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  • 26.08.2016 · 18:39

  • von Ruben Zimmermann & Dominik Sharaf

"Ein Witz": Reifendruck sorgt für Williams-Ärger am Freitag

Felipe Massa kritisiert den hohen Reifendruck, den Pirelli an diesem Wochenende in Spa vorschreibt - Beide Williams-Piloten landen am Freitag im hinteren Mittelfeld

(Motorsport-Total.com) - Valtteri Bottas und Felipe Massa kamen am Freitag in Spa nicht über die Plätze 16 und 17 hinaus. Claire Williams erklärt - wenig überraschend -, dass das "nicht wirklich" die Platzierungen sind, auf die Williams am ersten Tag nach der Sommerpause gehofft hatte. Besonderes Ärgernis sind die von Pirelli in Belgien vorgegebenen Reifendrücke: Hinten mindestens 22 psi und vorne sogar mindestens 23,5 psi. Vor allem Massa kam damit in den ersten beiden Trainingssessions überhaupt nicht klar.

Felipe Massa

Felipe Massa ist der Reifendruck an diesem Wochenende ein Dorn im Auge Zoom

"Ich denke, dass der Reifendruck ein Problem ist. Ich hatte in meiner ganzen Karriere noch nie so einen hohen Reifendruck wie jetzt. Ehrlich gesagt ist das ein kleiner Witz", ärgert sich der Brasilianer, der von einem "enttäuschenden" Tag spricht. "Es war ein sehr schwieriger Freitag. Vor uns liegt ein langer Abend, wenn wir die Probleme beheben wollen", befürchtet Massa.

"Es gibt einige Teams wie Force India und McLaren, die sehr konkurrenzfähig sind. Unser Ziel ist es, vor ihnen zu sein. Sie hatten einen guten Freitag und wir nicht", so der 35-Jährige. Chefingenieur Rob Smedley ergänzt, dass der hohe Reifendruck die Pneus ziemlich schnell verschleißen lässt. "Der Abbau ist massiv. Ich hoffe, dass wir das zusammen mit Pirelli lösen können", so Smedley.

Jedoch ergänzt der Brite: "Valtteris Pace mit viel Sprit war allerdings ermutigend. Ich denke, dass seine Reifen am wenigsten von allen abgebaut haben. Außerdem lag seine Pace bei der der Topautos." Es ist immerhin eine Kleinigkeit, die Williams an einem ansonsten schwierigen Tag etwas Hoffnung macht. "Es fühlte sich nicht so schlecht an. Ich bin mir sicher, dass wir das Auto noch schneller machen und es besser ausbalancieren können", gibt sich Bottas optimistisch.


Fotostrecke: Formel-1-Strecken 2016: Spa-Francorchamps

"Die Rundenzeiten sehen schlecht aus, aber als ich mit den Supersofts rausging, waren alle anderen mit viel Sprit unterwegs, und ich hing im Verkehr fest", erklärt er seinen 16. Platz. Der Finne geht daher davon aus, dass man am Samstag "definitiv in den Top 10" stehen wird. Einfach wird das allerdings nicht werden, denn am Nachmittag konnte Bottas wegen eines Elektronikproblems lediglich 19 Runden fahren.

"Im zweiten Training hatten wir ein kleines Problem mit der ECU, also mussten wir sie wechseln. Dadurch haben wir ungefähr eine halbe Stunde verloren. Davon abgesehen war es aber ein guter Tag", so Bottas. Größere Upgrades hat Williams übrigens nicht nach Belgien mitgebracht. Der Fokus liegt jetzt bereits auf 2017. Ein kleines Erfolgserlebnis in Spa würde dem Team aber trotzdem ganz gut tun.