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MAN TGX, TGS, TGM und TGL: Neue Lkw-Generation vorgestellt

MAN stellt eine neue LKW-Generation vor: TGX, TGS, TGM und TGL in vielen Varianten decken ein breites Spektrum ab, vom Feuerwehr- bis zum Baustellenlaster

(Motorsport-Total.com/Motor1) - MAN stellt nach 20 Jahren eine neue Lkw-Generation vor. Die vier Baureihen TGX, TGS, TGM und TGL sollen neue Maßstäbe setzen - unter anderem bei Assistenzsystemen, Fahrerorientierung und digitaler Vernetzung. Außerdem verbrauchen die neuen Trucks bis zu acht Prozent weniger Sprit.

Die neue Generation tritt das Erbe legendärer LKWs an wie dem TGA, der im Jahr 2000 präsentiert wurde. Sie muss aber strengen, neueren Anforderungen genügen. So sollen die CO2-Emissionen bis 2025 um 15 Prozent sinken, und bis 2030 um weitere 30 Prozent. Dazu kommt noch der Fahrermangel: In Deutschland fehlen in den kommenden zwei Jahren rund 150.000 qualifizierte Berufskraftfahrer.

Um Engagement und Zufriedenheit der Fahrer zu steigern, setzt MAN auf Anwenderfreundlichkeit, Ergonomie, digitale Vernetzung, ein gutes Raumangebot und hohen Schlafkomfort. Moderne Technik entlastet den Fahrer. Zu den neuen Assistenten gehören eine neu entwickelte Abbiegehilfe, die (vier Jahre vor der gesetzlichen Einführung) dazu beitragen soll, schwere Unfälle im Stadtverkehr zu vermeiden. Die Spurwechselhilfe warnt den Fahrer vor Fahrzeugen auf Nebenfahrbahnen. 

MAN: Neue Lkw-Generation (2020)

MAN: Neue Lkw-Generation (2020) Zoom

Die bereits 2019 vorgestellte Euro-6d-Motorenfamilie entfaltet in den neuen MAN-Lastern ihr volles Effizienzpotenzial. Im Fernverkehr spart die neue Generation gegenüber der Euro-6c-Vorgängerversion bis zu acht Prozent Kraftstoff. Dazu trägt auch die verbesserte Aerodynamik bei. Außerdem unterstützen "digitale Anwendungen" den Fahrer bei einer effizienten Fahrweise.

Umfangreiche Verbesserungen bei den Bauteilen und bei Wartung und Service reduzieren die Laufzeitkosten. Außerdem soll die neue LKW-Generation deutliche Nutzlastvorteile bringen.

Eine wichtige Größe für die Entwickler war auch die Zuverlässigkeit. Dafür führt MAN eine völlig neue Elektronikarchitektur ein. Ein weiterentwickeltes, digitalisiertes Wartungsmanagement soll die Betriebskosten und maximale Verfügbarkeit sicherstellen.

Die Produktpalette bietet außerdem umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten für die Modelle TGX, TGS, TGM oder TGL den exakt zur Transportaufgabe passenden Truck zusammenzustellen. MAN Individual bietet darüber hinaus Möglichkeiten zur Fahrzeugveredelung und kundenindividuellen Sonderanpassungen ab Werk.

MAN: Neue Lkw-Generation (2020)

MAN: Neue Lkw-Generation (2020) Zoom

Jede Transportaufgabe hat ihre individuellen Herausforderungen. Ein Lkw im internationalen Fernverkehr muss sparsam sein, ergonomisch gut bedienbar sein und einen bequemen Schlafraum bieten. Das teilautomatisierte Fahren im Stau ist ebenfalls wichtig.

Im städtischen Verteilerverkehr oder im Kommunaldienst ist ein einfacher Ein- und Ausstieg wichtig. Auch die Abbiegehilfe spielt hier ihren Sicherheitsgewinn voll aus. Hinzu kommt der zur Transportaufgabe passende Fahrzeugaufbau - vom Dreiseitenkipper über den Abrollkipper, den Kühlkoffer oder Abfallsammler bis hin zum Holztransporter.

