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Allison: Sebastian Vettel vollbringt "Wunder" im Ferrari-Cockpit

Technikchef James Allison ist von Sebastian Vettels Leistung in seiner ersten Ferrari-Saison absolut begeistert - Er zieht einen Vergleich zu Michael Schumacher

(Motorsport-Total.com) - Ferrari lebt wieder. Nachdem das Team in der Saison 2014 erstmals seit 1993 ohne einen einzigen Sieg geblieben war, feierte die Scuderia in der abgelaufenen Saison immerhin drei Siege - alle eingefahren durch Neuling Sebastian Vettel. Technikchef James Allison lobt den viermaligen Weltmeister daher in den höchsten Tönen und verrät, dass der Deutsche in diesem Jahr schier übermenschliches geleistet habe. Der SF15-T sei nämlich eigentlich gar kein siegfähiges Auto gewesen.

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel und James Allison jubelten in Budapest zusammen auf dem Podium Zoom

"Wir haben nicht so ein gutes Auto wie Mercedes, das ist offensichtlich. Trotzdem haben wir drei Rennen gewonnen. Alle drei hat Sebastian gewonnen", sagt Allison im Gespräch mit der 'BBC' und erklärt: "Der Grund, warum er diese drei Rennen gewonnen hat und so oft auf dem Podium stand, ist der, dass wir von ihm regelrechte Wunder erwarten, um das Auto in eine konkurrenzfähige Position zu bringen."

"Das Auto ist noch nicht gut genug, um ein Siegerauto zu sein", weiß Allison und erklärt daher: "Diese Wunder liefert er Runde für Runde, Rennen für Rennen und Wochenende für Wochenende ab." Vettel siegte in diesem Jahr in Malaysia, Ungarn und Singapur und schaffte es in 13 der 19 Saisonrennen auf das Podium. Die Weltmeisterschaft beendete er hinter den Mercedes-Piloten als "Best of the Rest" auf Rang drei.

"Ganz selten, ein- oder zweimal im ganzen Jahr in tausenden von Runden, sieht man dann, dass er doch keine Maschine ist, sondern ein Mensch. Das zeigt, wie bemerkenswert die Leistungen in all den anderen Rennen sind", lobt Allison. Fehler unterliefen Ex-Champion Vettel in der abgelaufenen Saison unter anderem in den Rennen in Bahrain und Mexiko.


Fotostrecke: High- & Lowlights aller Fahrer 2015

Außerdem lobt der 47-Jährige den Charakter des Deutschen. Schnelle Piloten seien häufig schwierig, doch das sei bei Vettel nicht der Fall. "Sebastian ist einer der ungewöhnlichen Charaktere, die ehrlich und einfach sind. Es wäre falsch zu sagen, dass er kein Ego hat, aber er hat sein Ego unter Kontrolle, um ein Teil der Gruppe und des Teams zu sein", verrät Allison.

"Sebastian ist einer der ungewöhnlichen Charaktere, die ehrlich und einfach sind." James Allison

Dieses Verhalten stärke die ganze Gruppe enorm - und erinnere ihn an einen anderen Deutschen. "Ich habe mit zwei Leuten gearbeitet, die wirklich verstehen, welchen Wert es hat, Teil eines Teams zu sein. Einer war Michael und der andere ist Sebastian. Damit will ich die anderen nicht schlechtmachen, aber es ist eine besondere Stärke von Sebastian und es war auch eine besondere Stärke von Michael", so Allison.

Der heutige Ferrari-Technikchef, der seit 1990 in der Formel 1 aktiv ist, arbeitete viele Jahre mit Schumacher zusammen. Zunächst bei Benetton, später dann auch bei Ferrari. Vettel ersetzte in diesem Jahr Fernando Alonso bei der Scuderia, nachdem er zuvor in sechs Jahren bei Red Bull viermal die Weltmeisterschaft gewinnen konnte. Ferrari wartet seit 2007 auf einen weiteren Titel in der Fahrer-WM.

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