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Mercedes: "Langer Weg" zum Schumacher-Vertrag

Ross Brawn und Norbert Haug freuen sich über die starken Leistungen von Michael Schumacher, eine Vertragsverlängerung steht aber nicht unmittelbar bevor

Michael Schumacher und Ross Brawn
Ross Brawn kann sich vorstellen, weiterhin mit Michael Schumacher zu arbeiten
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Eigentlich war Michael Schumacher bis Schanghai mit zwei Siegen im Qualifying-Stallduell und dem einzigen WM-Punkt die Speerspitze des Mercedes-Teams, doch mit dem überraschenden Triumph beim Grand Prix von China machte sich Nico Rosberg schlagartig wieder zum Mann der Stunde bei den Silberpfeilen. Daher hat man dort momentan ganz andere Themen im Kopf als die Vertragsverlängerung mit Schumacher.

Der hat im Dezember 2009 einen Dreijahresvertrag unterschrieben, der Ende dieser Saison ausläuft. Deutsche Medien hatten schon im Winter berichtet, dass der 43-Jährige quasi nur noch zusagen muss, doch momentan scheint Mercedes keine Eile zu haben: "Alles ist völlig offen", erklärt Teamchef Ross Brawn. "Wenn es ihm richtig vorkommt und uns auch, wenn die Dinge gut laufen, warum sollten wir dann aufhören? Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg."

Derzeit noch keine Unterschrift geplant

"Er ist ein fantastischer Fahrer, ein fantastisches Teammitglied, aber wir müssen den Dingen ihren natürlichen Lauf lassen", relativiert er Medienberichte, wonach man sich grundsätzlich schon einig sei. "Irgendwann in der Saison wird klar sein, was für ihn das Beste ist, was für uns das Beste ist, was für uns alle gemeinsam am besten ist. Ich bin mir sicher, dass es keine schwierige Entscheidung wird, aber es ist noch viel zu früh für Spekulationen darüber."

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Abgesehen davon, dass Schumachers sportliche Leistungen an den ersten drei Rennwochenenden 2012 deutlich besser waren als in den vergangenen beiden Jahren, ist er als globaler Werbebotschafter für Mercedes Gold wert. "Wir hatten in Schanghai einen großen Empfang mit 800 Gästen von Mercedes, bei dem wir das neue C36-Coupe und den Sedan vorgestellt haben. Es war ein perfektes Wochenende", nennt Sportchef Norbert Haug ein Beispiel.

Haug von Schumacher überzeugt

Der verpatzte Boxenstopp, der letztendlich zum Ausfall führte, sei "schade für Michael" gewesen: "Er hätte den Podiumsplatz so verdient gehabt. Aber der wird kommen, und schon heute weiß jeder, der einst kritisiert hatte, wie wichtig und wie richtig es war, ihn ins Team zu holen. In zwei der drei Qualifyings in diesem Jahr hat Michael Nico geschlagen - und Nico hat letzten Sonntag gewonnen. Michaels Startplätze 2012 zeigen seinen Trend: vier in Australien, drei in Malaysia, zwei in China."

Ein Schumacher-Sieg in einem Silberpfeil wäre für Mercedes ein Marketing-Traum. "Wir haben schon viel früher darüber diskutiert, dass Michael zurückkommen soll. Da war die Ferrari-Idee und es war immer Ross' und mein Traum, dass er hoffentlich wieder fährt", so Haug. "Angefangen hat er als Junior, aber jetzt zeigt er, dass er absolut konkurrenzfähig ist. Das ist großartig, denn er ist eine echte Bereicherung für das Team und die Kombination mit Nico ist fantastisch."

Seitens Schumacher gibt es noch keine klare Aussage, ob er überhaupt weitermachen will. Fest steht aber, dass ihm die Formel 1 angesichts des Aufwärtstrends seines Teams wieder mehr Spaß macht: "Natürlich, klar. Wenn du in Schwierigkeiten steckst, weißt du, was nötig ist, um da rauszukommen. Das erfordert Geduld und Konzentration. Das hatten wir. Jetzt ernten wir die Früchte für die harte Arbeit. Natürlich macht es glücklicher, wenn man vorne steht", so der Rekord-Weltmeister.

Schumacher eine Galionsfigur für die Formel 1

Das Vertrauen von Brawn in Schumacher ist jedenfalls ungebrochen: "Wir haben immer geglaubt, dass Michael weiterhin jene Ergebnisse produzieren kann, die wir alle in seiner Karriere schon gesehen haben", erinnert er an die sporthistorisch einzigartigen Ferrari-Jahre. "Es war Tatsache, dass unser Auto nicht so gut war. Es ist großartig für ihn, großartig für uns, großartig für die Formel 1. Michael Schumacher da vorne zu sehen, ist eine tolle Werbung für die Formel 1."

Und: "Seine zweite Karriere scheint von der Öffentlichkeit ganz anders wahrgenommen zu werden. Jetzt freut man sich darüber, wenn er gut abschneidet", gibt der 57-jährige Brite zu Protokoll. "In seiner ersten Karriere waren die guten Ergebnisse selbstverständlich, aber wie in jedem Sport gewöhnen sich die Menschen daran, wenn einer so dominant ist, wie Michael es war. Das ist dann nicht so aufregend."

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