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Wie Mercedes sein Reifenproblem in den Griff bekam

Bei den ersten beiden Saisonrennen versanken die Silberpfeile im Reifenchaos, in Schanghai war man der Konkurrenz plötzlich überlegen - Wie ist das möglich?

Nico Rosberg
Verkehrte Welt: Nach der Schlappe zu Saisonstart siegte Rosberg in China
© Daimler

(Motorsport-Total.com) - Aller guten Dinge sind drei. So lässt sich der Triumph von Mercedes in Schanghai zusammenfassen. Die Silberpfeil-Truppe benötigte drei Rennen, um bei der Abstimmung des Autos auf das schwarze Gold der Formel 1, die Reifen, auch tatsächlich ins Schwarze zu treffen. Beim ersten Saisonrennen in Melbourne hatte Nico Rosberg schon nach wenigen Runden Reifenprobleme, weil der Gummi zu heiß wurde. Der Schock saß tief - daher stimmte man den F1 W03 in Sepang so ab, dass er zu vorsichtig mit den Pneus umging.

"In Malaysia waren wir übervorsichtig", gibt Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug nach dem Triumph in China zu. "Ich denke, dass wir bei einem trockenen Rennen ganz vernünftig ausgesehen hätten, doch bei diesen Bedingungen gingen wir zu sanft mit den Reifen um. Nico dachte, die Reifen wären verschlissen, doch sie waren brandneu."

Reifen 2012 der Schlüssel zum Erfolg

In China passte der Reifen dann endlich perfekt: Obwohl alle damit gerechnet hatten, dass Rosberg nur beim Start die Führung behaupten könnte, kontrollierte der Wiesbadener an der Spitze das Tempo - der befürchtete Reifennachteil trat nicht ein. "Wenn man es mit diesen Reifen hinbekommt, dann kann man schaffen, was uns gelungen ist", liest Ross Brawn nach drei Rennen einen allgemeinen Trend ab.

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"Die Konkurrenz ist stark, und wir haben gesehen, was passiert, wenn man es nicht ganz trifft", verweist der Mercedes-Teamchef darauf, dass bei dieser Leistungsdichte Kleinigkeiten den Unterschied machen können. "Wir haben es diesmal hinbekommen und andere nicht - das wird diese Saison prägen."

Brawn rechnet aber damit, dass die Auswirkungen der Reifen im Laufe der Saison kleiner werden: "Alle Teams werden die Reifen immer besser zum Arbeiten bringen. Und wenn sie sich dabei verbessern, dann wird es seltener passieren, dass man danebengreift."

Mercedes: Niedrige Temperaturen kein Vorteil

Für Mercedes war es trotz der ersten Startreihe und des Sieges auch in Schanghai eine Gratwanderung, den Reifen ins richtige Temperaturfenster zu bringen. Brawn verneint die Theorie, dass man bei Mercedes auf kühle Temperaturen hoffte: "Wir wollten lustigerweise nicht, dass es kühl wird, denn wenn es zu kalt wird, dann besteht die Gefahr des Grainings. Dann kriegt man Probleme und fällt aus dem Fenster."

Mercedes hatte sein Auto ursprünglich für etwas wärmere Bedingungen abgestimmt, weshalb man am Sonntag nicht auf einen Kälteeinbruch hoffte: "Wir rechneten damit, dass es etwas wärmer wird, und stimmten das Auto dafür ab. Dennoch funktionierten die Reifen perfekt. James, unser Strategie-Kerl, lag mit den zwei Stopps absolut richtig, denn unsere Reifen ließen gerade nach, als wir an die Box kamen - von dieser Seite lief alles gut."

War Schanghai ein Glückstreffer?

Damit scheint auch klar, dass der F1 W03 doch nicht, wie bereits anfangs angenommen, ein chronischer "Reifenfresser" ist. Dieser Nimbus haftete bereits seinem Vorgänger, dem MGP W02 an. Aus diesem Grund reagierte die hochkarätige Technikertruppe in Brackley und verlängerte den Radstand des Boliden, damit der Schwerpunkt tiefer ist, das Auto nicht mehr so viel rutscht und die Reifen dadurch nicht mehr so stark abbauen.

Ross Brawn (Teamchef)
Die Reifen bereiteten Brawn in den vergangenen Jahren viel Kopfzerbrechen
© xpbimages.com

Doch wird man auch bei den kommenden Rennen wie in China einen Volltreffer bei den Reifen landen können oder war das Ergebnis reines Glück, zumal die Konkurrenz verwachste? "Es ist eine wirklich delikate Angelegenheit, das Auto mit den Reifen zum Arbeiten zu bringen", weiß Brawn um die enorme Herausforderung.

Reifen: F1 W03 muss gutmütiger werden

"Wenn man es so wie diesmal hinbekommt, dann sieht man das Ergebnis. Es ist aber schwierig, es hinzubekommen, und wenn sich dann die Bedingungen auch noch ändern, dann wird es sogar noch schwieriger." In Hinblick auf Bahrain prognostiziert er: "Wenn wir die Balance hinbekommen, dann können wir glaube ich konkurrenzfähig sein, doch das wird die Herausforderung sein."

Dem Briten ist bewusst, dass man nun daran arbeiten muss, den F1 W03 im Umgang mit den Reifen weniger heikel zu machen, damit die Abstimmungsarbeit nicht bei jedem Rennen zum Poker wird. "Derzeit ist es ein bisschen eine Lotterie", weiß Brawn. "Wohin zielt man? Wir arbeiten derzeit an ein paar Dingen, die uns helfen warden, das Arbeitsfenster größer zu machen, damit wir die Reifen nutzen können. Bei den nächsten Rennen werden ein paar Sachen kommen - in Barcelona, beim Mugello-Test, in Monaco -, die uns dabei helfen sollten, die Situation zu verbessern."

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