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  • 17.02.2021 · 12:10

  • von Chris Bruce, Übersetzung: Roland Hildebrandt

Chrysler: Was wird aus der US-Marke bei Stellantis?

Chrysler ist nicht tot. Der Chef von Stellantis sagt, er wolle der altehrwürdigen amerikanischen Marke eine Zukunft geben

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Was macht eigentlich Chrysler? Wir in Europa erinnern uns vielleicht noch daran, wie man auf eher peinliche Art und Weise versuchte, per anderem Logo aus Chrysler-Modellen Lancias zu machen. Doch im neuen Stellantis-Konzern, zu der sowohl Chrysler als auch Lancia gehören, scheint man andere Pläne zu haben.

Aktuell ist nicht ganz klar, wie die Zukunft von Chrysler aussieht. Derzeit ist die Marke mit drei (eigentlich zwei) Produkten auf dem US-Markt vertreten: den Vans Pacifica und Voyager sowie der 300 Limousine. Im Jahr 2020 verkaufte man 110.464 Fahrzeuge, ein Rückgang von 13 Prozent gegenüber 2019. Davon entfielen 93.802 Auslieferungen auf den Pacifica - ein Rückgang von 4 Prozent - und 16.653 Auslieferungen auf den 300 - ein Rückgang von 43 Prozent.

Es gibt bereits Anzeichen dafür, dass der 300 kurz vor der Ausmusterung steht. Für das Modelljahr 2021 streicht Chrysler die High-End-Ausstattungen Limited und 300C aus der Limousine. Damit bleiben nur noch die Ausstattungen Touring und S übrig. Wenn die Verkaufszahlen weiter sinken, sollte man nicht erwarten, dass es ihn noch lange geben wird.

Pläne, die Marke Peugeot nach über 30 Jahren wieder in die Vereinigten Staaten zu bringen, sind laut Stellantis-CEO Carlos Tavares vom Tisch. Stattdessen wollen sich die fusionierten Konzerne FCA und PSA auf die Wiederbelebung der Marke Chrysler in Amerika konzentrieren.

In einem Mediengespräch sprach Tavares über den neuen Plan für Peugeot in den USA. "Im Moment denke ich nicht, dass das zu den Dingen gehört, die wir für das nächste Zeitfenster priorisieren wollen", sagte er laut dem US-Fachmagazin Car and Driver. "Ich denke, es ist besser, dass wir das Talent, das Kapital und die technischen Fähigkeiten unseres Unternehmens Stellantis in die bestehenden Marken leiten, um zu verbessern, was verbessert werden muss, und zu beschleunigen, wo wir beschleunigen müssen, weil wir bereits eine sehr starke Präsenz in diesem Markt haben."

Tavares identifizierte Chrysler auch als "eine der drei historischen Säulen von Stellantis", zusammen mit Fiat und Peugeot. Was die amerikanische Marke angeht, "sind wir begierig, und ich bin begierig, dieser Marke eine Zukunft zu geben", sagte Tavares gegenüber Car and Driver.

Zuvor gab es Gerüchte, dass Stellantis die Marke Chrysler abstoßen wolle. Spätere Meldungen widersprachen jedoch den Berichten über den Tod des ehrwürdigen amerikanischen Markenzeichens.

Source: Car and Driver

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