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Lauf eins: Menu siegt - Muller wird Weltmeister

Während Alain Menu seinen Vorjahreserfolg wiederholte, landete Yvan Muller den ganz großen Triumph: Der Franzose machte sich zum Weltmeister

(Motorsport-Total.com) - Das erste Rennen in Macao war nicht von vielen Zwischenfällen gekennzeichnet, sondern von einer tollen Fahrt von Alain Menu (Chevrolet) und dem WM-Erfolg von Yvan Muller (SEAT). In einem spannenden, aber nur wenig chaotischen ersten Lauf in Macao fuhr Menu einen heißen Reifen und blieb in allen neun Runden an der Spitze. Einzig Andy Priaulx (BMW) hatte das Tempo des Schweizers mitgehen können, Muller wurde mit Respektabstand Dritter und holte damit den WM-Titel.

Alain Menu

Alain Menu ließ im ersten Rennen nichts anbrennen und fuhr zum Sieg in Macao Zoom

Bei erneut sommerlichen Temperaturen ging das Feld vor gut gefüllten Tribünen auf die Aufwärmrunde. Menu führte die Fahrer der Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC einmal probeweise um den Kurs, ehe sich das Feld gegen Ende der 6,2 Kilometer messenden Runde für den Start sortierte. In zwei Reihen flog die WTCC zum letzten Fliegenden Start des Jahres auf die Zielgerade der Saison, wo sich nicht zuletzt auch die Fahrerweltmeisterschaft entscheiden sollte.#w1#

Keine Kollisionen in der 'Lisboa'-Kurve

Beim Start ging wider Erwarten alles glatt: Das Feld flog im Formationsflug auf die ersten Kurven zu, bei der sich - ganz untypisch für Macao - fast keiner einen Fehler leistete. Einzig SEAT-Pilot Tom Coronel rutschte von der Linie, fand aber sofort wieder zurück auf den rechten Weg. In der Reihenfolge Menu, Priaulx, Rob Huff (Chevrolet), Rickard Rydell (SEAT), Muller, Augusto Farfus (BMW), Jordi Gené (SEAT) und Nicola Larini (Chevrolet) ging's in Runde zwei.

Leader Menu riss sofort eine Lücke zwischen sich und seine Verfolger, doch das eng zusammengerückte Feld sorgte für schöne Bilder in der 'Melco'-Haarnadel - der einzigen Kurve weltweit, für die bei Rennveranstaltungen Überholverbot besteht. Huff machte in der Zwischenzeit schon kräftig Druck auf Priaulx und setzte in der 'Lisboa'-Kurve auf der Außenseite zum Überholen an - beide Fahrer waren am Limit.

Priaulx hielt eisern die innere Linie, Huff quetschte sich links neben seinen Kontrahenten und hämmerte seinen Chevrolet dabei seitlich etwas in die Reifenstapel. Dadurch kam der Brite für einen Moment aus dem Rhythmus, verlor etwas an Schwung und musste die beiden SEAT-Piloten Rydell und Muller durchschlüpfen lassen. Gaststarter Masaki Kano hatte indes weniger Erfolg in der 'Lisboa' und versenkte seinen Wagen frontal in den Leitplanken.

Rydell muss aufgeben, Zanardi nach Dreher aus dem Rennen

Die Streckenposten hatten das total zerstörte Auto schnell geborgen, dem Rennfahrer war augenscheinlich nichts passiert. Nichts tat sich auch an der Spitze des Feldes, denn Menu hielt unverändert P1 und baute seinen Vorsprung sukzessive aus. Einige schnelle Runden brachten den Schweizer weiter weg von seinen Verfolgern, doch Priaulx holte in der Folge wieder auf und war in der letzten Runde an der Stoßstange des Spitzenreiters.

Während Muller auf dem Weg zum Titel immer mehr Druck auf Teamkollege Rydell ausübte, geriet der Schwede zusehends in Probleme. In Runde vier packte Muller schließlich die Brechstange aus und auf einmal musste Rydell Federn lassen: Erst ging Muller vorbei, dann folgten auch Farfus und Huff, der erneut an der Leitplanke schnupperte. Rydell bog danach ab in die Boxen und ließ sein Gefährt gründlich durchchecken.

In Runde sieben verabschiedete sich Alessandro Zanardi (BMW) mit einem Dreher aus dem Rennen, dann war die Action im ersten Lauf in Macao vorerst vorbei. Heimlich, still und leise hatte sich im Mittelfeld einiges getan. Tarquini hatte nicht entscheidend an Boden gutmachen können, doch in seinem Windschatten lachte sich einer ins Honda-Fäustchen: James Thompson holte sich in der Schlussphase Rang acht und damit die Pole-Position für den zweiten Lauf.

Menu gewinnt, Muller ist Weltmeister

Vorne versuchte Priaulx noch einmal, sich an Menu vorbeizumogeln, doch der Chevrolet-Fahrer rettete einen hauchdünnen Vorsprung ins Ziel. Priaulx fuhr mit 0,523 Sekunden Rückstand auf den Sieger über die Ziellinie, acht Sekunden dahinter folgte der neue Tourenwagen-Weltmeister: Yvan Muller holte sechs Punkte und erreichte damit genau die entscheidenden Zähler, um sich seines Rivalen Gabriele Tarquini endgültig zu entledigen.

Farfus kam nach einer couragierten Fahrt als Vierter ins Ziel, Huff im zweiten Chevrolet musste seinen vermeintlichen Übereifer mit Rang fünf bezahlen. Dahinter rollten mit Gené und Tarquini zwei weitere SEAT ins Ziel, während der Dritte im Chevrolet-Bunde, Nicola Larini, wieder einmal leer ausging und den so ersehnten achten Platz um 0,8 Sekunden verfehlte. Der einzige deutsche Werkspilot, Jörg Müller, kam nach einer blassen Darbietung auf Rang zehn ins Ziel.

Bei den Privatiers wurde Sergio Hernández (BMW) seiner Favoritenrolle absolut gerecht und holte neben dem Sieg in der Independents' Trophy einen sehr guten zwölften Gesamtrang. Franz Engstler (BMW) hatte das Tempo des Privatfahrer-Weltmeisters nicht mitgehen können, holte aber immerhin Rang zwei und wahrte damit seine Chancen auf die Vizeweltmeisterschaft - schließlich werden die Punkte der Privatiers in Macao verdoppelt.

Auf den dritten Privatfahrerrang kam Gaststarter und Lokalmatador Matthew Marsh für das Wiechers-Team. Der in Hongkong wohnhafte Rennfahrer nutzte seine hervorragende Streckenkenntnis zu einem Podestrang für die deutsche Truppe. Der Türke Ibrahim Okyay (BMW) zeigte eine ausgezeichnete Leistung und wurde Vierter, Quereinsteiger George Tanev (BMW) holte sich P5 und Engstler-Teamkollege Andrei Romanov (BMW) wurde Sechster.

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