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Bugatti Chiron habille par Hermes: Einzelstück nach Kundenwunsch

Ein Bugatti-Sammler stellt in Molsheim seine persönliche Vision vor: den Chiron habille par Hermes - Ein individuelles Einzelstück des Hypercars

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Wie sehen Ihre Wünsche und Träume eigentlich so aus? Eine schöne Reise machen? Ein neuer Fernseher für die anstehende Fußball-Europameisterschaft? Oder vielleicht ein leckeres Abendessen mit der ganzen Familie - wenn dann die Pandemie zu Ende geht?! So weit so nachvollziehbar. Auch für uns ...

Für jeden Bugatti-Connaisseur sieht die Erfüllung eines Traums scheinbar etwas anders aus. Wenn es nach dem Hersteller aus Molsheim geht, rangiert hier vor allem der Wunsch eines handgefertigten Hypersportwagens für die eigene Garage ganz oben auf der Liste. Für einige Kunden ist das jedoch immer noch nicht genug, denn in so mancher Sammlung gibt es bereits mehrere Bugatti-Modelle zu bewundern. Da hilft nur, einen Schritt weiter zu gehen, indem man die französische Marke bittet, die persönlichen Visionen für eine personalisierte Version des Hypersportwagens umzusetzen.

Der amerikanische Unternehmer und Immobilieninvestor Manny Khoshbin ist so ein Kunde. Für ihn kreierte Bugatti nun den "Chiron habillé par Hermès" und lässt so die Partnerschaft zweier französischer Marken wieder aufleben.

"Ich bin ein absoluter Bugatti-Fan - ich wollte meinen Sohn gern Ettore nennen, aber meine Frau war dagegen. Als ich den Chiron 2015 zum ersten Mal sah, habe ich mir direkt einen der ersten Produktionsslots reserviert. Was die Auslieferung angeht, bin ich wohl eher einer der letzten, aber das lag an mir", erklärt Manny Khoshbin. Der Grund? Die ziemlich extravaganten Wünsche.

Bugatti Chiron habille par Hermes

Bugatti Chiron habille par Hermes Zoom

Für die Gestaltung dieses Wagens wurde also die französische Luxusmarke Hermès mit ins Boot geholt, um den von Manny Khoshbin angestrebten individuellen Look, mit den für Hermès charakteristischen Applikationen von Farben, Stoffen und Veredelungen optimal umzusetzen.

Das Farbschema dieses Unikats ist in dem kreidefarbenen Lederton "Craie" gehalten, der durch die Handtaschen und anderen Luxusartikel des Hauses Hermès berühmt geworden ist. Während die meisten Modelle aus Molsheim aus zwei Hauptfarben bestehen, um einen besseren Kontrast zu erzielen, erstrahlt die Karosserie dieses Chiron komplett in den gleichen kreideweißen Farbtönen.

Im Hufeisen-Grill sitzt das H-Monogramm der Pariser Marke, das "Courbettes"-Motiv befindet sich auf der Unterseite des Heckflügels. Die aufbäumenden Pferde wollte Herr Khoshbin übrigens haben, um die 1.500 PS des W16-Motors irgendwie bildlich wiederzugeben. Manny entschied sich überdies für das optionale Dach mit zwei Glaseinsätzen über Fahrer- und Beifahrersitz.

Die einzigen Teile des Exterieurs in einem anderen Farbton sind die Motorabdeckung und die Bremssättel in "Italian Red" sowie die Einstiegsleisten aus poliertem Aluminium.

Das Design von Hermès wird auch im Interieur des Chiron wieder aufgegriffen. Eigentlich überall. In Form von aufbäumenden Reitern, kreidefarbenem Leder, dazu passenden Farbtönen und, und, und. Was die jahrelange Entwicklungsphase mit E-Mail-Kettenbrief-artigen Abstimmungsrunden am Ende gekostet hat, verrät Bugatti natürlich nicht. Der Sohn von Manny Khoshbin, der das Auto irgendwann erben soll, wird aber bei einem durchschnittlichen Lebensstil schon alleine mit diesem vierrädrigen Erbe ausgesorgt haben.

Dieses Projekt zwischen Hermès und Bugatti ist nicht das erste Mal, das die beiden französischen Luxusmarken miteinander kooperieren. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg hatte Ettore Bugatti Sättel und Leder-Zaumzeug bei Émile-Maurice Hermès bestellt, dem Enkel des Unternehmensgründers Thierry Hermès.

In den 1920er Jahren tauchten die Lederarbeiten der Marke dann auch in den Rennwägen Bugattis auf. Im Jahr 2008 ließ Bugatti diese traditionsreichen Partnerschaft mit dem Bugatti Veyron Fbg par Hermès wieder aufleben.

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