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Toyota schließt IMSA-Einsätze mit Le-Mans-Hypercar vorerst aus

Toyota plant aktuell nicht, mit dem Hypercar in der IMSA-Serie zu starten - Dafür bringt Rob Leupen eine andere Möglichkeit für US-Einsätze ins Spiel

(Motorsport-Total.com) - Es liest sich in der Theorie so gut: Die Konvergenz zwischen Le-Mans-Hypercars auf der einen und LMDh-/GTP-Prototypen auf der anderen Seite ermöglicht es den teilnehmenden Herstellern, sowohl in der FIA WEC, als auch in der IMSA-Serie anzutreten. Doch nun gibt es den ersten Rückschlag: Toyota plant keinen Einsatz seines Hypercars in Nordamerika.

Ryo Hirakawa

US-Fans können den Toyota GR010 Hybrid auch 2023 nur in Sebring bestaunen Zoom

Teamchef Rob Leupen unterstreicht im Gespräch mit 'Sportscar365': "Ich glaube nicht, dass wir uns auf einzelne [IMSA]-Rennen in den USA festgelegt haben." Eine Teilnahme sei "zu diesem Zeitpunkt" ausgeschlossen. Und auch Technikdirektor Pascal Vasselon hält fest: "Im Moment haben wir keine Pläne für ein Rennen in der IMSA."

Leupen bringt stattdessen eine andere Möglichkeit ins Spiel, um den GR010 Hybrid oder einen möglichen Nachfolger öfter auf nordamerikanischen Strecken sehen zu können: Ein zweites Rennen der Langstrecken-WM in den USA. "An Daytona haben wir ein gewisses Interesse, dasselbe gilt für Indianapolis", sagt der Niederländer.

Toyota hofft auf ein zweites WEC-Rennen in den USA

"Es gibt Rennen in den USA, die definitiv interessant sind. Aber ich denke, es sollte Teil des gesamten [WEC]-Kalenders sein." Derzeit ist ein US-Rennen Bestandteil des WEC-Kalenders: Die 1.000 Meilen von Sebring, ein Parallelevent mit der IMSA-Serie, die auf der Flugplatzstrecke im Bundesstaat Florida das prestigeträchtige 12-Stunden-Rennen abhält.


WEC: LMH und LMDh im Vergleich

Die neue Hypercar-Klasse der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) wird zweigeteilt sein - Ein Blick auf die zwei Konzepte LMH und LMDh

Tatsächlich ist es geplant, den WEC-Kalender in den kommenden Jahren wieder schrittweise auf acht Rennen anwachsen zu lassen. Zudem ist das von Leupen angesprochene Indianapolis als möglicher Schauplatz in der Langstrecken-WM im Gespräch. "Ich denke, wenn wir zu acht Rennen zurückkehren, ist das aus unserer Sicht sehr gut", meint Leupen.

"Le Mans ist natürlich 'das Rennen'. Wir würden gerne Fuji sehen und man würde auch gerne Spa sehen. Sebring ist eine großartige Veranstaltung. Wenn es noch ein Rennen in den USA gibt ... Unsere Fahrer träumen von bestimmten Rennen. Indianapolis ist eines davon, an das sie denken. Ich persönlich würde gerne ein weiteres 24h-Rennen sehen."

Doch ob ihm der ACO den Wunsch eines zweiten 24h-Rennens neben Le Mans erfüllen wird? Das erscheint mehr als fraglich. Ein zweites WEC-IMSA-Parallelevent in Daytona gilt jedenfalls als ausgeschlossen. Zumal unter anderem Südafrika in den Kalender drängt. Für eine ursprünglich geplante Saison 2020/21 war ein 6h-Lauf in Kyalami vorgesehen.

Was machen Peugeot und Ferrari in Sachen IMSA?

Durch die Absage von Toyota ist zum jetzigen Zeitpunkt fraglich, ob im kommenden Jahr ein Hypercar-Hersteller in der IMSA an den Start gehen wird. Peugeot debütiert mit dem 9X8 im Juli bei den 6h von Monza. Die Franzosen haben schon früher Pläne offenbart, ihr LMH-Auto unter dem Namen Dodge in der US-amerikanischen Sportwagenserie einzusetzen.

Peugeot 9X8

Das Peugeot-Hypercar debütiert beim WEC-Lauf in Monza im Juli Zoom

Der Ferrari wird zumindest Ende Januar bei den 24h von Daytona noch nicht für einen Renneinsatz bereit sein. Das Debüt des LMH-Prototypen ist dem Vernehmen nach für die 1.000 Meilen von Sebring im März vorgesehen. Die ersten Testfahrten sind für Juli 2022 geplant. Und der Fall Glickenhaus vs. IMSA ist bereits lang und breit diskutiert worden.

Zumal die IMSA-Regularien eine Deadline am 1. September vorsehen. Bis dahin müssen interessierte Hersteller die Wettbewerbsbehörde über ihre Pläne für das kommende Jahr informieren. Außerdem müssen die Hypercars Windkanal-Validierungstests bei Windshear durchführen und bei den Dezember-Testfahrten mit den LMDh-/GTP-Fahrzeugen dabei sein.

Toyota hat zwar aktuell keine Pläne für mögliche IMSA-Einsätze. Die Tür lässt man aber einen Spalt offen. "Wir wissen jetzt, dass es möglich wäre. Solche Dinge werden geprüft und die Möglichkeit, in der IMSA zu fahren, wird diskutiert werden", schließt Vasselon ab.

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