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Endgültige Absage: Vettel und Co. trauern um Deutschland-GP

Viele Piloten sind enttäuscht und verwundert darüber, dass es 2015 keinen Großen Preis von Deutschland geben wird - Sebastian Vettel hofft auf schnelles Comeback

(Motorsport-Total.com) - Lange Zeit wurde darüber spekuliert, mittlerweile ist es amtlich: 2015 wird kein Formel-1-Rennen in Deutschland stattfinden. Weder Hockenheim noch der Nürburgring können den Grand Prix in diesem Jahr stemmen. Das stimmt nicht nur die deutschen Fans traurig, auch Sebastian Vettel und Co. sind nach der endgültigen Absage enttäuscht. Der viermalige Weltmeister freut sich allerdings, dass immerhin ein Traditionsrennen weiterhin zum Rennkalender gehört.

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel hofft, dass der Große Preis von Deutschland schnell zurückkehrt Zoom

"In diesem Fall 'adoptiere' ich Monza", erklärt der neue Ferrari-Pilot im Hinblick auf einen alternativen Heim-Grand-Prix und erklärt: "Das wird für mich in diesem Jahr eine ganz besondere Erfahrung sein, dort mit einem roten Auto zu fahren." Das Aus des Rennens in Deutschland findet Vettel aber trotzdem "natürlich sehr schade." Der Heppenheimer erklärt: "Ich glaube, es gehört in den Kalender."

"Gefühlt war es schon immer dabei und jedes Jahr als feste Station eingeplant. Dass es jetzt wegfällt, ist sehr schade. Gerade als deutscher Fahrer ist es schön, wenn man einen Heim-Grand-Prix genießen kann." Besonders bitter: Bis zum Jahr 2006 standen sogar noch zwei Rennen in Deutschland im Kalender. Hockenheim richtete den Großen Preis von Deutschland aus, der Nürburgring den Großen Preis von Europa.

Anschließend wechselten sich die beiden bei der Austragung ab, da das Europa-Rennen ab 2008 nach Valencia ging. Nun ist kein einziger WM-Lauf in Deutschland mehr übrig. "Ich bin enttäuscht. Ein Heim-Grand-Prix macht doch Spaß", erklärt auch Nico Hülkenberg, ergänzt jedoch: "Aber ich hätte nichts unternehmen können, um die Sache zu retten."


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"Wir haben viele deutsche Fahrer im Feld und einen deutschen Hersteller", erinnert Vettel und fügt hinzu: "Es ist wirklich schade, vor allem die Gründe dafür. Ich hoffe, dass der Grand Prix im nächsten Jahr zurückkehrt und dann für lange Zeit bleibt." Zuletzt fand 1960 eine Formel-1-Weltmeisterschaft ohne ein Rennen auf deutschem Boden statt. Eine Tatsache, die auch bei ausländischen Fahrern für Aufsehen sorgt.

"Ich hoffe, dass der Grand Prix im nächsten Jahr zurückkehrt und dann für lange Zeit bleibt." Sebastian Vettel

"Ich war ziemlich überrascht", erklärt beispielsweise Pastor Maldonado und ergänzt: "Aber daran können wir nichts ändern. Die Diskussion war ja nicht neu. Es überrascht mich aber schon, dass es einen Grand Prix mit solch einer Geschichte jetzt nicht mehr gibt. Das ist enttäuschend. Andererseits eröffnen sich damit Möglichkeiten für andere Länder wie zum Beispiel Mexiko."

Ein Trend, der sich bereits seit einigen Jahren abzeichnet. Während in den vergangenen Jahren europäische Strecken wie Imola, Magny-Cours oder zwischenzeitlich auch Spielberg und Spa aus dem Kalender flogen, expandiert die Formel 1 in Richtung Singapur, Indien oder Abu Dhabi. Es bleibt abzuwarten, ob der Große Preis von Deutschland bereits 2016 seinen Weg zurück in den Kalender finden wird.