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2015: Kein Veto gegen Motorenausnahme für Caterham

Weil Caterham finanziell angeschlagen ist, könnte das Team 2015 - sofern noch am Start - mit 2014er-Motoren ausrücken - Die Konkurrenz hätte nichts dagegen

(Motorsport-Total.com) - Im Zusammenhang mit den enormen Kosten, die das aktuelle Motorenreglement für die Formel-1-Teams nach sich zieht, brachte Christian Horner vor wenigen Tagen den Vorschlag, zu den bewährten - eigentlich zum Ende der vergangenen Saison eingestampften - V8-Motoren zurückzukehren. Dabei liegt es auf der Hand, dass der Red-Bull-Teamchef mit diesem Gedanken gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen wollte: Zum einen die Kosten zu senken, zum anderen der gegenwärtigen Mercedes-Überlegenheit einen Riegel vorzuschieben.

Caterham

Fährt Caterham auch 2015 mit, könnte im Heck ein 2014er-Motor stecken Zoom

Den von Horner gewünschten Wechsel von den aktuellen 1,6-Liter-V6-Turbomotoren zurück auf die 2,4-Liter-V8-Saugmotoren wird es wohl nicht geben. Für die finanziell am schlechtesten dastehenden Teams könnte sich aber eine andere Möglichkeit auftun: Auch in der Saison 2015 mit Motoren der 2014er-Spezifikation anzutreten. Das heißt, die per Reglement erlaubten 48 Prozent Veränderung am Antriebsstrang würden für einzelne Teams im Sinne der Kosten unter Umständen wegfallen.

Bei Caterham gibt es dieses Gedankenspiel bereits. Die großen Teams hätten nichts dagegen, wenn die "Grünen" im Sinne eines Formel-1-Verbleibs am aktuellen Renault-Triebwerk festhalten würden. "Wir hätten überhaupt kein Problem damit, wenn Caterham oder ein anderes Team weiterhin 2014er-Antriebbstränge einsetzt, wenn dadurch Kosten gespart werden können", versichert Red-Bull-Teamchef Horner, schiebt aber hinterher: "Das würde eine Änderung des Reglements voraussetzen."

Force-India-Betriebsdirektor Otmar Szafnauer würde "dieses Vorhaben unterstützen" und auch Ferrari-Teamchef Marco Mattiacci hätte "damit kein Problem". Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff führt an: "Dazu müssten wir uns das Reglement ansehen. Wenn es tatsächlich Kosten spart, dann müssen wir einen Weg finden, dies durchzusetzen." Die stellvertretende Williams-Teamchefin Claire Williams nickt zustimmend.

Zuletzt gab es den Fall, das ein Team mit anders gearteten Motoren als der Rest des Feldes antrat, in der Saison 2006. Während der Großteil der Teams den Wechsel vom 3-Liter-V10 auf den 2,4-Liter-V8 vollzog, setzte Toro Rosso in der ersten Saison nach Übernahme des Minardi-Teams auf einen gedrosselten 3-Liter-V10 von Cosworth.

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