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  • 15.02.2019 · 21:23

  • von Stefan Wagner

SUV-Pläne von Bugatti: Präsident erteilt deutliche Absage

Bugatti Präsident Stephan Winkelmann sagt, man werde nicht auf den SUV-Zug aufspringen und erklärt auch klar, warum das so ist.

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Es gibt nur noch sehr wenige Autohersteller, die der Versuchung, ein SUV ins eigene Modellprogramm aufzunehmen, erfolgreich widerstehen. Um ehrlich zu sein, wäre uns außer McLaren und vielleicht ... ähm ... Caterham wirklich keiner eingefallen. Nun aber berichten uns auch die tapferen Recken von Bugatti, dass ein SUV für sie nicht infrage kommt. Das Ganze in Person des Chefs persönlich.

In einer Art Jahresrückblick, den man auf der offiziellen Bugatti-Seite veröffentlicht hat, beschreibt Präsident Stephan Winkelmann, was man 2018 erreicht hat und ganz grob auch, was es von Bugatti im Jahr 2019 (dem Jahr des 110-jährigen Firmen-Bestehens wohlgemerkt) zu erwarten gibt. Am Ende des Artikels erwähnt der ehemalige Lamborghini- und Audi-Boss dann noch kurz das Thema SUVs. 

Obwohl die Spekulationen Überhand nehmen und die Zeit dafür reif zu sein scheint, "wird es kein SUV von Bugatti geben", sagt Stephan Winkelmann. Er ergänzt, dass "ein SUV der Marke und ihrer Geschichte nicht gerecht werden kann.?

Kein Bugatti-SUV also, das scheint ziemlich klar zu sein. Es heißt aber nicht zwangsläufig, dass die Molsheimer Hypercar-Luxus-Marke künftig kein viertüriges Modell auf den Markt bringen wird. Winkelmann hat nämlich relativ deutlich darauf angespielt, dass es neben dem Chiron durchaus Raum für ein zweites Modell gibt. Eine Serienversion der mächtigen Studie 16C Galibier wäre eine Möglichkeit. Da selbige bereits 10 Jahre alt ist, wäre eine Modernisierung aber wohl dringend angebracht. Es gab immer wieder Gerüchte, dass der fünftürige Mega-Shootingbrake als "Royale" (eine Verbeugung vor dem Type 41) auf den Markt kommen soll, aber passiert ist es nie.

Man kann also nur weiter spekulieren, ob es einen praktischeren Bugatti geben wird. Allerdings scheint es auch ohne ganz gut zu laufen. Winkelmann verkündete, dass man im abgelaufenen Jahr 76 Chirons gefertigt hat und das die Produktion des 1.500-PS-Hypercars bis 2021 ausgebucht ist. 

2018 führte man ebenfalls den etwas leichteren Chiron Sport und den extremen Divo ein. Bei letzterem waren die 40 Exemplare schon vor dem Produktionsstart vergriffen. Trotz eines Stückpreises von fünf Millionen Euro. Laut einem Bericht des Automobile Magazin vom September 2018 könnten bereits weitere Derivate in der Mache sein. Spekuliert wird über eine gewichtsreduzierte Superleggera-Version, einen Roadster und eine Hardcore-Variante namens SS.

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