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Berger: Speed "kann ein Guter werden"

Gerhard Berger ist zufrieden mit den Youngsters seiner Scuderia Toro Rosso und sieht vor allem im US-Amerikaner Scott Speed großes Potenzial

(Motorsport-Total.com) - Als verspätet eingestiegener 50-Prozent-Teilhaber der Scuderia Toro Rosso musste Gerhard Berger auf Fahrerseite mit dem Vorlieb nehmen, was Red Bull für die Saison 2006 bereits ausgewählt hatte, doch je länger der ehemalige Formel-1-Pilot mit seinen drei Youngsters zusammenarbeitet, desto mehr zeigt er sich von deren Potenzial überzeugt.

Gerhard Berger

Gerhard Berger ist mit den Leistungen seiner Nachwuchsfahrer recht zufrieden

"Ich bin irrsinnig zufrieden mit den zwei oder drei Jungen, die wir haben. Natürlich besteht bei Jungen immer die Gefahr, dass sie Fehler machen und noch ein bisschen grün sind, verschiedene Sachen nicht ganz richtig einschätzen können, aber bei Scott Speed und Tonio Liuzzi sehen wir genau, dass das Jungs mit sehr viel Potenzial sind", erklärte Berger, der in Australien zum zweiten Mal nach Bahrain als Teameigentümer bei einem Grand Prix ist, gegenüber 'Premiere'.#w1#

Berger traut Speed eine gute Formel-1-Karriere zu

Speziell Speed, den er erst kürzlich als "grün hinter den Ohren" bezeichnet hatte, scheint es ihm einigermaßen angetan zu haben: "Scott fuhr heute Vormittag schon nach seiner zweiten, dritten Runde den Speed, den man von ihm erwarten kann, obwohl er die Strecke nicht kannte. Er ist immer am Limit, lernt sehr schnell, ist ein gutes Talent. Wenn der Bursche noch ein bisschen Erfahrung sammelt, kann er ein Guter werden", streute Berger Rosen.

Sein Wissen als Rennfahrer wird von Liuzzi, Speed und Neel Jani jedoch nur selten in Anspruch genommen: "Junge lassen sich grundsätzlich nicht sehr gerne helfen, wie ich aus meiner eigenen Zeit weiß, aber man kann natürlich zuhören, die Arbeit beobachten und Tipps bei der Abstimmung geben. Man kann auch die eine oder andere Strecke erklären. Man sieht Fehler und kann sagen, wie man sie abstellen könnte - und ob diese Ratschläge dann angenommen werden, das bleibt ihnen selbst überlassen", so der 46-Jährige.

In den Top 10 wird die Luft schon fast zu dünn...

"Natürlich wollen wir uns noch weiter verbessern, aber da vorne wird die Luft schon ziemlich dünn." Gerhard Berger

Mit der bisherigen Leistung seines Teams zeigte er sich ebenfalls zufrieden: "Die ersten beiden Rennen waren nicht schlecht; wir standen immer so um den elften oder zwölften Platz herum. Natürlich wollen wir uns noch weiter verbessern, aber da vorne wird die Luft schon ziemlich dünn. Das Problem ist, dass die Standfestigkeit bei allen so gut ist, dass kaum Autos vor uns stehen bleiben, und dann ist es für uns schwierig, uns weiter nach vorne zu orientieren", gab Berger zu Protokoll.

"Theoretisch sollten wir von der Standfestigkeit her einen Vorteil haben, aber wir haben ja schon bei den ersten Rennen gesehen, dass die V8 erstaunlicherweise sehr standfest waren. Dazu kommt natürlich auch, dass sie zum Teil schon so fortgeschritten sind, dass die Hersteller die Motoren wechseln und im Rennen trotzdem rasch nach vorne kommen. Der V10 ist gegenüber dem V8 im Nachteil. Trotzdem: Wir sind zufrieden, wie wir eingestuft sind, denn wir haben eine faire Chance. Bei manchen Rennen wird es besser gehen, bei manchen weniger gut", fügte er abschießend an.