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DTM-Pilot Olsen verlässt trotz Manthey-Bemühungen Porsche: Ford als Ziel?

Manthey-EMA-Pilot Dennis Olsen trennt sich nach acht Jahren von Porsche: Warum er gegen Olaf Mantheys Willen Abschied nimmt und wie die Zukunft aussehen könnte

(Motorsport-Total.com) - Obwohl Manthey EMA Dennis Olsen auch nächstes Jahr als Teamkollege von DTM-Champion Thomas Preining im Team halten wollte, verlässt der Norweger nun Porsche. Das wurde vor einer Woche bei der Night of Champions in Weissach verkündet und hat Olsen nun auch bestätigt. "Es wird sicher seltsam sein, Porsche nach acht Jahren zu verlassen", so der 27-Jährige im Gespräch mit Motorsport-Total.com.

Titel-Bild zur News: Dennis Olsen

Neues Ziel: Dennis Olsen trennt sich nach acht Jahren von Porsche Zoom

"Mein aktueller Vertrag ist jetzt ausgelaufen. Wir hatten Gespräche - und ich war auch in Kontakt mit anderen Herstellern. Im Grunde hatte ich eine andere Option, die für die aktuelle Zukunft besser passt. Wir sind mit Porsche zum Punkt gekommen, dass sie bei diesem Angebot nicht mitgehen können." Daher habe er sich selbst zum Abschied entschlossen - und Porsche verliert nach Engelhart den nächsten Piloten.

Wo genau es Olsen hinzieht, bleibt vorerst ein Geheimnis. Wie Motorsport-Total.com aber aus gut informierten Kreisen erfahren hat, könnte das Ziel Ford sein. Der US-amerikanische Hersteller steigt mit dem Mustang in den GT3-Sport ein. Hinter dem Projekt steht Multimatic - und Ex-Porsche-Sportchef Pascal Zurlinden, der Olsen gut kennt.

Olsen zu Ford? "Kann nichts bestätigen oder dementieren"

Darauf angesprochen hält sich Olsen bedeckt. "Ich weiß es nicht", antwortet er - und deutet an, dass er aktuell noch nichts über seine Zukunft verraten darf. "Ich bin da noch ein bisschen eingeschränkt. Es wäre schön, es gleich zu sagen, aber das kann ich leider in der aktuellen Situation noch nicht tun. Ich kann nichts bestätigen oder dementieren." Eine Verkündung soll aber noch diesen Monat stattfinden.

Ein Wechsel zu Ford würde bedeuten, dass Olsen im Fahrerkader eine Führungsrolle einnehmen könnte, allerdings zumindest vorerst nach zwei Jahren nicht mehr in der DTM an den Start gehen würde. "Die DTM ist eine tolle Serie, und ich würde gerne wieder mit dabei sein. Wir werden sehen, was diesbezüglich möglich sein wird. Ich habe es jedenfalls sehr genossen, da zu fahren", gibt Olsen keinen Hinweis auf seine Zukunft.

Manthey zu Olsen: "Du bleibst bei mir!"

Fakt ist aber, dass sich vor allem Manthey-Gründer und Berater Olaf Manthey für einen Verbleib Olsens, der 2022 bei SSR Performance ein DTM-Rennen gewann und 2023 auf Platz sieben in der Meisterschaft landete, stark gemacht hatte. Die Rennlegende meinte noch beim Saisonfinale in Hockenheim im Oktober, man wolle mit dem Porsche-Vertragsfahrer auch 2024 antreten.

Grund dafür war auch das gute, konstruktive Verhältnis zwischen Olsen und Preining. "Die sind eigentlich Kumpels", meinte Manthey damals.

Dennis Olsen

Dennis Olsen saß 2023 im "Greeno" von Manthey-EMA - 2024 im Ford Mustang? Zoom

Auch Olsen bestätigt Mantheys Bemühungen um ihn. "Olaf hat mir eine klare Botschaft gegeben: 'Du bleibst bei mir!', erzählt Olsen. "Es ist ein großes Vergnügen, dass sie happy mit mir sind. Es ist eines der besten Teams, die es gibt." Es sei nun "hart, traurig und emotional, dort wegzugehen. Das hat auch eine große Rolle gespielt. Aber manchmal muss man die Gelegenheit beim Schopf packen."

Olsen will bei Porsche "keine Brücken abbrechen"

Dass der Wechsel auch damit zu tun habe, dass Porsche aktuell einige GT3-Teams verliert und weniger Fahrerplätze zur Verfügung habe als in der Vergangenheit, hat laut Olsen nichts mit seinem Abschied zu tun. Stattdessen habe er ein Angebot bekommen, das er nicht ablehnen konnte.


Fotostrecke: DTM-Starterfeld 2024: Diese Teams sind die Kandidaten

Olsen, der sich 2015 bei einer Porsche-Sichtung durchsetzte und als größte Erfolge den Titel 2017 im Porsche-Carrera-Cup Deutschland, den Titel 2019 in der Intercontinental GT-Challenge und seinen DTM-Sieg 2022 in Spa-Francorchamps vorzuweisen hat, schließt aber eine Rückkehr zu Porsche in der Zukunft nicht aus.

"Für mich war es sehr wichtig, keine Brücken abzubrechen", stellt er klar. "Ich habe eine sehr gute Beziehung zu Porsche und es war großartig, so viele Jahre zusammenzuarbeiten. Ich habe das wirklich genossen. Und ganz ehrlich: Bei der Night of Champions war es für mich sehr emotional, all die Leute wiederzusehen. Das ist etwas anderes, als wenn man am Telefon ist oder E-Mails schreibt."

Seine Ziele für die Zukunft? "Ich habe große Ziele, will die vier großen Rennen gewinnen", verweist er auf die 24-Stunden-Klassiker in Le Mans, auf dem Nürburgring, in Spa-Francorchamps und in Daytona. "Das wäre schön. Auch der Titel in der DTM steht auf dieser Liste. Die Ziele orientieren sich aber auch an den Programmen, die man fährt."

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