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  • 17.02.2017 · 18:36

  • von Dominik Sharaf

Damon Hill über Liberty Media: "Wie die Regierung Trump"

Der Weltmeister von 1996 räumt dem US-Medienkonzern Anlaufzeit ein, rät ihm aber von einer Budgetobergrenze ab - Vorzugsbehandlung für Ferrari problematisch

(Motorsport-Total.com) - Ex-Formel-1-Weltmeister Damon Hill hat Kritik an dem neuen Formel-1-Mehrheitseigner Liberty Media geübt. Wie der Brite gegenüber der Zeitung 'City A.M.' erklärt, fehle es dem US-Medienkonzern am nötigen Fachwissen, um in der Königsklasse sofort das Zepter in die Hand zu nehmen und durchzugreifen. "Ich glaube, es verhält sich im Moment wie bei der Trump-Regierung. Sie lernen noch", meint Hill. Der Vergleich mit dem US-Präsidenten kann nicht wohlwollend gemeint sein.

Damon Hill

Damon Hill sieht Liberty Media mit einer gewaltigen Aufgabe konfrontiert Zoom

Dennoch nimmt der Brite Liberty auch in Schutz und betont die Komplexität der Königsklasse: "Jeder, der in der Formel 1 etwas bewegen will, muss sie tiefgreifend verstehen. Das braucht Jahre. Sie sind sicher nicht naiv, aber wohl nie über etwas Ähnliches gestolpert - das wird wahrscheinlich niemals jemand getan haben." Das von Neo-Sportchef Ross Brawn artikulierte Ziel einer Budgetobergrenze, um den kleinen Teams finanziell zu helfen, hält Hill für unkontrollierbar und utopisch.

Bei der Verteilung der Einnahmen mit Reformen zu beginnen, schmeckt ihm hingegen. Auch Hill sind leistungsunabhängige Preisgeldgarantien für große Teams ein Dorn im Auge. "Man sollte sich fragen, ob Gleichverteilung herrscht oder ob da etwas einem Wettbewerb auf Augenhöhe schadet", mokiert er sich. "Ferrari hat mehr Gewicht als andere und wird anscheinend bevorzugt behandelt."

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