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Adrian Newey: Red Bull dank Renault bald auf Mercedes-Level

Von wegen Antriebsschwäche: Red Bull hat sich in der Formel 1 2016 zur zweiten Kraft hinter Mercedes gemausert - Renault-Antrieb bald auf gleichem Niveau?

(Motorsport-Total.com) - Wollte zu Beginn der Saison noch Ferrari um den WM-Titel in der Formel 1 2016 kämpfen und Dominator Mercedes unter Druck setzen, haben sich die Roten mittlerweile von sämtlichen Titelträumen verabschieden und zuletzt in immer mehr Rennen den Bullen Platz machen müssen. Mit 198 Punkten sind sie in der WM-Tabelle nicht mehr weit von Ferrari (204) entfernt. Und auch wenn Mercedes mit 335 Zählern schon enteilt zu sein scheint, nimmt Red Bull nun die Silberpfeile ins Visier.

Adrian Newey

Adrian Newey sieht Red Bull dank Renault als ernstzunehmenden Mercedes-Rivalen Zoom

Einen Vorgeschmack darauf gab es beim Großen Preis von Großbritannien. Denn in Silverstone entpuppte sich Red Bull als einziger ernstzunehmender Verfolger von Mercedes. Verstappen lieferte sich auf nasser Fahrbahn sogar das Duell des Tages mit Nico Rosberg und ging - wenn auch nur zwischenzeitlich - am Deutschen vorbei. Er beendete das Rennen als Dritter, erbte aber durch die Rosberg-Strafe einen weiteren Platz. Daniel Ricciardo wurde Vierter. Damit untermauerte Red Bull seine starke Formkurve.

Technikdirektor und Stardesigner Adrian Newey glaubt indes, dass sein Team mit weiteren Motor-Updates bald auf dem Level von Mercedes sein könnte. Der Brite zeigt sich beeindruckt von den Fortschritten, die Motorenlieferant Renault zuletzt gemacht hat: "Sie haben die Probleme verstanden und über den Winter wirklich gute Fortschritte gemacht", lobt er und hebt das Upgrade von Monaco hervor. "Wenn sie so weitermachen, können wir die Lücke zu Mercedes in puncto Antriebseinheit schließen."


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In Monaco hatte Renault aufgerüstet und Red Bull ein Update zur Verfügung gestellt, das etwa 35 PS mehr bringen sollte. Vor allem am Zündmechanismus war gearbeitet worden. Dabei orientierte man sich am Vorreiter Mercedes - mit Erfolg. Daniel Ricciardo wurde auf dem Stadtkurs von Monte-Carlo Zweiter, nur ein Strategiefehler verhagelte ihm den Sieg. "Monaco war frustrierend, weil wir das selbst vermasselt haben", gibt Newey zu. "Aber wieder vorn mitzufahren, ist toll."

Das habe man nicht nur der harten Arbeit bei Red Bull, sondern auch bei Renault zu verdanken, betont der Technikchef weiter. Nach den Querelen, die im Spätsommer 2015 zum Bruch mit dem Motorenlieferanten geführt hatten, den der Rennstall für das schwache Abschneiden in der vergangenen Saison verantwortlich machte, scheint man nun wieder ein Herz und eine Seele zu sein. Newey erinnert sich: "Es war eine harte Zeit, denn wir entwickelten uns rückwärts statt vorwärts."


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Nun aber stimme die Richtung wieder. Und das schlägt sich in den Zahlen wieder. So fuhr Red Bull beim Großen Preis von Spanien 2016 seinen ersten Sieg seit über 18 Monaten ein - und das beim ersten Rennen des Formel-1-Youngsters Verstappen im RB12. Der Niederländer, der von der Degradierung Daniil Kwjats profitierte und zu Red Bull aufstieg, stand seitdem noch zweimal auf dem Podium. Auf dem Hungaroring, der den Bullen seit jeher entgegenkommt, gelten er und Ricciardo sogar als Mitfavoriten auf den Sieg.

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