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Frijns staunt über LMP2-Führung in Spa: "Erwartet, sie würden zurückkommen"

Der WRT-Oreca #31 führte den verregneten WEC-Lauf in Spa lange Zeit an, ganz zur Überraschung von Fahrer Robin Frijns

(Motorsport-Total.com) - Im belgischen Regenchaos stand die WRT-Mannschaft kurz vor einer Sensation: Ein Gesamtsieg eines LMP2-Fahrzeugs lag bei den 6h von Spa-Francorchamps in der Luft. Zumindest war das der Fall, bis die Strecke im letzten Renndrittel wieder abtrocknete.

Sean Gelael

WRT vor den Hypercars: So sah es in Spa lange Zeit aus Zoom

Während des Rennens waren die Bedingungen auf der Ardennen-Achterbahn derart widrig, dass es überraschend häufig zu Unfällen kam. Die Folge: Drei Abbrüche, sechs Safety-Car-Phasen und fünf Full-Course-Yellows, und ein Rennen, das so in keinen richtigen Rhythmus kommen konnte.

Und mittendrin war der WRT-Oreca #31 (Gelael/Frijns/Rast), der durch einen Reifenpoker (in einer Unterbrechung zog man im Gegensatz zur Konkurrenz Regenreifen auf) zwischenzeitlich die Führung übernahm und sich von den eigentlich stärkeren Hypercars sogar absetzen konnte. Das wieder überrascht Robin Frijns im Nachhinein.

"Ich war in Führung und hatte freie Sicht, aber trotzdem habe ich erwartet, dass die Hypercars nach ein paar Runden zurückkommen würden. Aber das taten sie nicht, also konnte ich mich weiter absetzen", rieb sich Frijns gegenüber 'Sportscar365' verwundert die Augen.


6h Spa-Francorchamps 2022: Rennhighlights

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Dabei lässt sich dieses Phänomen - wie auch Toyotas Technikdirektor Pascal Vasselon ausführte - auf die unterschiedlichen Fahrzeugcharakteristiken zurückführen. Der LMP2-Bolide aus dem Hause Oreca hat nicht nur weniger Leistung als das Toyota-Hypercar, sondern auch mehr Abtrieb und ist leichter. Dadurch verhält sich der Bolide bei schwierigen Bedingungen gutmütiger.

Robin Frijns hat nicht auf Spa-Gesamtsieg spekuliert

Aber: "Als es dann wieder abgetrocknet hat, hat man gesehen, dass wir keine Chance haben, gegen die Hypercars zu kämpfen. Am Ende des Tages ist es einfach eine andere Klasse." Auf einen möglichen Gesamtsieg hat Frijns trotz der Führungskilometer trotzdem nie spekuliert.

"Ich habe nicht auf irgendwas [in Sachen Wetter] gehofft", sagt der Niederländer. "Aber ich habe gehofft, dass nicht allzu viel Wasser auf der Strecke ist, denn das wäre einfach zu riskant. Wir hatten Aquaplaning, und das ist zu gefährlich. Daher war ich auch ganz froh, dass es rote Flaggen gab, denn es war einfach nicht sicher, weiterzufahren."

Das WRT-Trio im Fahrzeug #31 landete letztlich mit einem Rückstand von 1:06.185 Minuten auf der dritten Gesamtposition hinter dem Toyota #7 (Conway/Kobayashi/Lopez) und dem Alpine #36 (Negrao/Lapierre/Vaxiviere) und gewann damit folgerichtig auch die LMP2-Klasse. Doch es wurde in der Schlussphase nochmal haarig.

Teamkollege Rene Rast war in eine Kollision mit dem Ultimate-Oreca #35 (J. Lahaye/M. Lahaye/Heriau) verwickelt, wo er sich das Fahrzeug beschädigte. "Ich konnte nicht mehr ausweichen. Ich war voll auf der Bremse, blockierte, konnte aber weder nach links noch nach rechts ausweichen, also habe ich ihn getroffen", berichtet Rast.

"Unglücklicherweise brach dabei der Splitter und die Nase des Autos. Danach hatte ich starke Vibrationen und viel Untersteuern. Zum Glück hatten wir nur noch fünf Minuten auf der Uhr, sodass wir einfach draußen blieben und das Rennen gewinnen konnten." Glück im Unglück also für WRT, nachdem der Wettergott einen LMP2-Coup noch verhinderte.

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