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Fahrerparade in Le Mans: Sonne brennt, Panis rennt

Bei der traditionellen Fahrerparade in der Innenstadt von Le Mans jubeln Tausende den Piloten zu: Eine gigantische Party vor dem Start

(Motorsport-Total.com) - Die Le-Mans-Woche ist für alle Beteiligten sehr lang. Der Event, der bereits am vergangenen Sonntag mit der offiziellen Fahrzeugabnahme begann, bietet allerdings reichlich Highlights schon vor dem Rennstart. Bei Fans wie Fahrern beliebt ist die große Parade in der Innenstadt von Le Mans - eine Party ganz im Zeichen des Langstreckenklassikers.

Die 144.000-Einwohner-Stadt zeigt sich von ihrer besten Seite Zoom

Als sich gestern die insgesamt 168 Piloten zur großen Fahrerparade aufmachen, zeigt sich das Departement Sarthe von der besten Seite: strahlend blauer Himmel, Sonne pur und 29 Grad. Ganz Le Mans ist auf den Beinen. Erstaunlich, denn die Einwohner der westfranzösischen Stadt dulden die rund 250.000 Zuschauer des Rennens am Wochenende nicht nur, sondern sie lieben den Event.#w1#


Fotos: 24 Stunden von Le Mans, Fahrerparade


Es ist 18 Uhr. Die Parade soll beginnen. Auf mehreren Bühnen verkünden Radiomoderatoren, dass der Einzug der Titanen kurz bevorsteht. Es baut sich Spannung auf. Die ersten Trommler und Musikkapellen bahnen sich ihren Weg durch den engen abgesperrten Kanal zwischen den Zuschauermassen. Es folgt eine Show mit Sportwagen: Porsche GT, Koenigsegg und Co. übertönen die Musik.

Die begehrte Trophäe für den Gesamtsieger wird in einem Spezialfahrzeug - ähnlich dem ehemaligen "Papamobil" des Papstes - präsentiert. Es folgt die aktuelle "Miss Le Mans", die nicht nur viel Beifall, sondern auch reichlich anerkennende Pfiffe erntet. Dann geht es richtig los: Väter heben ihre Kinder auf die Schultern, Frauen in französischer Edelkleidung klettern auf Mülltonnen, um eine bessere Sicht zu haben.

Tom Kristensen

Die Fans kommen den Piloten bei der Parade noch einmal sehr nahe Zoom

Die Piloten werden in Oldtimern langsam an den Fans vorbei chauffiert. Alle Fahrertrios werden mit viel Applaus bedacht. Sie werfen Autogrammkarten und Gummibärchen in die Massen - Motorsportkarneval bei fast 30 Grad im Schatten. Besonders laut wird es, als die Siegermannschaft des Vorjahres langsam an den Zuschauern vorbeirollt. Alexander Wurz und Co. haben durch den Peugeot-Sieg 2009 Kultstatus erlangt.

Viele Rufe erschallen als Polemann Sébastien Bourdais durch den Spalier aus Zuschauern fährt. Der Ex-Formel-Pilot ist ein Kind der Stadt Le Mans. Am Streckenrand trifft er viele Freunde, schüttelt teils ungläubig den Kopf, spricht hier und da kurz mit Bekannten. Großes Gelächter hat Gianmaria Bruni auf seiner Seite. Der Ferrari-Pilot ist zwischendurch aus dem Oldtimer gestiegen, muss seiner Mannschaft nun hinterherjoggen. Auch Olivier Panis macht es so, schreibt aber im Trab weiter Autogramme.

Als das letzte Fahrertrio vorbeigezogen ist, bewegt sich die Masse nach und nach auf den Place de la Republique. Dort geht die Party weiter - vermutlich bis zum Rennstart. Im Zentrum von Le Mans dröhnen Technobeats, die Stimmung ist ausgelassen und friedlich. Ein betrunkener Brite im Pink-Panther-Kostüm schwankt quer über den Platz, während sein Kollege im Tigerdress an einer Häuserecke Beinchen hebt. Die beiden sind Sinnbild für die tierische Party in Le Mans.

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