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Pininfarina H2: Le-Mans-Recyling mit Erfolg

Pininfarina bringt den H2 in Kleinserie auf den Markt: Der ursprünglich für einen Le-Mans-Gaststart vorgesehene Wasserstoff-Renner lernt tatsächlich das Laufen

(Motorsport-Total.com) - Die Automobilhersteller und Zulieferer sind auf der intensiven Suche nach den Antriebskonzepten der Zukunft. Neben der klassischen E-Mobilität setzen einige Werke mittlerweile immer mehr auf die Brenstoffzellen-Technologie. Toyota produzierten die ersten Fahrzeuge mit einem solchen Antrieb in Serie, man arbeitet bei der weiteren Entwicklung eng mit BMW zusammen. Auch bei Mercedes ist die Brennstoffzelle ein zentrales Thema in der Forschung.

Die ersten, wirklich sportlichen Schritte auf dem Weg zur Serienreife machen allerdings die kleineren Unternehmen. Die italienische Edelschmiede Pininfarina hat angekündigt, den H2 Speed in einer limitierten Auflage herauszubringen. Das Fahrzeug hat seine Wurzeln in einer Le-Mans-Idee. Unter dem Titel GreenGT sollte das Auto 2013 aus der 56. Box für innovative Technologien beim 24-Stunden-Rennen in Frankreich ins Renngeschehen eingreifen. Es folgte jedoch eine kurzfristige Absage.

Vor drei Jahren war das Projekt alles andere als serienreif und erheblich unterfinanziert. Dennoch blieb die Entwicklermannschaft aus Frankreich am Ball und absolvierte im Juni 2015 erfolgreiche Testfahrten in Le Castellet. Anschließend nahmen die Italiener von Pininfarina den Ball auf und entwickelten den damaligen GreenGT weiter. Das Fahrzeug erhielt ein verändertes Design, unter der Haube wurde die Zuverlässigkeit und Leistung immer besser.


Vorstellung des Pininfarina H2 Speed

Beim Automobil Salon in Genf stellte man zu Beginn dieses Jahres das fertige Produkt vor. Der Pininfarina H2 Speed entwickelt eine Leistung von satten 503 PS. In 3,4 Sekunden beschleunigt der Sportwagen von Null auf 100 km/h, der Topspeed liegt bei rund 300 km/h - bei null Emission, denn aus dem Abgastrakt kommt nur Wasserdampf. "Der H2 Speed steht perfekt für den Pininfarina-Spirit. Es ist Tradition und eine Zukunftsvision zugleich", sagt Paolo Pininfarina.


Fotos: GreenGT LMP H2 für Le Mans


Der Wasserstofftank des H2 ist innerhalb von nur drei Minuten gefüllt, sodass die darin maximal befindlichen 6,1 Kilogramm Treibstoff (unter 700 bar Druck) für eine zeitgemäße Reichweite von über 400 Kilometern ausreichen - der große Vorteil im Vergleich zum klassischen E-Antrieb, dessen Aufladung deutlich länger dauert. Wie teuer die in limitierter Auflage produzierte Flunder sein soll, ist noch nicht bekannt. "Wir fertigen eine begrenzte Stückzahl für Sammler und Liebhaber einzigartiger Fahrzeuge", so Pininfarina-Geschäftsführer Silvio Pietro Angori.

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