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Dennis und Haug weiter auf Anti-FIA-Linie

McLaren und Mercedes wollen dem Druck der FIA nicht nachgeben und wehren sich gegen die Änderungen des Reglements

(Motorsport-Total.com) - Nach wie vor gibt es kein fixes Reglement für die nächsten beiden Formel-1-Saisonen, immerhin zeichnen sich aber die groben Umrisse ab - 2,4-Liter-V8-Motoren, die zwei Rennwochenenden überstehen müssen, sind langfristig ein Eckpfeiler davon. McLaren und Mercedes steigen aber weiterhin gegen einige der vorgeschlagenen Änderungen auf die Barrikaden.

Ron Dennis und Norbert Haug

Ron Dennis und Norbert Haug am Kommandostand in Shanghai

Dabei ist man sich grundsätzlich mit der FIA einig: "Wir sind dafür, Geld zu sparen und den Sport besser zu machen", erklärte Mercedes-Sportchef Norbert Haug in Shanghai. Es sei aber falsch, die Debatte ausschließlich auf die Motorenfrage zu reduzieren, "denn am Ende des Tages wissen wir alle, dass die Reifen hauptverantwortlich für die gestiegenen Geschwindigkeiten sind. Man muss sich überlegen, wodurch die Autos schneller geworden sind."#w1#

Weiterhin Skepsis gegenüber Mosleys Vorschlägen

Die Debatte um das technische Reglement, die sich ursprünglich nur um eine vernünftige Kostensenkung drehte, ist inzwischen ja zusätzlich angeheizt worden, weil FIA-Präsident Max Mosley - inspiriert von den schweren Unfällen der letzten Monate - die Geschwindigkeiten aus Sicherheitsgründen unbedingt senken will. Doch während sich Mosley sicher ist, dass seine Vorschläge die Formel 1 sicherer und gleichzeitig kostengünstiger machen würden, gibt es auch Gegenstimmen.

Am lautesten protestierte zuletzt McLaren-Boss Ron Dennis, der - genau wie BMW - der Meinung ist, "dass V8-Motoren die Kosten sicher nicht senken. Die Entwicklungskosten für einen V8-Motor bedeuten, dass es definitiv keine Einsparungen geben würde. Das Concorde Agreement besagt, dass motorenseitig bis 2007 Stabilität herrscht. Wenn wir jetzt die Regeln trotzdem ändern, wer garantiert dann, dass sie nicht noch einmal geändert werden?"

Dennis: "Wir sind nicht gegen die FIA"

"Wir sind nicht gegen die FIA", fuhr er fort, "wir äußern nur unsere Ansichten." Aber: "Wo bleibt das Investment der FIA? Wir zahlen dafür, an der Weltmeisterschaft teilnehmen zu dürfen, und wir zahlen viel. Das ist unser Geld. Es ist einfach, ein Rennteam zu führen, denn man gibt das Geld, das man hat, so sinnvoll wie möglich aus." Mehr Rennen seien auch keine Lösung: "Glaubt irgendjemand, dass wir bei einem Grand Prix Geld verdienen? Je weniger Rennen wir fahren, desto billiger für uns."

Allerdings ist in diesem Zusammenhang zu erwähnen, dass die Teams selbst durch zusätzliche Rennen tatsächlich nichts einnehmen, die Formel-1-Holding 'SLEC' hingegen schon - etwa durch die Vergabe zusätzlicher TV-Rechte. Würde man den Teams mehr Anteile aus dem 'SLEC'-Topf zusichern, wäre es wohl auch kein Problem, die für 2005 anvisierten 19 Rennen durchzubringen - was im Moment daran scheitert, dass die Teams ohne Bonuszahlungen dazu nicht bereit sind.

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