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China soll eigenes Formel-1-Team bekommen

Heute eröffnete Ferrari in Shanghai einen Showroom, unterdessen plant man in China einen eigenen Formel-1-Rennstall

(Motorsport-Total.com) - In China rüstet man sich derzeit auf das bevorstehende Formel-1-Debüt am 26. September in Shanghai. Quasi als Generalprobe sieht man die am Sonntag stattfindende Eröffnungsveranstaltung an. Die letzte Asphaltschicht wurde vor wenigen Tagen gelegt, demnächst soll der Kurs von den FIA-Inspektoren abgenommen werden.

Shanghai International Circuit

Eine beeindruckende Anlage: Der 'Shanghai International Circuit'

Stolz hissen die Chinesen in der Stadt Flaggen, auf denen die Eröffnungsveranstaltung beworben wird, für die Ferrari ein Formel-1-Auto samt Testfahrer Luca Badoer und Gerhard Berger, mehrere Ferrari- und Maserati-Modelle sowie Ferrari-Rennleiter Jean Todt entsendet hat. "6. Juni 2004 - Der erste Schritt zur Formel 1", ist auf den roten Fahnen zu lesen.#w1#

Am Samstag eröffnete Ferrari in Shanghai einen weiteren Showroom feierlich mit einer Parade von rund 70 Ferrari und Maserati, die aus China, Hongkong, Singapur, Japan, Malaysia und anderen asiatischen Ländern angereist waren. "Ich bin besonders stolz, dass ich zusammen mit unseren Partnern den ersten Showroom eröffnen darf", erklärte Ferrari-Rennleiter Jean Todt, der gemeinsam mit dem Maserati-Chef Martin Leach, dem italienischen Botschafter sowie weiteren Gästen das Band durchschnitt.

Für die Ferrari-Maserati-Gruppe sei dies "eine sehr wichtige Veranstaltung", wie der Franzose betonte und verwies auf die Entwicklung des chinesischen Marktes und "den zusätzlichen Möglichkeiten, die sich in den kommenden Jahren auftun werden." Seit 1993 hat man in China 150 Ferrari und Maserati verkauft. Weitere Showrooms und Servicestationen wird es bald auch in Nanjing, Dalian, Hangzhou, Chendu, Chongqing, Wuhan, Guangzhou und Shenzen geben.

Vorgestellt wurde einen Tag vor der Eröffnung der Rennstrecke von Shanghai vor 800 Gästen der Ferrari 612 Scaglietti. Noch nie ist ein Ferrari-Modell mit so viel Tamtam präsentiert worden. Das Auto, dessen Design aus der Feder von Pinnifarina stammt, verfügt über einen V12-Motor und erreicht einen Top-Speed von 320 km/h. Der Sprint auf 100 Stundenkilometer ist in weniger als 4,2 Sekunden erledigt.

Unterdessen plant man in China ein eigenes Formel-1-Team. Als Sponsor hat man angeblich einen Reifenhersteller aus Singapur gefunden, drei Nachwuchstalente üben derzeit unter anderem in ausländischen Rennserien. "Eines Tages werden wir eigene Rennfahrer und ein eigenes Team haben", so Yu Zhifei, Vize-Chef des Rennkurses von Shanghai. Rund zehn Millionen Euro sollen in den kommenden drei Jahren in den Aufbau des Teams fließen. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone fehlt zum Glück bekanntlich noch ein dunkelhäutiger, ein weiblicher und ein chinesischer Formel-1-Fahrer...

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