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  • 16.09.2011 17:04

  • von Stefan Ziegler

Hintergrund: Ich packe meinen Container...

Wenn die WTCC eine Reise tut: Nach dem Valencia-Event verstauten die Teams ihr Equipment in Kisten und Containern - Ein Blick hinter die Kulissen

(Motorsport-Total.com) - Nach der Zieldurchfahrt in Valencia verabschiedeten sich die Zuschauer vom Circuit Ricardo Tormo, doch für die Teams war der Arbeitstag in Spanien noch lange nicht beendet: Nach den beiden letzten Europa-Rennen des Jahres musste die komplette Ausrüstung verpackt und in die Frachtcontainer von WM-Logistikpartner DHL eingeladen werden. Ein Schauspiel, das bis in die Morgenstunden dauerte.

Titel-Bild zur News: Container-Verladung in Valencia

Am Sonntagnachmittag von Valencia stellt ein Kran die Container ins Fahrerlager

Kein Wunder: "Im Prinzip verschicken wir den kompletten Inhalt unseres Lastwagens. Wir haben etwa 40 Kisten und ein Auto. Da kommen schon ein paar Tonnen Gewicht zusammen", erläutert Dominik Greiner, Teammanager beim Wiechers-Rennstall, gegenüber 'Motorsport-Total.com'. Insgesamt und bei einem Container pro Rennwagen bringt es die WTCC so auf rund 115 Tonnen an Transportgut.

In der Sommerpause werden "Hausaufgaben" gemacht

"Der logistische Aufwand ist groß", bestätigt Engstler-Teammanager Kurt Treml. "Alles muss in Metallboxen verstaut werden, weil es bestimmte Einfuhr-Bestimmungen gibt. Wir hatten aber schon einiges vorbereitet." Planung ist bekanntlich alles - und da kam den Teams die fünfwöchige Pause zwischen Oschersleben und Valencia gerade recht. So blieb genug Zeit für "Hausaufgaben".

"Du musst auch dein eigenes Netzwerk aufbauen." Kurt Treml

"Es war auch schon ganz anders", meint Greiner und verweist auf die vergangenen Saisons, als den Rennställen lediglich zwei Wochen für die Vorbereitungen blieben. Dieses Mal ging die Verschiffung der Ausrüstung also vergleichsweise einfach vonstatten. "Wir haben dabei eh einen kleinen Vorteil, denn wir haben drei Jahre lang die asiatische Tourenwagen-Meisterschaft bestritten", sagt Treml.

"Dabei konnten wir viel Erfahrung sammeln, was eine große Hilfe ist. Du musst ja schließlich auch dein eigenes Netzwerk aufbauen", erklärt der Teammanager. Treml und die Engstler-Mannschaft nutzen eben dieses auch in der Rennpause bis zum Japan-Event - bei den Rennställen stehen nämlich nur scheinbar die Räder still. "Das sieht nur von außen so aus", gibt Treml zu Protokoll.¿pbvin|0|4083||0|1pb¿

In Übersee wird manchmal improvisiert

"Wir sind ja auch noch in anderen Serien aktiv. Mit dem BMW Z4 treten wir zum Beispiel beim 12-Stunden-Rennen in Sepang an. Danach steht das Finale des ADAC-GT-Masters am Hockenheimring auf dem Programm. Im Anschluss daran geht gewissermaßen schon der Flieger in Richtung Japan. Für Urlaub bleibt also schier keine Zeit übrig, aber vielleicht geht sich das nach Macao aus."

"Ralf Weischedel, Holger Krätzig und ihre Helfer haben das immer sehr gut im Griff." Dominik Greiner

"Wenn die Meisterschaft zu Ende ist, hast du etwas Pause, um durchzuatmen", sagt Treml. In Sachen Tourenwagen-WM ist nun aber erst einmal Abwarten angesagt - und Vertrauen auf die Logistiker von DHL. "Ralf Weischedel, Holger Krätzig und ihre Helfer haben das immer sehr gut im Griff", erklärt Greiner. Für die Vollständigkeit der Ausrüstung sind aber die Teams verantwortlich. Fehlt etwas, wird es schwierig.

Bei Übersee-Events muss hin und wieder improvisiert werden, meint Greiner. "Du hast halt nicht immer alle Teile zur Verfügung. Wenn dir in Europa ein bestimmtes Werkzeug fehlt, gehst du kurz in den Baumarkt und holst es dir. In China ist das ein bisschen anders. Dort liegt dergleichen nicht immer um die Ecke, weshalb du alles dabei haben solltest." Wer also seinen Container gut packt, gewinnt.

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