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  • 07.09.2022 · 14:44

  • von Roland Hildebrandt

Neuwagen unter 15.000 Euro in Deutschland (2022)

Neuwagen werden immer teurer: Gibt es überhaupt noch bezahlbare Einstiegsmodelle? Wir stellen das Angebot mit Stand September 2022 vor

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Der durchschnittliche Neuwagenpreis liegt in Deutschland inzwischen bei deutlich über 30.000 Euro. Allerdings verzerrt diese Zahl die Realität, weil hier viele Firmenwagen einfließen. Otto Normalverbraucher muss mehr denn je auf sein Geld um und schaut sich lieber nach Gebrauchten um. Oder er fährt sein Auto immer länger, wie andere Statistiken zeigen.

Autos unter 15.000 Euro Zoom

Gibt es überhaupt noch bezahlbare Neuwagen bis 15.000 Euro? Ja, es gibt sie, aber sie werden immer weniger. Die Gründe dafür sind vielfältig: Kleinstwagen sind bei vielen Marken aus dem Programm entfallen, da sich ihre Entwicklung auch mit Blick auf immer strengere Vorschriften bei Abgas und Assistenzsystemen kaum mehr lohnt.

Die noch angebotenen Stadtflitzer starten deshalb teilweise auch erst bei über 15.000 Euro wie etwa der Renault Twingo, der dann einen Touchscreen und eine Klimaautomatik an Bord hat.

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Auch klassische Kleinwagen werden immer teurer oder mit Blick auf das Kaufverhalten der Kunden kaum noch als nackte Basis angeboten. Beispiele gefällig? VW Polo ab 19.925 Euro, Opel Corsa ab 20.440 Euro, Renault Clio ab 17.800 Euro.

Selbst Dacia ist nicht mehr so extrem günstig wie früher, weil auch dort die Autos aufgrund der gesetzlichen Vorgaben technisch aufgerüstet werden. Dennoch bleiben die Rumänen die Preisbrecher auf dem deutschen Markt und eilen inzwischen bei den Neuzulassungen von Rekord zu Rekord.


Fotostrecke: Neuwagen unter 15.000 Euro in Deutschland (2022)

Was gibt es also mit Stand September 2022 an Neuwagen bis 15.000 Euro? Listenpreis wohlgemerkt aus dem Konfigurator, der sich aktuell schnell ändern kann. Natürlich haben Händler vor Ort desöfteren spezielle Hausangebote. Nicht berücksichtigt wurden Leichtfahrzeuge wie der Opel Rocks-e oder der Microlino.

Fest steht: Lediglich zwölf Modelle beginnen offiziell noch ab Werk bei unter 15.000 Euro. Und natürlich sind unsere Fotos nur Beispiele, denn die Basismodelle sehen meist deutlich schlichter aus.

Dacia Sandero (ab 9.600 Euro)

Wie gehabt verteidigt der Dacia Sandero seine Position als günstigster Neuwagen Deutschlands. Mittlerweile beginnt seine Preisliste aber auch "erst" bei 9.600 Euro. Im Gegenzug gibt es den 67-PS-Basisbenziner in Null-Ausstattung, von den LED-Scheinwerfern einmal abgesehen.

Doch selbst mit Klimaanlage, guter Ausstattung und 90-PS-Turbobenziner bleibt der Sandero immer noch unter 15.000 Euro. Fünf Türen sind Standard wie bei fast allen unserer Kandidaten.

Mitsubishi Space Star (ab 10.380 Euro)

Seit zehn Jahren ist der Mitsubishi Space Star auf dem Markt, diverse Facelifts inklusive. Dadurch ist er zwar nicht extrem modern, aber ausgereift und günstig. Unter der Haube arbeitet immer ein Dreizylinder mit 71 PS Leistung. Los geht es bei 10.380 Euro für die Basis ohne Klima, mit kühlem Kopf sind es 11.680 Euro.

