• 27.01.2023 14:37

  • von Stefan Leichsenring

Polestar 2 bekommt Facelift, Heckantrieb und mehr Reichweite

Der Polestar 2 bekommt neben einer neuen Optik bessere Elektromotoren und Batterien - Die Allradler haben vorne künftig eine Asynchronmaschine

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Der Polestar 2 bekommt im Modelljahr 2024 neue Elektromotoren für mehr Leistung, die einmotorigen Varianten werden von Front- auf Heckantrieb umgestellt und die Reichweite steigt auf bis zu 635 Kilometer nach WLTP-Norm.

Titel-Bild zur News:

Polestar 2 (2023) Zoom

Damit erhält nun auch der technisch verwandte Polestar 2 die kürzlich beim Volvo XC40 und C40 eingetretenen Änderungen. Das umfangreiche Update beinhaltet auch eine neue Optik an der Front. Dabei wurde offenbar vor allem der Grill geschlossen. Der entsprechende Bereich wird nun als SmartZone bezeichnet und beherbergt wie beim Polestar 3 die Frontkamera und den Radar.

Vor allem aber werden alle Polestar-2-Varianten mit neuen Elektromotoren und Wechselrichtern ausgestattet, was mehr Drehmoment und Effizienz bringt. Wie bisher gibt es vier Versionen:

Standard Range Single Motor
Antrieb: RWD mit 200 kW
Drehmoment: 490 Nm
0-100 km/h: 6,4 Sek.
Batterie: 69 kWh
WLTP-Reichweite: bis zu 518 km
Max. DC-Ladeleistung: 135 kW
Preis: ca. 50.000 Euro

Long Range Single Motor
Antrieb: RWD mit 220 kW
Drehmoment: 490 Nm
0-100 km/h: 6,2 Sek.
Batterie: 82 kWh
WLTP-Reichweite: bis zu 635 km
Max. DC-Ladeleistung: 205 kW
Preis: keine Angabe

Long Range Dual Motor
Antrieb: RWD mit 740 kW
Drehmoment: 490 Nm
0-100 km/h: 4,5 Sek.
Batterie: 82 kWh
WLTP-Reichweite: bis zu 592 km
Max. DC-Ladeleistung: 205 kW
Preis: keine Angabe

Long Range Dual Motor mit Performance Pack
Antrieb: AWD mit 350 kW
Drehmoment: 740 Nm
0-100 km/h: 4,2 Sek.
Batterie: 82 kWh
WLTP-Reichweite: bis zu 592 km
Max. DC-Ladeleistung: 205 kW
Preis: keine Angabe

Die einmotorigen Varianten haben wie erwähnt nun Hinterradantrieb (RWD). Sie erhalten einen neu entwickelten Permanentmagnetmotor. Die Systemleistung steigt von bisher 170 auf künftig 200 beziehungsweise 220 kW, und das Drehmoment beträgt nun 490 statt 330 Newtonmeter. Damit verkürzt sich der Tempo-100-Sprint um 1,2 Sekunden auf 6,2 Sekunden. Außerdem spendiert Polestar einen Siliciumcarbid-Wechselrichter für mehr Effizienz - der neue Stromverbrauch wurde jedoch noch nicht bekannt gegeben.


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Die zweimotorigen Versionen hatten bislang 300 kW oder 350 kW (mit Performance Pack). Die Leistung der ersten Variante steigt nun auf 310 kW, die Leistung des Topmodells bleibt unverändert. Beim Drehmoment gibt es eine Steigerung von 660 beziehungsweise 680 Nm auf nun einheitlich 740 Nm. Auch die Sprintleistungen haben sich verbessert.

Der neue Heckmotor (vermutlich wie bisher eine Permanentmagnet-Maschine, PSM) ist nun die primäre Antriebsquelle; an der Vorderachse kommt nun ein Asynchronmotor zum Einsatz. So kann der vordere Elektromotor einfach stromlos geschaltet werden, wenn er nicht gebraucht wird, was bei der PSM nicht möglich war. Das spart Strom.

Alle Polestar-2-Versionen erhalten zudem Batterien mit einer verbesserten Chemie. Die Standard-Range-Variante erhält einen Akku von LG mit 69 kWh und 24 Modulen - hier steigt die Akkukapazität nicht. Die drei Long-Range-Versionen jedoch bekommen statt dem 78-kWh-Akku künftig eine 82-kWh-Batterie von CATL mit 27 Modulen. Die maximale Ladeleistung mit Gleichstrom (DC) steigt von 130 auf 135 kW bei der kleinen Batterie und von 155 auf 205 kW für die große Batterie.

Auch die Reichweite erhöht sich, und zwar bei allen Versionen. Die Einstiegsvariante liegt nun bei bis zu 518 statt bei statt bei maximal 478 km. Da die Batteriekapazität hier gleich blieb, geht das auf das Konto des neuen Motors und/oder des Wechselrichters. Bei der reichweitenstärksten Polestar-2-Version namens Single Motor Long Range verbessert der Wert von 551 auf 635 km. Damit verdient sich das Auto einen Platz in unserer Top-Ten-Liste der größten Reichweiten; derzeit würde es auf Platz 5 hinter dem Mercedes EQE (bis zu 639 km) und vor dem Tesla Model S (bis zu 634 km) landen. Die Allradversionen schaffen nun bis zu 592 statt 482 km.

Auch die Serienausstattung wurde überarbeitet. Dazu gehören nun auch ein Totwinkelassistent mit Lenkeingriff, ein Querverkehrswarner mit Bremsunterstützung, ein Warnsystem gegen Heck-Kollisionen, ein 360-Grad-Rundumsichtsystem und automatisch abblendende Außenspiegel. Der Polestar 2 des Modelljahres 2024 soll ab Ende Februar bestellbar sein, die Auslieferung beginnt dann im dritten Quartal 2023. Die Preise steigen: Für die neue Version werden im Fall des Einstiegsmodels etwa 50.000 Euro fällig.

Quelle: Polestar (per E-Mail)

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