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Alonso sieht Licht am Ende des Tunnels

Fernando Alonso hofft, dass nicht ein einzelner Fahrer den Saisonbeginn dominiert, glaubt aber, dass Ferrari besser aufgestellt ist als von vielen befürchtet

(Motorsport-Total.com) - Auch wenn es selbst für geschulte Experten schier unmöglich ist, die bisher gesehenen Testfahrten seriös einzuschätzen, sind sich in einem Punkt fast alle einig: Ferrari ist mit dem F2012 im Moment nicht so gut aufgestellt wie die direkte Konkurrenz von Red Bull oder McLaren. Doch das Kräfteverhältnis kann sich schnell ändern, wie die Formel 1 in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt hat.

Fernando Alonso

Fernando Alonso hofft, dass nicht ein Seriensieger in der WM enteilt

Darauf hofft auch Fernando Alonso: "Wir entwickeln das neue Auto immer weiter", so der Spanier heute am Rande einer Ferrari-PR-Veranstaltung in Jarama. "Möglicherweise machen wir nur kleine Schritte nach vorne, aber die kommen wenigstens konstant. In Barcelona war der F2012 schon besser als in Jerez, diese Woche wird er noch einmal besser sein - und für Melbourne gelingt uns hoffentlich noch ein Schritt."

Ferrari hatte damit schon zum zweiten Mal hintereinander einen holprigen Start in den Winter, denn auch 2011 fuhr man der Konkurrenz zunächst hinterher. Damals waren "Übersetzungsfehler" zwischen Windkanal und Rennstrecke das Hauptproblem. Später kostete die technische Orientierungslosigkeit Chefkonstrukteur Aldo Costa den Job. Costa arbeitet inzwischen für Mercedes, sein Nachfolger ist Ex-McLaren-Mann Pat Fry.

Alonso gibt sich optimistisch: "Es ist noch viel zu tun, aber Stand heute sehe ich keinen Grund, warum wir für das erste Rennen nicht bereit sein sollten. Es stimmt, dass wir nur noch vier Testtage haben und den Freitag in Melbourne optimal nutzen müssen, um die Entwicklung voranzutreiben, aber das Auto ist einigermaßen komplex und braucht Zeit, wie das schon an den ersten acht Testtagen der Fall war", erklärt er.

"Um zu sagen, wo wir im Vergleich zur Konkurrenz stehen, ist es definitiv noch zu früh", fährt er fort. "Red Bull ist sehr stark, aber das ist keine Überraschung. Hilfreich wäre für uns ein guter Saisonstart, denn das nimmt immer Druck vom Team. Wenn wir aber zunächst nicht konkurrenzfähig genug sein sollten, um Rennen zu gewinnen, dann ist wichtig, dass zumindest nicht ein anderer alle Rennen gewinnt."

Denn auch 2011 war das Kräfteverhältnis hinter Sebastian Vettel recht ausgeglichen, aber der Deutsche enteilte in der Fahrerwertung. "Der Leistungsunterschied zwischen uns und Red Bull 2011 war gar nicht so anders als 2010 und im Jahr davor, aber trotzdem kamen wir da beim letzten Rennen an und hatten noch die Chance, Weltmeister zu werden. Vergangenes Jahr waren wir aber nie richtig im WM-Kampf drin", erinnert sich Alonso.