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  • 11.03.2016 · 11:31

  • von Roman Wittemeier

Alternativmotor: Zahlt Bernie Ecclestone die Entwicklung?

Bernie Ecclestone und sein Plan für die Einführung eines kostengünstigen Alternativmotors: "Könnten uns mit einem Hersteller zusammentun"

(Motorsport-Total.com) - In den Gremien der Formel 1 wird immer noch über die künftigen Regeln diskutiert. Nach den Sitzungen von Strategiegruppe, Formel-1-Kommission und FIA-Motorsport-Weltrat gibt es eine verlängerte Frist zur Ausarbeitung der Regularien für die Saison 2017. Bis zum 30. April sollen die neuen Vorgaben in den Bereichen Aerodynamik und Mechanik formuliert und verabschiedet werden. Zum gleichen Zeitpunkt soll ebenso ein Fahrplan zu kostengünstigeren Antrieben festgelegt werden.

Renault Antrieb Power Unit Motor V6

Die aktuellen Formel-1-Antriebe (im Bild von Renault) sind für Privatteams zu teuer Zoom

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hatte auf die Forderung der privaten Teams nach reduzierten Preisen für die teuren Hybridantriebe mit einem besonderen Plan reagiert. Der Brite stellt sich die Einführung eines Alternativmotors mit weniger Hybridtechnologie, aber gleicher Gesamtleistung vor. Die Idee kam zu keinem Zeitpunkt flächendeckend gut an, aber dennoch ist das Thema noch nicht endgültig vom Tisch - auch wenn die aktuellen Hersteller der Formel 1 eine Kostensenkung in Aussicht gestellt haben.

"Ich habe vorgeschlagen, dass wir uns mit einem Hersteller zusammentun, um einen Antrieb zu entwickeln, der ähnlich viel Leistung hat wie die aktuellen Aggregate", so Ecclestone auf 'Sky Sports News'. "Wir würden einen entsprechenden Vertrag schließen - zu welchen Kosten auch immer -, und diese Antriebe dann für sieben Millionen Pfund an die Teams geben. Im Moment zahlen sie 26 oder 28 Millionen dafür. Es wäre also eine große Hilfe für die Privatteams. Ich hoffe, dass es passieren wird."

Ecclestone und FIA-Präsident Jean Todt wurde für die Entwicklung neuer Ideen und deren Umsetzung vom Automobil-Weltverband eine Art Freifahrtschein erteilt. Die beiden könnten gemeinsam das Regelwerk derart verändern, sodass der Alternativantrieb ab 2018 zur Verfügung stünde. Unter anderem hatte der Hersteller AER Interesse bekundet. Die Briten beliefern derzeit die LMP1-Teams Rebellion und ByKolles in der WEC sowie Mazda (LMP2) in der nordamerikanischen IMSA mit Motoren.

"Ich habe gewisse Vorbehalte, wenn es darum geht, wie sich ein solches Szenario auf unseren Sport auswirken würde", sagt Otmar Szafnauer, Betriebsleiter bei Force India. "Wir können bezüglich der Antriebe nicht zweigleisig fahren, auch wenn die Kosten dann geringer wären. In den alten V8-Tagen haben wir acht Millionen Euro für die Motoren bezahlt, heute ist es doppelt so viel. Wir sollten eher versuchen, die derzeitigen Antriebe günstiger zu gestalten. Das muss gehen, auch ohne zwei parallele Antriebsreglements."

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