Nicht zuletzt entscheidet die passende Auslegung des Antriebsstrangs darüber, ob Fahrer und Fahrzeug die Transportaufgabe effizient und auftragsgemäß abwickeln können. Um die jeweils optimale Lösung anzubieten, hat MAN sein neues Produktangebot modular auf die vielfältigen Anforderungen der Transportbereiche und Aufgaben ausgelegt.

MAN: Neue Lkw-Generation (2020)

MAN: Neue Lkw-Generation (2020) Zoom

Auch beim Fahrerhaus setzt MAN auf Vielfalt: Nicht weniger als acht verschiedene Varianten werden angeboten. Den meisten Platz bieten die drei Großraumkabinen, die die Bezeichnungen GX, GM und GN tragen.

GX und GM sind mit 2,44 Meter Außenbreite die perfekte Wahl für den Fernverkehr. Ein Stauraum in der Mitte unter dem Bett, die zwei auch von innen zugängliche Außenstaukästen sowie die Staufächer und Dachablagen über der Frontscheibe bieten hier viel Platz. Die GX-Kabine mit der höchsten Dachvariante bietet 355 Liter Stauraum. Der GX bietet zudem eine Stehhöhe von 2,07 Meter, beim GM sind es immerhin noch 1,87 Meter. Dazu kommt ein bequemes Bett.

Ein Bett bietet auch das GN-Fahrerhaus. Hier ist das Dach allerdings niedriger, sodass die Stehhöhe nur 1,57 Meter beträgt. Die Vorteile des niedrigeren Fahrerhauses zeigen sich zum Beispiel bei nutzlastsensiblen Transporten mit Silos oder Mineralölaufbauten und -aufliegern. Autotransporter nutzen auch den Platz über dem niedrigen Fahrerhaus.

Im Baugewerbe, in der städtischen Verteilerlogistik oder bei Tank- und Silotransporten liegt der Schwerpunkt auf Übersichtlichkeit, geringem Gewicht und teilweise auf leichtem Ein- und Aussteigen. Gezielt dafür entwickelte MAN die neuen, nur 2,24 Meter breiten Fahrerhäuser für die Baureihen TGL, TGM und TGS.

Das neue FM-Fahrerhaus erfüllt mit 2,24 Breite den Wunsch nach geringem Gewicht und Kompaktheit, genügt aber mit seiner identischen Länge und dem Hochdach wie bei dem GM-Fahrerhaus hohen Anforderungen an Wohn- und Schlafkomfort. Dieses punktet beispielsweise im nutzlastintensiven nationalen Fernverkehr. Das FM-Fahrerhaus verfügt auch über von innen zugängliche Außenstaukästen sowie zahlreiche Staufächer.

Das FN-Fahrerhaus empfiehlt sich, wenn man einen guten Wohnkomfort, viel Stauraum und ein bequemes Bett für gelegentliche Übernachtungen braucht, aber kein Hochdach. Das neue NN-Fahrerhaus wird beim neuen TGS wie bisher die meist gewählte Variante sein. Typische Beispiele aus der Baubranche sind Kipper oder Transportmischer. Trotz seiner geringen Länge von 1,88 Meter bietet es genug Platz hinter den Sitzen für Arbeitskleidung und Arbeitswerkzeuge.

Zu den neuen Baureihen TGL und TGM gehört das CC-Fahrerhaus mit 2,24 Meter Außenbreite und 1,62 Meter Außenlänge. Es steht trotz seiner Kompaktheit auf gleich hohem Level bei Ergonomie und Bedienfreundlichkeit. Eine sehr niedrige Einstiegshöhe und weit öffnende Türen erfreuen den Fahrer im Verteiler-, Bau- und Kommunalverkehr.

