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BMW X3 M und X4 M Competition (2021): Mehr Power, mehr Niere

Das Facelift bringt den Performance-SUVs einige Goodies vom neuen M3/M4. Drehmoment und Fahrleistungen verbessern sich: Ein Modell entfällt

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Irgendwie ein bisschen früh für ein Facelift, oder? BMW X3 M und X4 M kamen ja vor gerade mal zwei Jahren auf den Markt. Aber wenn die normalen Varianten von X3 und X4 mit dem LCI (BMW nennt seine Auffrischungen "Life Cycle Impuls") dran sind, dann kann man die schnelle Truppe ja gleich mit LCIen.

Die markantesten oder - wie bei BMW zuletzt eher üblich - streitbarsten Änderungen gibt es sicher an der Optik (Wow, ist das viel Neongelb für ein SUV), aber dazu kommen wir gleich. Wichtiger für die Dynamik-Fraktion ist nämlich, dass X3 M und X4 M Competition die neueste Ausbaustufe des S58-Motors erhalten, der gerade erst in M3 und M4 Competition Premiere feierte.

Es bleibt bei 510 PS, aber das Drehmoment steigt von 600 auf 650 Nm. Neu ist die geschmiedete Leichtbau-Kurbelwelle aus M3 und M4. Sie ist steifer und leichter als das bisherige Teil, ermöglicht so die Übertragung des höheren Drehmoments und soll dank der reduzierten rotierenden Massen die Drehfreude des Motors begünstigen.

3,8 Sekunden von 0 auf 100

Der dickere Drehmoment-Bizeps macht sich auch in den Fahrleistungen bemerkbar. Von 0-100 km/h geht es jetzt in ziemlich wilden 3,8 Sekunden, drei Zehntel schneller als bisher. Außerdem ist man endlich nicht mehr langsamer als die Konkurrenten Mercedes-AMG GLC 63 S und Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio.

Es steht zu befürchten, dass das für manchen Kunden tatsächlich ein Kaufargument ist. Die Höchstgeschwindigkeit wird übrigens nach wie vor elektronisch bei 250 km/h abgeregelt. Mit dem optionalen M Drivers Pack sind 285 km/h drin.

BMW X4 M Competition

BMW X4 M Competition Zoom

In puncto 8-Gang-Automatik, xDrive-Allrad, Bremse und Fahrwerk ändert sich nichts. Wir hätten ja gehofft, die M-Ingenieure würden ein wenig mehr Erbarmen mit den Plomben und Hintern der Insassen haben, aber es bleibt ganz offensichtlich bei der - wie sagen wir es freundlich? - eher herzhaften Abstimmung. Neu sind dagegen geschmiedete 21-Zöller, die pro Rad zwei Kilo leichter sind als die bisherigen Felgen.

Nun zum neuen Look, der sich in Teilen natürlich am Facelift der herkömmlichen X3s und X4s orientiert. Das betrifft - wie könnte es anders sein - die größere Niere, die 10 Millimeter flacheren Scheinwerfer (optional erstmals auch mit Laserlicht) sowie im Falle des X3 die neuen Rückleuchten.

X4 M setzt sich deutlicher vom X3 M ab

Dazu kommt eine komplett neue Optik für die Front- und Heckschürzen. Vorne gibt es nun ungewohnt lange vertikale Lufteinlässe, die ein wenig an Peugeot erinnern. Zudem sind die Einsätze in den Heckschürzen künftig schwarz lackiert. Der X4 M setzt sich hier deutlicher vom X3 M ab als bisher.

BMW X3 M

BMW X3 M Zoom

BMW sagt, dass die neue Heckschürze des BMW X4 M Competition "eine breite, abgesetzte Einlage in der Form eines Amboss" trägt. Wenn Sie also auf Ambosse stehen (wer tut das nicht?), werden Sie sein neues Heck ziemlich gut finden.

Zu den neuen Farben zählen Carbonschwarz, Brooklyn Grau, Marina Bay Blue und bereits erwähntes Sao Paulo Gelb. BMW verspricht für die beiden Performance-SUVs erstmals auch eine breite Auswahl an BMW Individual Lackierungen wie das matte Fronzen Marina Bay Blue.

Im Interieur werden die Experten unter Ihnen natürlich sofort die neue Mittelkonsole erkannt haben, die ebenfalls vom M3 und M4 in die aufgebockten Geschwister wandert. Sie beinhaltet
neben dem spezifischen M-Gangwahlhebel einen roten Motorstartknopf sowie zwei neue Tasten für direkten Zugriff auf das Set-up von Antrieb und Fahrwerk sowie die verschiedenen M-Modi.

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Außerdem gibt es nun auch Android Auto, Software-Updates over-the-air und die neueste Ausbaustufe des Driving Assistant Professional.

Die modellgepflegten BMW X3 M und X4 M Competition kommen im August 2021 auf den Markt. Die Preise starten bei 97.600 Euro für den X3 und 99.600 Euro für den X4. Und falls Sie sich gefragt haben, was mit dem 480-PS-Basis-Modell passiert ist - das wird es in Deutschland zukünftig nicht mehr geben.

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