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Vizeweltmeister Engstler: "Macao war der krönende Abschluss"

Privatier Franz Engstler machte mit einem Sieg in Macao in allerletzter Sekunde noch Platz zwei in der Independents' Trophy perfekt - gelungener Einstand

(Motorsport-Total.com) - Darauf gehofft hatte Franz Engstler (BMW) schon lange, doch damit gerechnet nicht unbedingt: Ausgerechnet im letzten der insgesamt 24 Saisonrennen der Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC gelang dem Deutschen der ersehnte erste Sieg in der Privatfahrer-Wertung. Dank der auf dem schwierigen 'Guia Circuit' gesammelten Punkte zog Engstler sogar noch an Proteam-Rivale Stefano D'Aste (BMW) vorbei und holte sich Rang zwei in der Gesamtwertung. Als Sahnehäubchen gab's noch drei WM-Zähler.

Franz Engstler

Privatier Franz Engstler holte sich in Macao den Debütsieg und WM-Platz zwei Zoom

In einem überaus spannenden Saisonfinish zeigte Engstler in Macao seine ganze Klasse und blieb auf der tückischen Strecke fehlerfrei. Während sich die Konkurrenten gleich reihenweise in die gelb-schwarzen Leitplanken verabschiedeten, fuhr der 47-Jährige im zweiten Lauf auf dem 'Guia Circuit' zum Sieg. "Macao war natürlich der krönende Abschluss", zeigte sich Engstler gegenüber 'Racing1.de' sehr zufrieden.#w1#

Engstler mit Topleistung noch zum Vizetitel

"Ich habe mit dem Sieg in der Privatfahrerwertung noch den Sprung auf Rang zwei der Independents' Trophy geschafft. Damit haben wir mehr erreicht, als vor der Saison zu erwarten war. Ich hatte mit Rang drei bis fünf bei den Privaten gerechnet", gab der einzige deutsche Privatier in der Tourenwagen-WM zu. Und bis zum letzten Rennwochenende in Macao hatte Engstler auch nur auf WM-Rang drei gelegen.

"Wir haben uns im Laufe der Saison von Rennen zu Rennen verbessert." Franz Engstler

Ein Sieg, ein zweiter Platz und vor allem die doppelte Punktzahl in Macao machten es für den Allgäuer möglich, sich hinter Privatier-Weltmeister Sergio Hernández (BMW) den zweiten Platz in der Gesamtwertung zu sichern. Darauf darf Engstler durchaus stolz sein, war er doch mit seinem Liqui-Moly-Team erst in dieser Saison zum WTCC-Feld gestoßen. Eine Entscheidung, die der Deutsche überhaupt nicht bereut.

"Wir haben uns im Laufe der Saison von Rennen zu Rennen verbessert und die Lücke zur Spitze geschlossen", blickte Engstler erfreut zurück. "Zu Beginn des Jahres waren wir einige Zehntel langsamer als der Überflieger bei den Privatiers, Hernández. Am Ende haben wir locker mitgehalten, ihn in Macao sogar geschlagen." Besonderes Bonbon: Am Ende holte Engstler mit Rang sechs im zweiten Rennen sogar noch drei WM-Punkte.


Fotos: WTCC in Macao


Lob von Teammanager Kurt Treml

Das sei ein Resultat von gutem Teamwork und kontinuierlichem Fortschritt, wie der Vizeweltmeister der Privatfahrer betonte: "Den größten Schritt in der Entwicklung haben wir nach dem Rennwochenende in Brünn gemacht, als wir zwei offizielle Testtage dazu nutzten, eine solide Basis-Balance in die Autos zu bekommen", so Engstler, der für seinen Rennstall nur lobende Worte fand: "Ich muss mich ganz herzlich bei meiner gesamten Truppe bedanken und auch bei BMW."

Franz Engstler

Groß war die Freude bei Franz Engstler nach seinem ersten Rennerfolg in Macao Zoom

"Wir waren 2008 zum ersten Mal in der WTCC dabei und es war wirklich sehr hart für uns. Wir hatten insgesamt gesehen ein erfolgreiches Debüt und freuen uns schon auf 2009", ließ Engstler in der offiziellen Pressekonferenz nach den beiden Sprintrennen in Macao verlauten und kündigte an: "Wir werden wieder mit zwei Autos in der WTCC fahren. Bei einem sitze ich am Steuer, die Besetzung des anderen steht noch nicht fest."

Mehr wollte Engstler aber nicht sagen, denn: "Eigentlich fehlen mir die Worte", so der frischgebackene Vize-Champion. Teammanager Kurt Treml sprang gerne in die Bresche und ließ auf der Teamhomepage ausrichten, dass er mit der Leistung seines Fahrers auf dem 'Guia Circuit' außerordentlich zufrieden war: "Franz mischt seit Jahren in der Spitze der Tourenwagen mit, er kennt seinen BMW, er kennt die Rennstrecke."

"Doch die Gefahr durch die Mitstreiter ist bei einem diesem äußerst schwierigen und auch tückischen Stadtparcours nicht zu unterschätzen", unterstrich Treml abschließend die Besonderheit von Engstlers Erfolgen in Macao. "Man darf nicht vergessen: Es geht um den Weltmeistertitel der Tourenwagen. Hier tummelt sich die Spitze der Tourenwagenfahrer aus der gesamten Welt, jeder will vorne mit dabei sein und sein Können zeigen."

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