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Barrichello hadert mit Hondas Traktionskontrolle

Nicht nur die Umstellung auf die Michelin-Reifen und ein anderes Bremsverhalten des Autos bereitet Barrichello Probleme, sondern auch die Traktionskontrolle

(Motorsport-Total.com) - Rubens Barrichello hat noch ein ganzes Stückchen Arbeit vor sich, bis er sich an seinen neuen Arbeitgeber Honda gewöhnt hat, dies wird auch an diesem Wochenende wieder ganz deutlich. An den ersten beiden Rennwochenenden der Saison stand der Brasilianer im Schatten von Teamkollege Jenson Button, der das Team natürlich wesentlich besser kennt als "Rubinho", der zuvor sechs Jahre an der Seite von Michael Schumacher bei Ferrari fuhr.

Rubens Barrichello

Rubens Barrichello kommt mit dem RA106 noch nicht optimal zurecht

Trotz der Tatsache, dass Barrichello auch heute wieder knapp eine Sekunde langsamer war als der Brite, nimmt ihn das Team in den Schutz. Selbst Laien dürfte klar sein, dass der 33-Jährige unter normalen Umständen niemals so deutlich unterlegen sein würde.#w1#

Vielmehr sind als Ursache Probleme mit der Umstellung auf das andere Verhalten der Michelin-Reifen und der Traktionskontrolle, die bei Honda anders arbeitet als bei Ferrari, auszumachen. Im Team ist man zuversichtlich, dass der ehemalige Vize-Weltmeister nach einer zusätzlichen Eingewöhnungszeit nicht mehr im Schatten von Button stehen wird.

Nachdem Barrichello extra einen zusätzlichen Test eingelegt hat, fühlte er sich an diesem Freitag schon wohler als in den beiden Rennen zuvor. Während er mit der Balance des Autos mittlerweile ganz zufrieden ist, stimmen ihn die Bremsen noch nicht glücklich, wie er gegenüber 'autosport.com' erklärt: "Sie blockieren mir hinten etwas zu viel, das Setup des Autos mag ich aber schon. Ich bin ein Spätbremser und ich kann mit diesem Auto nicht spät bremsen, sobald ich versuche, später zu bremsen, habe ich ein paar Probleme."

"Im Moment muss ich noch etwas nachdenken, bevor ich tatsächlich fahre, und das kostet mich Zeit." Rubens Barrichello

Das Team arbeitet unterdessen unter Hochdruck daran, den Boliden an Barrichellos Fahrstil etwas anzupassen, der derzeit natürlich voll auf die Wünsche von Button optimiert ist. Hierfür benötigt das Team noch einige Zeit, weswegen Barrichello derzeit nicht frei auffahren kann: "Im Moment muss ich noch etwas nachdenken, bevor ich tatsächlich fahre, und das kostet mich Zeit."

Was für Barrichello besonders bitter ist: Bei den Testfahrten hatten sich die Probleme noch nicht allzu sehr bemerkbar gemacht, erst an den Rennwochenenden realisierte man, dass Barrichello nicht konkurrenzfähig genug ist. Wenn es dann noch wenig Haftung gibt, wie zum Beispiel in Malaysia, wirken sich die Probleme noch deutlicher aus:

"Und dann hatte ich noch ein kleines Problem mit der Traktionskontrolle, denn Jenson scheint sehr gut darin zu sein, das Gaspedal zu kontrollieren", verrät Barrichello. "Ich habe mich sechs Jahre lang auf die Traktionskontrolle verlassen und nun kontrolliere ich das Gas wieder. Die Haftungslevel in Barcelona waren um Welten höher als bei den ersten paar Rennen, das zu kontrollieren ist also eine harte Angelegenheit."

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