powered by Motorsport.com

Blundell: Die Formel 1 ist langweilig

Ex-Formel-1-Fahrer Mark Blundell findet die moderne Formel 1 langweilig und prophezeit Räikkönen ein schwieriges Jahr

(Motorsport-Total.com) - Nach dem Wechsel von Kimi Räikkönen zu McLaren-Mercedes wird der Finne in diesem Jahr viel höherem Druck ausgesetzt sein als im vergangenen Jahr in seiner Debütsaison. Auch wenn der Mann aus dem finnischen Espoo im vergangenen Jahr im Sauber-Petronas-Team starke Leistungen brachte, wird es dieses Jahr für ihn um einiges schwieriger werden, den hohen Erwartungen gerecht zu werden. Schließlich tritt er im Team von Ron Dennis die Nachfolge von Mika Häkkinen an, der zweimal Weltmeister war.

Mark Blundell

Mark Blundell nahm zwischen 1991 und 1995 an 61 Formel-1-Rennen teil

Auch Ex-Formel-1-Rennfahrer Mark Blundell befürchtet, dass der 22-jährige Finne ein schwieriges Jahr vor sich hat. "Kimi machte großartige Arbeit bei Sauber", erklärte der 61-fache Grand-Prix-Teilnehmer auf der 'Autosport International Show' in Birmingham. "Er widerstand dem Druck mit großer Reife, aber jetzt steht er bei McLaren im Rampenlicht. Er wird viel am Hals haben und die Erwartungen werden sehr viel höher sein."

Schon im vergangenen Jahr hat Jenson Button bei Benetton-Renault gezeigt, wie schwierig es ist, nach einer erfolgreichen Debütsaison den hohen Erwartungen gerecht zu werden. Der 21-jährige Brite, der schon in seinem zweiten Rennen seinen ersten WM-Punkt holte und am Ende seines ersten Jahres in der Königsklasse des Motorsports mit zwölf Punkten WM-Achter wurde, sah im vergangenen Jahr gegenüber seinem Teamkollegen Giancarlo Fisichella schwach aus. In 17 Qualifyings konnte Jenson Button lediglich viermal "Fisico" schlagen und hatte am Saisonende zwei WM-Punkte eingefahren ? der Italiener holte derweil acht Punkte. "Es war letztes Jahr offensichtlich, dass Jenson nicht die Erwartungen erfüllte", fährt der heute 35-jährige Mark Blundell fort. "Jetzt werden alle Augen auf Kimi gerichtet sein, ob er das selbe tut. Wie Jenson hat er nicht die Erfahrung, auf die er zurückgreifen kann."

Wenig begeistert zeigte sich der Brite auch von der gegenwärtigen Situation in der Formel 1, in der mit Startautomatik, Traktionskontrolle usw. die modernste Technik zum Einsatz kommt. Mit dadurch bedingt gab es in den letzten Jahren auch nur wenig Überholmanöver, was mach Meinung des ehemaligen Formel-1-Rennfahrers langweilig ist. "Ich weiß, dass die Formel 1 die Spitze der Technologie ist", erklärt er, "aber es ist auf die Dauer langweilig."

Formel-1-Newsletter

Abonnieren Sie jetzt den kostenlosen täglichen und/oder wöchentlichen Formel-1-Newsletter von Motorsport-Total.com!
Anzeige

Motorsport-Total Business Club