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WSBK-Teamchef fordert: Dorna muss sich in Fahrerverträge einmischen

Zu viele Briten und zu wenig Charaktere in der Superbike-WM: Laut Teamchef Shaun Muir sollte die Dorna aktiv werden, wenn es um die Verträge für 2021 geht

(Motorsport-Total.com) - Die Superbike-WM wird seit einigen Jahren von britischen Fahrern dominiert. Mit Ausnahme von Alvaro Bautista gelang es in den vergangenen Jahren nur wenigen Nicht-Briten, sich in der WSBK durchzusetzen. Toprak Razgatlioglu, Michael van der Mark und Marco Melandri waren neben Bautista die bisher letzten Nicht-Briten, die in der Superbike-WM Laufsiege einfahren konnten.

Alvaro Bautista, Jonathan Rea

Wunsch-Szenario in der WSBK: Weniger Briten und mehr MotoGP-Piloten Zoom

Diese Einseitigkeit stimmt selbst die Briten nachdenklich. Zum WSBK-Event in Donington kommen kaum Fans. Neben der Vielfalt an Nationen mangelt der Superbike-WM an Charakteren. Mit Scott Redding kommt ein charismatischer Fahrer dazu. Doch mit Redding kommt auch ein weiterer Brite hinzu.

"Wir haben zu viele britische Fahrer. Wir benötigen mehr schnelle Fahrer aus den verschiedenen Teilen der Welt. Die Briten kommen über die BSB. Das ist eine sehr starke Meisterschaft", kommentiert Yamaha-Teammanager Paul Denning im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

Die Dorna soll prominente Namen in die WSBK bringen

Landsmann Shaun Muir stimmt zu und wünscht sich, dass die Dorna für 2021 etwas unternimmt. Der BMW-Teammanager hofft auf bekannte Namen aus der MotoGP, um die Superbike-WM interessanter zu machen: "Ich schaue gespannt auf Ende 2020, denn dann laufen die meisten Verträge in der MotoGP und in der Superbike-WM aus. Es wird viele Verhandlungen geben."

Shaun Muir

Shaun Muir schaut gespannt auf die Vertragsverhandlungen für 2021 Zoom

"Meiner Meinung nach sollte sich die Dorna einmischen und einige Fahrer aus der MotoGP in die Superbike-WM transferieren. Dann wäre die Meisterschaft deutlich stärker. Das wünsche ich mir", hält Muir fest.

Grundsätzlich befindet sich die Superbike-WM laut Muir aber auf einem guten Weg: "Persönlich gesehen war das BMW-Comeback die große News im vergangenen Jahr. Es wäre perfekt, wenn wir ein BMW-Kundenteam haben könnten. Dafür müssen wir aber ein passendes Team finden. Honda kehrt 2020 werksseitig zurück. Das Feld wird wieder größer und dadurch steigt der Unterhaltungswert", bemerkt Muir.

Paul Denning

Paul Denning hofft, dass die Dorna der WSBK mehr Aufmerksamkeit schenkt Zoom

BMW wird auch in der zweiten Saison nur mit den zwei Werkspiloten an den Start gehen. Yamaha rüstet insgesamt fünf Fahrer aus. Paul Denning begrüßt das: "Es ist gut für die Meisterschaft, dass wir mehr Yamahas haben. Ohne die zusätzlichen zwei und später drei Yamahas wäre das Feld in der vergangenen Saison ziemlich spärlich besetzt gewesen."

"Aus Sicht des Yamaha-Teamchefs hat es Vor- und Nachteile, was die Ressourcen angeht. Unterm Strich ist es aber gut, weil wir mehr Informationen haben. Yamaha kann mehr Ressourcen in das Projekt stecken, wenn zusätzliche Teams Material beziehen. Es gibt Investitionen in die Superbike-WM besser rechtfertigen", schildert der Yamaha-Teammanager.

Wie die Dorna das Fahrerfeld vergrößern könnte

"Es ist alles auf dem richtigen Weg. Natürlich wäre es toll, 24 hochklassige Fahrer/Motorräder im Feld zu haben. Das muss das Ziel für die Zukunft sein", stellt Denning klar. Und wie soll dieses Ziel am besten erreicht werden?

"Yamaha macht es vor. Sie haben die Technik weiteren Teams bereitgestellt. Schlussendlich hängt es vom Geld ab. Ich würde mir wünschen, dass die Dorna mehr in diese Meisterschaft investiert. Die MotoGP ist momentan eine sehr erfolgreiche Plattform. 99,9 Prozent der Aufmerksamkeit werden in die MotoGP gesteckt. Ich würde mir wünschen, dass die Teams besser unterstützt werden. Dann würden wir ein deutliches Wachstum erkennen", so Denning.

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