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BMW Sauber F1 Team mit speziellem Kanada-Paket
Nick Heidfeld und Robert Kubica sollen auf der schnellen Strecke von Montreal von einem speziellen Aerodynamik-Paket profitieren und damit Punkte abräumen
(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 schnürt das zweite von fünf Doppelpacks der Saison 2007: Am 10. Juni startet das BMW Sauber F1 Team auf dem pittoresken 'Circuit Gilles Villeneuve' in Montréal und nur eine Woche später auf dem berühmten Speedway in Indianapolis.

© BMW
Robert Kubica und Nick Heidfeld wollen auch in Montreal ordentlich punkten
Das BMW Sauber F1 Team reist nach eigener Aussage "voller Zuversicht" zum Großen Preis von Kanada. Auf der anspruchsvollen und schnellen Strecke wollen Nick Heidfeld und Robert Kubica erneut Punkte sammeln, um den dritten WM-Rang der Mannschaft weiter abzusichern. Bisher punktete das Team in seiner erst zweiten Saison in jedem Rennen.#w1#
"Wie wohl die meisten Fahrer reise ich sehr gern nach Montréal", so Heidfeld. "Die Rennstrecke liegt einmalig schön auf der Insel im Sankt-Lorenz-Strom, das ist eine unverwechselbare Atmosphäre. Und auch der 'Circuit Gilles Villeneuve' selbst hat einen speziellen Charakter. Er ist eine Hochgeschwindigkeitsstrecke mit langen Geraden, aber auch engen Schikanen und ein paar langsamen Kurven."
"Anfangs hat der Asphalt immer sehr wenig Grip. Wenn er erstmal richtig griffig ist und das Auto optimal funktioniert, fährt man in der zweiten Schikane heftig über die Randsteine. Zudem hat sie ein Gefälle, und am Ausgang kommt man einer Mauer verdammt nah."
"Abgesehen von der Rennstrecke mag ich auch die Stadt Montréal sehr. Die Stimmung ist immer super dort. Die Leute feiern und freuen sich über den Grand Prix. Meistens bin ich ein paar Tage früher in Montréal und habe Zeit, dort einkaufen zu gehen. Außerdem besuche ich gern ein paar Galerien in der Altstadt. Zuhause haben wir ein paar Bilder hängen, die Patricia und ich dort gekauft haben."
"Ich freue mich sehr auf Montréal", stimmt Kubica seinem Teamkollegen zu. "Dieser Kurs ist eine meiner Lieblingsstrecken im Formel-1-Kalender. Der Einsatz bedeutet, erstmals wieder mit weniger Abtrieb zu fahren. Im vergangenen Jahr war ich dort am Freitag ziemlich gut. Diese Leistung will ich wiederholen und denke, dass unser Auto in dieser Downforce-Konfiguration sehr gut sein wird."
"An der Strecke gefällt mir, dass sie ein Straßenkurs ist. Anfangs gibt es sehr wenig Grip, aber das bessert sich im Laufe des Wochenendes. Ich bin gespannt, wie ich mit den Bridgestone-Reifen im Vergleich zu den Michelin- Pneus aus dem Vorjahr klarkomme und wie ich meine Fahrweise anpassen muss."
"Ich werde sehen, wie groß der Einfluss des Wechsels auf die Einheitsreifen für mich ist. In Montréal war mein letztjähriger Fahrstil ein großer Vorteil. Jetzt habe ich meinen Stil verändert und werde sehen, wie es dort damit klappt."
"Die beiden Rennen in Nordamerika sind nicht nur für uns als Team die nächste Herausforderung, weitere WM-Punkte zu holen", so BMW Motorsport Direktor Mario Theissen. "Sie haben auch für die BMW Group besonderes Gewicht. Die USA waren 2006 mit einem Absatz von rund 314.000 Pkw der Marken BMW und MINI der wichtigste Einzelmarkt für die BMW Group. Kanada ist nach den USA der zweitgrößte Markt in Amerika. Entsprechend groß ist dort die BMW Fangemeinde. Diesen Zuspruch spüren wir auch im Team."
"Im vergangenen Jahr sind wir als WM-Fünfte über den Atlantik gereist. 2007 kommen wir als drittbestes Team. 2006 haben wir nur zwei Punkte beim Doppelpack in Nordamerika einfahren können. Diese Bilanz wollen wir natürlich verbessern und nach dem guten Resultat in Monaco so viele Zähler wie möglich holen, um unsere Position weiter zu festigen."
"Die Atmosphäre des 'Circuit Gilles Villeneuve' auf der Insel im Sankt-Lorenz-Strom mit dem Fahrerlager am ehemaligen Olympia-Ruderbecken ist einfach bestechend. Mit dem bunten Treiben in der Stadt und einer Rennstrecke am Wasser gibt es sicher atmosphärische Parallelen zum Monaco-Grand-Prix."
"Aber die Streckenanforderungen könnten kaum unterschiedlicher sein. Der Kurs in Montréal stellt aerodynamisch völlig andere Ansprüche und verlangt vor allem den Bremsen, aber auch den Motoren alles ab. In unseren Autos verbleiben turnusgemäß die Motoren, mit denen wir in Monaco gefahren sind. Als Ersatzfahrer wird uns Sebastian Vettel auf die Amerika-Tour begleiten."
"Die Kombination aus langen Geraden und Schikanen macht Montréal zu einer so genannten 'Medium Downforce'-Strecke", erklärt Willy Rampf, Technischer Direktor des Teams. "Wir haben dafür ein spezielles Aerodynamik-Paket entwickelt. Vor allem auf der langen Gerade vor der letzten Schikane haben die Fahrer die Möglichkeit zu überholen, wenn die Höchstgeschwindigkeit dies zulässt."
"Montréal ist die Strecke, welche die Bremsen höher belastet als jede andere im Kalender. Dementsprechend verwendet man die größten Bremskühlungen und entsprechend standfeste Spezifikationen bei den Scheiben und Belägen."
"Die Strecke bestraft die kleinsten Fahrfehler, da die Leitplanken größtenteils sehr nah sind und es nur wenige Auslaufzonen gibt. Wir waren im vergangenen Jahr in Kanada sehr wettbewerbsfähig, und ich bin durchaus zuversichtlich, dass wir auch in diesem Jahr ein starkes Resultat erreichen können."

