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Season Launch 2010: Der Talk der Teamchefs

Die Verantwortlichen der drei großen Teams im Gespräch: Eric Nève, Mario Theissen und Joan Orús über die aktuellen Geschehnisse in der WTCC

(Motorsport-Total.com) - Wenige Tage vor dem zweiten Rennwochenende des Jahres lud 'Eurosport' zum alljährlichen WTCC Season Launch ins Münchener Marriott-Hotel, wo die jüngsten Entwicklungen um die Tourenwagen-WM vorgestellt und diskutiert wurden. Mit dabei waren auch die Verantwortlichen der drei großen Teams von BMW, Chevrolet und SR, die sich allesamt Chancen auf den WM-Titel 2010 ausrechnen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor); Eric Nève; Joan Orús

Eric Nève, Mario Theissen und Joan Orús in der Talkrunde von 'Motorsport-Total.com' Zoom

In der von 'Motorsport-Total.com' präsentierten Talkrunde nahmen Chevrolet Europa Motorsport Manager Eric Nève, BMW Motorsport Direktor Mario Theissen sowie Joan Orús, Teamchef von SR und Sunred, Stellung zu den aktuellen Themen der WTCC. Lesen Sie hier, wie Nève, Theissen und Orús den Saisonauftakt einschätzen und was sie sich vom weiteren Jahresverlauf versprechen.#w1#

BMW sieht sich in der Verfolgerrolle

Frage: "Herr Theissen, wie fällt Ihr Fazit nach den beiden Auftaktrennen in Bezug auf das BMW Team RBM aus?"
Mario Theissen: "Das Team hat gut gearbeitet und die Fahrer waren auch bei der Sache. Das Ergebnis war aber natürlich nicht zufriedenstellend. Wir waren bei den ersten beiden Rennen einfach nicht bei der Musik. Dementsprechend sind wir jetzt bei der Arbeit."

"Die Motivation ist auf jeden Fall da." Mario Theissen

Frage: "Nach drei Titeln in Folge musste BMW sich 2008 und 2009 hinter SEAT anstellen. Wie motiviert ist die Mannschaft, wieder auf die Siegesstraße einzubiegen und der Konkurrenz den Titel streitig zu machen?"
Theissen: "Die Motivation ist auf jeden Fall da. Wahrscheinlich ist sie sogar größer, als wenn wir nach den ersten drei Titeln auch in den vergangenen beiden Jahren Rang eins geholt hätten."

"Irgendwann setzt ja schließlich eine gewisse Sättigung ein - und auch Gewohnheit. So ein Gewohnheitsrecht gibt es aber nicht. Die Serie ist extrem hart umkämpft. Das war bereits in den vergangenen zwei Jahren der Fall, nun ist Chevrolet als Titelkandidat hinzugekommen."


Fotos: WTCC Season Launch 2010


"Dieses Team war beim ersten Rennwochenende zuletzt ganz stark. Wir werden alle Hände voll zu tun haben, um da mitzuhalten und unser Auto nach vorne zu bringen. Die Motivation ist bis unter die Haarspitzen da - bei allen Ingenieuren, bei BMW und natürlich beim Team und bei den Fahrern sowieso."

Chevrolet nimmt Anlauf auf den WM-Titel

Frage: "Herr Nève, Chevrolet wurde eben von Herrn Theissen gelobt - sind Sie zufrieden mit den Fortschritten, die Sie mit dem immer noch recht neuen Chevrolet Cruze im Winter machen konnten?"
Eric Nève: "Wir haben diese Rennsaison recht gut angefangen, was natürlich eine Auszeichnung für das Team darstellt. Wir haben im Winter über 5.000 Testkilometer absolviert. Dadurch konnten wir einige Früchte ernten."

"In der WTCC wird um jede Zehntelsekunde gekämpft." Eric Nève

"Nichtsdestotrotz darf man sich über einen solchen Erfolg nicht einfach nur freuen und die Hände in den Schoß legen, weil BMW und SEAT sicherlich sehr hart kämpfen werden. In der WTCC wird ohnehin um jede Zehntelsekunde gekämpft. Wie Herr Theissen schon sagte - es ist eine sehr harte Meisterschaft."

"Man muss sich wirklich bis auf das letzte Detail konzentrieren, um einigermaßen Erfolg zu haben. Wir haben die Saison ausnahmsweise gut angefangen. Normalerweise kehren wir ohne Punkte aus Amerika zurück. Jetzt haben wir diesen Bann gebrochen und wollen uns fortan auf den Rest der Saison konzentrieren."

Frage: "In Yvan Muller haben Sie den Weltmeister von 2008 verpflichtet, außerdem wissen Sie Alain Menu und Rob Huff in Ihren Reihen. Ist das das stärkste Fahreraufgebot, das Sie jemals in der WTCC an den Start gebracht haben?"
Nève: "Das werden wir sehen."

"Dank unserer langjährigen Piloten haben wir sicherlich gute Referenzen." Eric Nève

"Dank unserer langjährigen Piloten haben wir sicherlich gute Referenzen. Wir haben immer sehr starke Fahrer, die auch mitentwickelt und von Anfang an mitgeschwitzt haben, damit wir diese Fortschritte machen konnten."

"Was Yvan dem Team gebracht hat, ist, eine gewisse Erosion zu vermeiden. Wenn man Fahrer und Ingenieure hat, die jahrelang zusammen arbeiten, läuft man Gefahr, dass man nicht mehr die letzten Schritte macht. Durch das Hinzufügen von Yvan ist es uns gelungen, eine neue Dynamik ins Team zu bringen."

