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Wurz musste "nicht viel überdenken"

17. Januar 2008 - 11:49 Uhr

Alexander Wurz erklärt, warum er als Honda-Testfahrer doch wieder ins Formel-1-Cockpit steigt - Le-Mans-Start steht so gut wie fest

Alexander Wurz
Ende Januar wird Alexander Wurz offiziell als Honda-Testfahrer präsentiert
© Williams

(Motorsport-Total.com) - Genau 153 Tage lagen zwischen Alexander Wurz' Rücktritt als Formel-1-Fahrer und der Bestätigung seines Comebacks als Honda-Testpilot. Ein Rücktritt vom Rücktritt also, der insofern überraschend kam, als er noch im November betont hatte, dass er nicht mehr mit dem Grand-Prix-Sport um die Welt reisen will - was er nun doch wieder tun muss.

Doch für den inzwischen dreifachen Familienvater steht seine ursprüngliche Ankündigung nicht im Widerspruch zum neuen Job: "Zurückgetreten bin ich als aktiver Rennfahrer, weil ich mir nicht sicher war, ob ich den Energieaufwand für eine volle Formel-1-Rennsaison noch einmal aufbringen kann, aber nicht, weil ich die Formel 1 an sich nicht mehr sehen kann", erklärte er in einem Interview mit 'networld.at'.

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Gereizt haben dürfte ihn die Zusammenarbeit mit Neo-Teamchef Ross Brawn, der sich Gerüchten zufolge persönlich für Wurz stark gemacht haben soll. Davon abgesehen zog Wurz aus dem Testen schon immer eine gewisse Befriedigung: "Das Fahren und Entwickeln ist etwas, was mir immer schon Spaß gemacht hat und auch noch weiter tun wird. Insofern musste ich hier nicht viel überdenken", stellte der 33-Jährige klar.

Neben seinem Engagement als dritter Mann bei Honda könnte der Le-Mans-Sieger von 1996 übrigens auch wieder das klassische 24-Stunden-Rennen an der Sarthe bestreiten - die ersten Tests in einem Peugeot 908 FAP HDi hat er bereits hinter sich. Sollte er tatsächlich zum Werksteam der Franzosen stoßen, dürfte er sich sogar Siegchancen ausrechnen, denn in der LMP1-Klasse ist Peugeot der einzige ernstzunehmende Konkurrent von Seriensieger Audi.

Der Sieg von 1996 hat Wurz seinerzeit die Tür in die Formel 1 geöffnet, aber abgesehen davon hatte er sowieso schon immer ein Faible für Sportwagen. Offiziell bestätigen will er sein Comeback in Le Mans momentan noch nicht, aber es scheint sehr stark in diese Richtung zu gehen: "Ich werde ein Wiedersehen in der Sarthe mit dem Rennen haben, das mich seit Beginn meiner gesamten Karriere fasziniert", teilte er mit.

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