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Boullier glaubt, dass er Allison halten kann

Lotus-Teamchef Eric Boullier ist davon überzeugt, dass der begehrte Technikchef James Allison bei seinem Team bleibt und verspricht ihm 2013 ein größeres Budget

(Motorsport-Total.com) - Im Vorfeld der diesjährigen Autopräsentationen brodelte es in der Gerüchteküche: Holt der frischgebackene Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff McLaren-Technikchef Paddy Lowe zu Mercedes und ersetzt dieser dort Teamchef Ross Brawn? Stopft McLaren das entstehende Loch, indem man Lotus-Technikchef James Allison nach Woking lotst?

James Allison

Geht er oder bleibt er? James Allison kann es sich derzeit aussuchen Zoom

Die zumindest im Moment gültige Antwort gab es gestern Abend bei der Präsentation des E21, als James Allison in Lotus-Klamotten zugegen war. Und geht es nach Teamchef Eric Boullier, dann wird der Sohn eines langjährigen Kampffliegerpiloten auch für das restliche Jahr in seinem Team die Technikabteilung leiten.

"Es liegt an ihm", sagt der Franzose gegenüber 'Autosport', "aber nach meinem Verständnis wird er 2013 auf jeden Fall bei uns sein." Dennoch ist ihm bewusst, dass Allison derzeit eine der heißesten Aktien am Markt ist - neben McLaren soll auch Ferrari an ihm Interesse gezeigt haben, der Mercedes-Aufsichtsratsvorsitzende Niki Lauda soll regelmäßig per Telefon um die Dienste des Briten werben.

"Er hat einen Managementstil, den vielleicht ein paar andere Teams kopieren wollen, und er hat offensichtlich viel zu unserem Team beigetragen", wird Allison von Boullier gelobt. "Er genießt großes Vertrauen bei vielen Leuten. Der erste davon bin ich, denn ich habe aktiv daran gearbeitet, dass seine Position in diesem Team abgesichert ist."


Fotos: Präsentation des Lotus E21


Doch was sind Allisons Stärken? Was macht ihn so interessant für die Konkurrenz? "Er ist ein guter Kommuniikator, ein guter Koordinator, er hat gute technische Fähigkeiten und Visionen", zählt Boullier auf. "Er ist sehr wichtig für unser Unternehmen." Bleibt die Frage, ob Allison seine Visionen bei Lotus umsetzten wird können, schließlich ist die finanzielle Lage auch in Enstone unberechenbar.

Doch für Boullier steht außer Frage, dass das für die Entwicklung des Autos festgelegte Budget ausreicht, um die Top-3-Teams herauszufordern: "Ich sehe keinen Grund, warum das nicht der Fall sein sollte. Die festgelegten Budgets für dieses Jahr sind in Hinblick auf die technische Abteilung größer als im Vorjahr." Allison muss sich also laut seinem Teamchef keine Sorgen machen, "solange das Auto gut ist".

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