Die viertürige Doppelkabine als längstes Fahrerhaus (mit der Bezeichnung DN) bietet Platz für zusätzliche Mitfahrer. Sie offeriert eine Vierersitzbank sowie zwei oder drei Sitze vorne. Damit können bis zu sieben Personen und ihre Arbeitsutensilien mitfahren. So eignet sich die Doppelkabine für Handwerksbetriebe, Kommunen und Einsatzkräfte wie THW oder Feuerwehr.

MAN: Neue Lkw-Generation (2020)

MAN: Neue Lkw-Generation (2020) Zoom

Weiterhin im Fernverkehr und im Schwerlasttransport ist der neue TGX unterwegs, zu erkennen an breiten, langen und hohen Fahrerhäusern. Wie bisher kommen hier drei Motorbaureihen zum Einsatz: Als Spitzenmotorisierung der D38 mit bis zu 640 PS, im mittleren Leistungsbereich der D26 von 430 PS bis 510 PS und für leichten Fernverkehr der D15 mit 330 PS bis 400 PS.

Neben klassischen 4x2- und 6x2-Sattelzugmaschinen und Fahrgestellen stehen für den TGX weiterhin die Varianten 6x4 und 8x4 zur Verfügung, wie sie zum Beispiel bei Schwertransporten gefragt sind. Die 4x2-Sattelzugmaschine ist wahlweise mit HydroDrive, dem hydrostatischen Vorderradantrieb von MAN für zusätzliche Traktion auf nicht befestigtem Untergrund bestellbar.

Mit dieser Vielfalt deckt der MAN TGX einen Tonnagebereich von 18 bis 41 zulässigem Gesamtgewicht ab, bei Schwertransportanwendungen sind 250 Tonnen zulässiges Gesamtzuggewicht möglich.

MAN: Neue Lkw-Generation (2020)

Der TGS ist der MAN-Laster für die Baustelle Zoom

Beim neuen TGS liegt wie bisher der Fokus auf schweren Baufahrzeugen, dem Verteilerverkehr sowie den Kommunalanwendungen. Diese Baureihe ist gekennzeichnet von schmalen Kabinen.

Für den Antrieb sorgen die D26- und D15-Motoren, was den Bereich von 330 PS bis 510 PS abdeckt. Neben 4x2 und 6x2 für Sattelzugmaschinen oder Fahrgestelle, werden die Klassiker 6x4, 8x2 und 8x4 für eine viele Branchen angeboten, die Allrad-Spezialisten bekommen die Antriebsvarianten 4x4, 6x6, 8x6 oder 8x8. 

Werden nur gelegentlich Geländefähigkeiten benötigt, lässt sich der HydroDrive mit den zwei-, drei- oder vierachsigen Versionen des TGS kombinieren. Insgesamt reicht das zulässige Gesamtgewicht beim neuen TGS von 18 bis 41 Tonnen.

MAN: Neue Lkw-Generation (2020)

Der TGM für mittelschwere Transportaufgaben Zoom

TGL und TGM stehen auch in der neuen Generation für den leichten und mittleren Tonnagebereich. Zur Wahl stehen vier neue schmale Fahrerhäuser: kurz, lang und auch hoch mit einer Liege sowie die Doppelkabine.

Der neue TGL deckt mit seiner Vierzylinderversion des D08-Motors den Tonnagebereich von 7,5 bis 12 Tonnen ab. Wenn 160 bis 220 PS nicht genügen, kann man den D08-Sechszylinder mit 250 PS bestellen. Diese ist zugleich die Einstiegsversion für den TGM. Diesen bekommt man mit dem D08-Sechszylinder bis 320 PS. Der Tonnagebereich des TGM knüpft direkt an den TGL an und reicht von 12 über 15 und 18 Tonnen bis hin zu 26 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht.

Während der TGL ausschließlich in 4x2-Versionen verfügbar ist, bietet der TGM auch die Achsformeln 6x2, 6x4 und 4x4, was ihn nicht nur für den mittelschweren Überland-Verteilerverkehr und die urbane Logistik sondern auch für viele Anwendungen im Bau, bei Kommunen und Feuerwehren interessant macht.

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