Der "Select+" für 14.680 Euro hat ein 7-Zoll-Infotainment mit Smartphone-Anbindung, 15-Zoll-Alus, Sitzheizung vorn und Rückfahrkamera. Kein Wunder, dass sich der Space Star immer noch pro Jahr in fünfstelligen Mengen verkauft.

Hyundai i10 (ab 11.415 Euro)

Hyundai i10

Hyundai i10 Zoom

Damit hätten wir nicht gerechnet: Der recht moderne Hyundai i10 liegt auf Platz 3 der günstigsten Autos. Ab 11.415 Euro gibt es ihn aber nur "ohne alles" mit 67 PS. Erst für 14.285 Euro ist eine Klimaanlage inklusive.

Kia Picanto (ab 13.690 Euro)

Der Technik-Kumpel des i10 folgt auf dem Fuße: Wir reden vom Kia Picanto, der in der Basis den gleichen Saugbenziner mit 67 PS unter der kurzen Haube hat. Hier beinhaltet die Grundausstattung aber schon eine Klimaanlage, weshalb der Kia erst bei 13.690 Euro startet.

Dacia Spring (13.550 Euro)

Tatsächlich gibt es in Gestalt des Dacia Spring sogar ein Elektroauto unter 15.000 Euro. Allerdings erst nach Abzug der E-Prämie vom regulären Grundpreis von 22.550 Euro. Etwas gemogelt also. Zudem ist der Spring mit 33 kW (45 PS) recht schwach und schlicht in der Anmutung. Immerhin liegt seine Reichweite bei rund 230 Kilometer und eine Klimaanlage ist serienmäßig.

Hyundai i20 (ab 14.410 Euro)

Viel Auto fürs Geld? Beim Raumangebot des Hyundai i20 mag das zutreffen. Aber die Pure-Ausstattung mit 84 PS ist ohne Klimaanlage und eher mager möbliert.

Fiat Panda Cross (ab 14.490 Euro)

Einst war der Fiat Panda ein wahrer Preisknüller, doch diese Zeiten sind vorbei. Auch weil es das seit 2011 existierende Modell hierzulande nur noch in der höherwertigen Cross-Variante mit SUV-Optik, Klimaanlage und 70-PS-Mildhybrid gibt.

Skoda Fabia (ab 14.540 Euro)

Skoda Fabia

Skoda Fabia Zoom

Mit der einfach gehaltenen Easy-Variante des neuen Skoda Fabia will die Marke ehemalige Kunden des schon länger verblichenen Citigo ansprechen. Eine Klimaanlage ist aber nicht serienmäßig, um den Vortrieb kümmert sich ein 1,0-Liter-Saugbenziner mit 65 PS.

Dacia Duster (ab 14.550 Euro)

Das einzige SUV unter 15.000 Euro kommt (natürlich!) aus dem Hause Dacia. Aber es wird knapp: Für 14.550 Euro gibt es nur den nackten Duster "Essentiel" mit 90-PS-Turbobenziner. Klimaanlage? Fehlanzeige.

VW Up (ab 14.555 Euro)

Zwar ist der altgediente VW Up nicht mehr frei konfigurierbar, aber der Konfigurator meldet noch einen Startpreis von 14.555 Euro für den Dreitürer mit 65 PS inklusive Klimaanlage. Ob die Marke VW nach dem Ende des Verbrenner-Up noch Wagen fürs Volk hat, darf diskutiert werden.

Citroën C3 YOU! (14.940 Euro)

Der C1 ist tot, es lebe der C3! Ähnlich wie bei Skoda soll auch bei Citroën ein preisoptimiertes Modell des größeren Wagens die Kundschaft des kleineren Modells befriedigen. Der C3 YOU! hat den 83-PS-Saugbenziner und eine Klimaanlage an Bord.

Mazda 2 (ab 14.990 Euro)

Noch ganz knapp unter der 15.000-Euro-Marke bleibt der Mazda 2. Für 14.990 Euro gibt es den nicht mehr ganz neuen, aber immer noch schicken Kleinwagen mit 75 PS ohne Klimaanlage.

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