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Briatore fordert Strafe für die Silberpfeile

03. August 2007 - 12:49 Uhr

Flavio Briatore ist der Meinung, dass McLaren-Mercedes im Spionageskandal bestraft werden sollte, falls sich diverse Verdachtsmomente erhärten

Norbert Haug und Flavio Briatore
Flavio Briatore (rechts) glaubt der Argumentation der Silberpfeile offenbar nicht
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Spionageaffäre um McLaren-Mercedes und Ferrari erreicht an diesem Wochenende in Ungarn offenbar ihren vorläufigen Höhepunkt. Bekannt ist bisher, dass definitiv Ferrari-Dokumente im Besitz von McLaren-Chefdesigner Mike Coughlan waren, doch dass diese auch dem Team insgesamt gedient haben, streiten die Silberpfeile vehement ab.

Gestärkt werden die Aussagen von McLaren-Mercedes durch den Freispruch seitens des World Councils der FIA, den viele aber als zu mild empfinden. Dazu zählt auch Renault-Teamchef Flavio Briatore: "Wenn es stimmt, dass McLaren die Informationen hatte, dann gehören sie bestraft. Ich bin kein Richter, aber es gibt ethische und sportliche Regeln. Die sollten eingehalten werden", erklärte er gegenüber 'Sky Sports'.

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Vor allem wünscht sich der Italiener eine klare und geradlinige Entscheidung und kein Hickhack, wie es im Moment stattfindet, nämlich auch in den Medien: "In der Formel 1 gibt es zu viel Verwirrung", gab er achselzuckend zu Protokoll. "Fest steht aber: Die Regeln gehören respektiert. Entweder ist die Sache schwarz oder weiß, aber nicht gelb. Wer einen Vorteil aus einer solchen Aktion schöpft, muss bestraft werden."

Außerdem ärgert Briatore, dass McLaren-Mercedes' etwaiger Wettbewerbsvorteil ja nicht nur Ferrari, sondern auch seinem eigenen Team schaden würde: "Der Schaden betrifft nicht nur Ferrari, sondern auch andere Teams. Wenn ich zum Beispiel die Gewichtsverteilung des Ferrari gekannt hätte, hätten wir bei Renault daraus sicher einen Vorteil ziehen können", goss er zusätzliches Öl ins ohnehin schon lodernde Spionagefeuer.

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