SR will die beiden verbliebenen Werksteams ärgern

Frage: "Herr Orus, Sie haben ebenfalls ein starkes Fahreraufgebot - mit dem amtierenden Weltmeister Gabriele Tarquini und mit dem siegreichen Privatier der vergangenen Saison, Tom Coronel. Außerdem bringen Sie die bewährten Dieselautos an den Start. Ist diese Kombination Ihrer Meinung nach gut genug, um 2010 um den Titel kämpfen zu können?"
Joan Orus: "Ja. Ich bin überzeugt davon, dass unser Team stark genug ist, damit wir ein Wörtchen um die Titelvergabe mitreden können."

"Ich stehe nicht hier als Repräsentant eines SEAT-Werksteams." Joan Orús

"Zunächst einmal möchte ich mich aber sehr herzlich bei 'Eurosport' dafür bedanken, dass ich hierher eingeladen wurde. Ich stehe nicht hier als Repräsentant eines SEAT-Werksteams, sondern als Repräsentant der Rennfahrer, die mit SEAT-Autos an den Start gehen wollen. Wir können allerdings auf die Unterstützung von SEAT zählen."

"Dank dieser Hilfe und aufgrund unserer mittlerweile sechs Piloten - neben Gabriele und Tom wissen wir auch noch Jordi Gené, Tiago Monteiro sowie Fredy Barth und Michel Nykjaer in unseren Reihen - sind wir überzeugt davon, in diesem Jahr eine Titelchance zu haben. Es wird sicherlich nicht einfach werden für BMW und Chevrolet, in diesem Jahr die Meisterschaft zu gewinnen."

Frage: "Was macht die WTCC aus Ihrer Sicht so interessant für ein weltweites Publikum? Was ist Ihr Eindruck als Teamchef?"
Orus: "In meinen Augen ist die Tourenwagen-WM in erster Linie eine Show."

"Für die Ingenieure und Mechaniker ist diese Meisterschaft eine große Herausforderung." Joan Orús

"Das spürt man nicht nur im Rennen, sondern auch an der Strecke. Wenn die Leute sich ein Rennen vor Ort ansehen wollen, dann werden sie bemerken, dass wir eine gute Show bieten. Für die Ingenieure und Mechaniker ist diese Meisterschaft eine große Herausforderung."

"Zwischen den einzelnen Sessions oder zwischen den beiden Sprintrennen eines Wochenendes bleiben uns nur wenige Minuten, um die Autos zu reparieren. Diese Atmosphäre kannst du regelrecht spüren, wenn du an der Strecke bist. Das ist das Wichtigste. Wir bieten den Leuten eine tolle Unterhaltung. Die WTCC ist eine klasse Rennserie."¿pbvin|64|2535|wtcc|0|1pb¿

Viele Favoriten für Marrakesch

Frage: "Als nächstes steht das Stadtrennen in Marrakesch auf dem Programm. Was erwarten Sie sich von diesem Event?"
Orus: "Es tut mir leid für unsere Konkurrenten, denn ich gehe fest davon aus, dass wir diese Rennen gewinnen werden (lacht; Anm. d. Red.)."

"Für den Auftritt in Marrakesch haben wir ein starkes Auto, wir sind dort gut unterwegs. Vor allem der Motor ist dort sehr wichtig. Wir haben mittlerweile etwas Erfahrung mit diesem Kurs und sind überzeugt davon, dass der eine oder andere Sieg sicherlich drin ist für uns. Wir werden darum kämpfen."

"Wir haben uns gewiss einiges vorgenommen." Mario Theissen

Frage: "Herr Theissen, was können wir aus Sicht von BMW in Marokko erwarten?"
Theissen: "Es kann schon sein, dass der Kollege richtig liegt, denn Marrakesch ist ein absoluter Stop-and-Go-Kurs. Dort gibt es lange Geraden, denen enge Kurven folgen. Da zählt Drehmoment unten raus. Bei uns ist es so, dass wir uns gewiss einiges vorgenommen haben. Das Team kommt jetzt natürlich auch zusammen - wir haben die Zeit genutzt."

"Der Rennstall ist ja neu aufgestellt. Zum langjährigen Stammfahrer Andy Priaulx ist nun erstmals ein zweiter hinzugekommen und in Augusto Farfus wahrhaftig kein schlechter Rennfahrer. Die beiden werden sich gegenseitig anspornen. Wir haben auch auf technischer Seite nachgelegt. Schauen wir also einfach einmal, was dabei herauskommt."

Frage: "Herr Nève, Chevrolet hat im Vorjahr dominiert und beide Läufe in Marokko gewonnen. Muss sich die Konkurrenz in Marokko auch 2010 wieder warm anziehen?"
Nève: "Mit einem T-Shirt ist man in Marrakesch schnell warm angezogen (lacht; Anm. d. Red.). Wie gesagt: Die Meisterschaft ist sehr, sehr eng. Es wird sehr hart um jede Zehntel gekämpft."

"Wir werden natürlich alles dafür geben, um das bestmögliche Ergebnis zu holen." Eric Nève

"Im vergangenen Jahr haben wir beide Rennen gewonnen, doch damals waren die Umstände anders. 2009 war Marrakesch die dritte Veranstaltung des Jahres und das Kompensationsgewicht spielte dementsprechend bereits eine Rolle. Das ist in diesem Jahr nicht der Fall. Wir werden natürlich alles dafür geben, um das bestmögliche Ergebnis zu holen."

"Vorhersagen kann man in der WTCC aber kaum anstellen. Es kann einfach alles passieren. Wie bereits erwähnt wurde: Die Tourenwagen-WM ist auch eine Show und auf der Strecke ereignet sich überaus vieles. Wir wollen im Hinblick auf den Titelkampf reichlich Punkte sammeln. Sollte sich das in einem Sieg konkretisieren - umso besser. Aber nachdem, was wir eben gehört haben, wird das sicherlich eine tolle Show."

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