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Andreas Seidl: 2023er-McLaren wird "keine totale Revolution"

Obwohl McLaren "mehr als eine Sekunde" hinter der Spitze liegt, betont Teamchef Andreas Seidl, dass man für 2023 nicht alle Konzepte über den Haufen werfen werde

(Motorsport-Total.com) - McLaren erlebte in diesem Jahr einen schwierigen Start in die neue Formel-1-Ära. Beim Auftakt in Bahrain kam man nicht über die Plätze 14 und 15 hinaus. Inzwischen hat sich das Team allerdings gefangen und liegt sechs Rennen vor Schluss auf P5 in der WM.

Lando Norris

Lando Norris fuhr in diesem Jahr (nur) einmal auf das Podium Zoom

Trotzdem ist der Rückstand auf die Spitze weiterhin groß und McLaren steht rein an den Zahlen gemessen schlechter als vor einem Jahr da. Damals holte man noch fünf Podestplätze, darunter einen Sieg, und beendete die Saison auf P4.

2022 hat man lediglich ein Podium auf dem Konto und ist in der WM hinter Alpine gerutscht. Für Teamchef Andreas Seidl ist das allerdings kein Grund, jetzt alles über den Haufen zu werfen und für 2023 ein komplett neues Auto zu bauen.

Vielmehr werde der neue McLaren "eine Mischung" aus aktuellen und neuen Konzepten sein. "Weil die technischen Regeln ziemlich gleich bleiben, wird es natürlich keine totale Revolution sein", sagt Seidl im Hinblick auf das 2023er-Auto.


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Gleichzeitig sei aber auch klar, dass man "große Schritte bei der Weiterentwicklung" machen wolle, denn: "Die Teams vorne sind mehr als eine Sekunde schneller", gesteht Seidl. Und mittelfristig möchte McLaren wieder um Siege und Titel mitkämpfen.

"Wir haben ein klares Bild davon, welche Bereiche wir angehen wollen, und mit welchen Bereichen an unserem Auto wir zufrieden sind", erklärt Seidl, der auch nicht glaubt, dass 2023 alle Teams versuchen werden, den Red Bull nachzubauen.

"Man kann sehen, dass Autos mit ganz verschiedenen Konzepten fast die gleiche Rundenzeit fahren", betont Seidl. Es sei "komplex", ein Formel-1-Auto zu bauen, und McLaren wolle daher auch 2023 weiterhin seinen eigenen Weg gehen.

Ob dieser das Team in den kommenden Jahren wieder an die Spitze führt, das wird erst die Zukunft zeigen.