicht, dass er doch 2019 schon Grands Prix bestreiten wird: "Sollte sich die Möglichkeit ergeben, in ein Auto zu springen, dann werde ich bereit sein", sagt er. Zumindest tut er alles, um für den Fall der Fälle gerüstet zu sein: "Ich mache jetzt nicht Ferien, sondern ich arbeite total hart, wie sonst auch. Wenn sich eine Chance ergibt, stehe ich parat."

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