• 27.09.2023 17:10

  • von Stefan Wagner

Alfa Romeo laut CEO profitabel, will 2025 Verkaufsrekord

Die italienische Kultmarke strebt nach Profit, nicht zwangsläufig nach Volumen - Bis Mitte des Jahrzehnts sollen die Verkaufszahlen trotzdem stark wachsen

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Was die Verkaufszahlen betrifft, blieben die Hoffnungsträger Giulia und Stelvio sicher weit hinter den eigenen Erwartungen bei Alfa Romeo zurück. Vor allem, wenn man bedenkt, dass FCA seinerzeit gut eine Milliarde Euro in die sogenannte "Giorgio"-Plattform der beiden steckte. Die Plattform ist aus fahrdynamischer Sicht formidabel, aber das reichte offenbar nicht für einen durschlagenden Erfolg.

Titel-Bild zur News: Alfa Romeo

Alfa Romeo Tonale Diesel (2023) im Test Zoom

MiTo, Giulietta und 4C sind längst Geschichte, die beiden Giorgio-Autos fliegen im Segment-Vergleich arg unter dem Radar und alles in allem ist das Cuore Sportivo dringend auf neue Produkte angewiesen, um die schleppenden Verkäufe anzukurbeln. Ein Lichtblick ist immerhin der Tonale. Das kompakte Crossover hatte einen starken Start und macht Alfa damit aktuell tatsächlich schon profitabel.

Im Gespräch mit Autocar sagte CEO Jean-Philippe Imparato, dass Alfa Romeo bereits mehr Geld pro Auto macht, als es dafür ausgibt. Und er fügte an, dass die Zukunft rosig aussehe. Der Boss schätzt, dass die Neuzulassungen bereits 2023 wieder auf gut 90.000 klettern werden. Bis Mitte des Jahrzehnts soll die Zahl dann massiv ansteigen.

Imparato sagt voraus, dass Alfa seinen Allzeit-Verkaufsrekord 2025 brechen wird. Diese Aussage erscheint mutig, liegt dieser Wert doch bei 223.643 Autos. Aufgestellt vor inzwischen 33 Jahren, im Jahr 1990 als das Portfolio des Autobauers noch deutlich größer war als aktuell. Allerdings wird die Familie mit der Schlange und dem Kreuz im Wappen bereits 2024 wachsen. Dann soll ein kleiner Crossover unterhalb des Tonale die Kunden in Scharen zu den Händlern ziehen.

Das B-Segment-Geschwisterchen des Fiat 600 und Jeep Avenger wird Alfas erstes Modell sein, dass auch mit rein elektrischem Antrieb angeboten wird. Na gut, eigentlich das zweite Modell, rein technisch kann man den neuen Über-Sportler 33 Stradale ja auch mit E-Antrieb ordern. Der kleine Crossover dürfte zusätzlich auch mit Verbrennern angeboten werden, die Verwandschaft von Fiat und Jeep gibt es ebenfalls als güsntigere Mildhybrid-Varianten.

Imparato betonte, dass Alfa Romeo nicht auf der Jagd nach Volumen sei. Man priorisiere Marge. Hier erhofft er sich einen Wert von mindestens zehn Prozent. Zusätzlich würde ein gesunder Cash Flow neue Möglichkeiten für zusätzliche Modelle liefern. In diesem Zusammenhang meinte der CEO, dass ein Revival der Giulietta auf lange Sicht möglich sei. Der Golf-Gegner wurde nach gut zehn Jahren Bauzeit Ende 2020 eingestellt.

Im Schatten des riesigen Stellantis-Schirms möchte Alfa Romeo endlich zu alten, ruhmreichen Tagen zurückkehren und zu einem ernstzunehmenden Gegner für die deutschen Premium-Marken heranwachsen. Die nächste Generation von Giulia und Stelvio wurde bereits bestätigt und kommt wohl nur noch mit Elektroantrieb. Größere Modelle mit Fokus auf den US-Markt sollen in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts aufschlagen.

Quelle: Autocar (mit Bezahlschranke)

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