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Alpine baut Formel-1-Team weiter um: Ex-Mercedes-Mann wird befördert

Pat Fry wird innerhalb des Alpine-Teams zum CTO befördert, Matt Harman sein Nachfolger als Technischer Direktor - Teamchefposten weiterhin nicht besetzt

(Motorsport-Total.com) - Die Umstrukturierung beim Formel-1-Team von Alpine geht weiter. Nachdem zuletzt bereits De-Facto-Teamchef Marcin Budkowski und der prominente Berater Alain Prost den Rennstall aus dem Renault-Konzern verlassen haben, wurden jetzt weitere personelle Veränderungen in der Chassisabteilung in Enstone offiziell bekannt gegeben.

Matt Harman

Matt Harman hat bis 2018 für das Erfolgsteam Mercedes gearbeitet Zoom

Pat Fry, ein Urgestein des Formel-1-Engineering mit Vergangenheit bei McLaren und Ferrari, wird demnach vom Technischen Direktor zum CTO (Chief Technical Officer) befördert. Seine bisherige Position als Technischer Direktor übernimmt Matt Harman (bisher Engineering Director).

Alpine-CEO Laurent Rossi, der seit Budkowskis Abgang nicht nur die Automarke, sondern auch das Formel-1-Team interimistisch leitet, betrachtet die jüngste Umstrukturierung als "beträchtliche Stärkung" der Technikabteilung im britischen Enstone.

"Pat ist einer der erfahrensten Ingenieure in der Formel 1, während Matts Antrieb und Fachwissen entscheidend dafür sein werden, das Potenzial unserer Rennautos maximal auszuschöpfen", sagt Rossi - und betont dabei Harmans "einzigartigen Erfahrungsschatz", wenn es darum geht, Chassis- und Motorenentwicklung miteinander zu verknüpfen.

Harman war von 2011 bis 2018 leitender Ingenieur für das Design von Antriebsstrang und Kraftübertragung im Mercedes-Team (für das er insgesamt 18 Jahre gearbeitet hat) und soll dabei helfen, die Integration des in Frankreich entwickelten und gebauten Renault-Antriebs ins Chassis zu verbessern.

Pat Fry

Pat Fry, lange Jahre bei McLaren, gilt als Urgestein in der Formel 1 Zoom

Seine Aufgabe wird sein, die technische Entwicklung des Autos federführend zu leiten. Fry rückt dafür in eine übergeordnete Position, soll die technischen Entwicklungsziele festlegen, die richtige Verteilung der Ressourcen innerhalb des Teams sicherstellen und jene technischen Entscheidungen treffen, die eher langfristig-strategischer Natur sind.

Alpine hat sich seit der Rossi-Übernahme als CEO das Ziel gesteckt, innerhalb von 100 Rennen zwar nicht zwangsläufig Weltmeister werden zu müssen, aber zumindest dazu in der Lage zu sein, um den WM-Titel zu kämpfen. Das wäre demnach spätestens am Ende der aktuellen Regelperiode im Jahr 2025 der Fall.

Um dieses Ziel nach drei fünften WM-Plätzen hintereinander zu erreichen, scheut Rossi nicht vor drastischen Umbauten im Team zurück, wie die vergangenen Wochen gezeigt haben. Fünfte Plätze seien "nicht das, was wir wollen", meinte er bereits Ende 2021 in einem Interview mit 'Motorsport-Total.com'.


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"Ich will ganz klar, dass das Team am Ende der nächsten Regelperiode um Podestplätze und Siege fährt", so der Alpine-Chef. "Um das zu schaffen, müssen wir das Team ein bisschen verändern. Bevor wir unser aktuelles Plateau erreicht haben, hat sich das Team von P9 auf P5 verbessert."

Aber jetzt brauche es "den nächsten Schritt. Wir müssen eins der Topteams werden und dürfen nicht 'Best of the Rest' bleiben. Dafür bedarf es Veränderungen", stellt Rossi klar.

Was Alpine übrigens noch fehlt, ist ein Teamchef. Mit dieser Position wird seit Monaten Otmar Szafnauer (zuletzt Aston Martin) in Verbindung gebracht.

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