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Ecclestone macht sich über Mosley lustig

Bernie Ecclestone kann über Max Mosleys Forderung nach mehr Geld für die Teams ebenso nur lachen wie über die Formel-2-Pläne

(Motorsport-Total.com) - Das Tauziehen zwischen Bernie Ecclestone und Max Mosley um die Kontrolle in der Formel 1 geht weiter: Nachdem Mosley mehr Geld aus dem Einnahmentopf, der nicht ihm, sondern Ecclestone und CVC gehört, an die Teams verteilen möchte, um diese auf seine Seite zu ziehen, holte Ecclestone nun zum Gegenschlag aus.

Bernie Ecclestone

Bernie Ecclestone ist über einige von Max Mosleys Forderungen amüsiert

"Wie will Max das hinkriegen? Um Geld zu verteilen, muss er es erst einmal haben", konnte der Brite über die Forderung seines Landsmannes gegenüber 'auto motor und sport' nur lachen. "Das Geld von den Veranstaltern und TV-Anstalten fließt auf unser Konto. Wir haben Verträge mit allen Teams, die festlegen, wie viel sie davon bekommen. Wenn die FIA mehr Geld ausschütten will, muss sie es schon selbst finden."#w1#

Mosley, der Robin Hood der Formel 1?

Zum Hintergrund: In den Ecclestone/CVC-Topf fließen alle Einnahmen, die die Formel 1 lukriert - das beginnt bei Veranstaltungsgebühren, geht über den Paddock-Club und die TV-Rechte und hört bei der Bandenwerbung auf. Derzeit bekommen die Teams auf Basis des Verständnismemorandums von Barcelona 2006 50 Prozent, während ihnen Mosley 92 Prozent der Veranstaltungsgebühren und 67 Prozent der TV-Gelder geben möchte. Nur: Das Geld gehört eben nicht der FIA.

In einem Brief von heute Morgen bot Mosley außerdem an, dass die Teams künftig das Reglement selbst gestalten sollen, freilich in Zusammenarbeit mit der FIA. Der Präsident des Automobilweltverbandes will damit die Sympathien von Stefano Domenicali, Mario Theissen und Co. auf seine Seite ziehen, um seine Präsidentschaft zu festigen und den Einfluss der FIA innerhalb der Formel 1 zu vergrößern.

Concorde-Agreement: Mosley zögert

Durchdrücken will der umstrittene FIA-Präsident seine Forderungen mit der Verweigerung der Unterschrift unter das neue Concorde-Agreement, das Ecclestone/CVC zwecks Stabilität ihres Investments dringend finalisieren wollen. Ecclestone versteht Mosleys Zögern nicht: "Wir sollten uns darauf konzentrieren, den Sport besser zu machen, statt uns um etwas zu streiten, das 25 Jahre lang gut funktioniert hat."

Auch Mosleys Vorschlag, eine neue Formel 2 einzuführen, die sich als erste Nachwuchsklasse unterhalb der Formel 1 etablieren soll, kostet Ecclestone nur ein mildes Lächeln. Denn die Kosten von 200.000 Euro pro Saison sieht er angesichts der 1,3 bis 1,5 Millionen Euro, die eine Saison in seiner eigenen GP2 verschlingt, als utopisch an: "Eine Kartsaison kostet heute mehr. Er müsste schon Rasenmähermotoren einsetzen, aber wäre das die Vorstufe zur Formel 1?"

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