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  • 27.03.2015 · 16:30

  • von Dieter Rencken & Dominik Sharaf

Ecclestone "begeistert" von Red Bull als Formel-1-Eigner

Der Zampano glaubt dennoch nicht an eine Übernahme der CVC-Anteile durch den Brauseriesen und sieht sich als Alleinherrscher: "Als ob Sinatra abtreten würde"

(Motorsport-Total.com) - Seit Jahren kursieren im Paddock Gerüchte über einen zukünftigen Mehrheitseigner der Formel 1. Neben diversen Unternehmen und Privatleuten fällt bei der Frage nach einem Nachfolger für den Finanzinvestor CVC Capital Partners immer wieder der Name Red Bull. "Ich wäre begeistert", meint Bernie Ecclestone, schüttelt auf ein Interesse angesprochen aber den Kopf. Der Zampano schießt hinterher: "Und auch CVC wäre es." Denn das Unternehmen will allen voran eines: Geld verdienen.

Bernie Ecclestone

Bernie Ecclestone macht sich konkrete Gedanken über die Zukunft der Formel 1 Zoom

Ecclestone erklärt, wieso die CVC-Herrschaft trotz üppiger Gewinne eine auf Zeit ist: "Es ist ihr Geschäft, Firmen zu kaufen und zu verkaufen. Wenn jemand ein gutes Angebot macht, würden sie verkaufen, da bin ich mir sicher. Das müssen sie." Der 84-Jährige weiß, dass nicht nur CVC, sondern auch er selbst eines Tages nicht mehr an der Spitze der Formel 1 stehen wird. Wer seinen Job übernimmt, kann er sich nicht vorstellen. "Abwarten, bis ich gefeuert werde oder sterbe", raunzt Ecclestone.

Eine Übergangslösung mit einem Adjutanten an seiner Seite kommt nicht infrage. In seiner gewohnt bescheidenen Art vergleicht Ecclestone: "Ich bin sicher kein guter Lehrer. Es ist, als würde Frank Sinatra abtreten und es bräuchte jemanden, der mit ihm zusammen singt." Der Brite rechnet jedoch damit, dass ein Nachfolger einen anderen Führungsstil hätte respektive die Verantwortung auf viele Schultern verteilt werden würde.


Fotos: Großer Preis von Malaysia


Er vermisst die Teamchefs vom alten Schlag, von denen nur Frank Williams und McLaren-Patron Ron Dennis übrig geblieben sind: "Die meisten Bosse waren nicht dabei, als wir die Formel 1 aufgebaut haben - mit nur einem Motor, einem Cosworth. Aber es hat funktioniert", sagt Ecclestone, für den trotz eines Milliardenvermögens Geld nie die Triebfeder war: "Die Leute glauben, ich sei ausreichend entlohnt worden, aber mein Salär liegt wahrscheinlich unter dem der meisten Teamchefs. Ich tue, was ich tue, weil ich es mag."

Die Leser von 'Motorsport-Total.com' wünschen sich einen Österreicher an der Spitze der Formel 1: Gerhard Berger. In einer Umfrage nach dem besten Chef für die 2015er Saison der Königsklasse entfallen 38,82 Prozent der 5.945 abgegebenen Stimmen auf den Ex-Piloten, der bereits als Monoposto-Beauftragter des Automobil-Weltverbandes FIA fungierte. Für den früheren Ferrari-Präsidenten Luca di Montezemolo entschieden sich 14,11 Prozent. Erst danach folgt Ecclestone (12,28 Prozent), knapp vor Niki Lauda (12,23 Prozent) und Flavio Briatore (10,41 Prozent).

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