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"Paar blaue Flecken am Knie": Aston-Martin-Pilot übersteht Monza-Überschlag

Henrique Chaves gibt nach seinem Überschlag in Monza ein Update - Iron-Dames-Ferrari schreibt mehrfache WEC-Geschichte beim 6h-Rennen

(Motorsport-Total.com) - Henrique Chaves hatte beim WEC-Rennen in Monza riesiges Glück: Der Portugiese sorgte mit seinem Überschlag im ersten Renndrittel für die Szene des Rennens und die einzige Safety-Car-Phase. Er konnte selbstständig aus dem TF-Sport-Aston-Martin #33 (Keating/Chaves/Sörensen) klettern.

Ben Keating

Solch ein Baguette-Kerb hat Henrique Chaves ausgehebelt Zoom

Ein anschließender Check im Medical-Centre brachte keine Verletzungen ans Tageslicht. "Ich wollte euch nur wissen lassen, dass es mir nach dem Unfall gut geht", sagte Chaves nach dem Rennwochenende in Monza in einem Video-Statement.

"Ich hatte ein paar blaue Flecken am Knie, aber abgesehen davon alles gut. Ich möchte mich für all die Nachrichten und all die Unterstützung bedanken, die ihr mir gegeben habt. Es war schon besonders, so viel Unterstützung zu erfahren. Ich freue mich schon auf Fuji. Dort bin ich noch nie gefahren, aber der Aston Martin sollte da ziemlich schnell sein."

Der Portugiese weiter: "Wir wollen dort den Sieg holen, um den wir schon in Monza gekämpft haben. Diese 25 Punkte werden sehr wichtig für die Meisterschaft sein. Danke." Die TF-Sport-Truppe schickt allerdings 'Sportscar365' zufolge einen Aston Martin aus der ELMS zu den 6h von Fuji. Der verunfallte Vantage soll erst in Ruhe untersucht werden.

Chaves' Crash hat im Internet die Diskussionen um die Baguette-Kerbs neu entfacht. Einen solchen traf sein Aston Martin #33 nach einem Defekt in der Variante della Roggia seitlich. Die Folge: Der Vantage wurde ausgehebelt und überschlug sich.

Iron Dames holen erste Damen-Pole in der WEC-Geschichte

Die andere Geschichte des GTE-Am-Rennens schrieben Rahel Frey, Michelle Gatting und Sarah Bovy aus dem Iron-Dames-Team. Die heimlichen Stars in den GTE-Klassen erreichten mit ihrem von Iron Lynx eingesetzten Ferrari gleich in dreifacher Hinsicht Historisches.

Das begann schon im Qualifying am Samstagabend. Dort pilotierte Bovy den 488 GTE Evo #85 der Iron Dames - und ließ die versammelte, männliche Konkurrenz hinter sich. Es war die erste Poleposition, die eine Frau in der bisher rund zehnjährigen Geschichte der in ihrer aktuellen Form bestehenden Langstrecken-WM holte.


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Und die Belgierin erwies sich auch im Rennen während ihres Triple-Stints zunächst als unüberwindbare Hürde. Anschließend übergab sie das Fahrzeug an ihre Profi-Teamkolleginnen Gatting und Frey, die sich letztlich nur gegenüber dem Dempsey-Proton-Porsche #77 (Ried/Priaulx/Tincknell) geschlagen geben mussten.

Bestes Ergebnis überhaupt für Iron-Lynx-Ferrari

Mit dem zweiten Platz holten Frey/Gatting/Bovy die erste Podiumsplatzierung für eine reine Damenbesetzung in der Geschichte der WEC. "Dieses Wochenende wird das Team nie vergessen", jubelt Iron-Lynx-Teamchef Andrea Piccini.

"Die Iron Dames haben nicht nur einmal, sondern zweimal Geschichte geschrieben. Darauf sind wir sehr stolz. Nachdem Sarah, Michelle und Rahel gestern die historische Pole für das Team errungen hatten, bestand kein Zweifel, dass sie genug Speed für den Sieg hatten."

"Das Auto lag die meiste Zeit des Rennens in Führung, und alle drei Fahrerinnen haben ihre Erfahrung und ihr großartiges Fahrzeugmanagement unter Beweis gestellt, um das Team auf einen hervorragenden zweiten Platz zu bringen."

Ganz nebenbei haben Frey/Gatting/Bovy mit dem zweiten Rang auch das bisher beste Ergebnis für die Iron-Lynx-Truppe seit dem Einstieg in die WEC eingefahren. Das Team stand bisher erst einmal auf dem Podium: Claudio Schiavoni, Raffaele Giammaria und Paolo Ruberti wurden bei den 24h von Le Mans 2021 Dritte in ihrer Klasse.

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